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Karlsruhe Diebesgut mit App geortet: Karlsruher Bundespolizei nimmt Duo fest

Wie die Karlsruher Bundespolizei in einer Pressemitteilung erklärt, konnten die Beamten zwei Diebe im Alter von 18 und 34 Jahren vorläufig festnehmen. Nachdem die beiden mutmaßlichen Täter am Donnerstag offenbar einen 60-Jährigen am Bahnhof bestohlen hatten, nahmen die Beamten die Verfolgung auf.

Unbekannte Täter entwendeten gegen 7.45 Uhr einem 60-jährigen Mann im Bereich des Karlsruher Hauptbahnhofs seine Umhängetasche, heißt es in der Pressemitteilung. Der Geschädigte gab an, dass er zuvor von einer männlichen Person in ausländischer Sprache angesprochen und abgelenkt worden sei.

Kurz darauf bemerkte er das Fehlen seiner Umhängetasche, welche er auf seinem Koffer abgestellt hatte. Nach Aussage des 60-Jährigen befanden sich mehrere hochwertige Elektronikgeräte, unter anderem Handys und Tablets in der entwendeten Tasche.

18-Jähriger schleudert Rucksack gegen Bundespolizisten

Mittels einer Ortungs-App konnten die Beamten ein entwendetes Tablet auf Höhe Kreuzung Rüppurrer-/Adlerstraße lokalisieren. "Durch eine eingesetzte Streife wurden drei nordafrikanisch aussehende  Personen in diesem Bereich festgestellt", so die Polizei. Bei Erkennen der Bundespolizisten entfernten sie sich in unterschiedliche Richtungen.

Einer der Männer führte einen größeren Rucksack mit sich und wurde von der Streife angehalten. Daraufhin warf er den Rucksack mit voller Wucht gegen die Beamten und flüchtete zu Fuß in Richtung Adlerstraße. Nach kurzer Verfolgung konnte der 18-Jährige gestellt und vorläufig festgenommen werden. Der an der Kreuzung zurückgelassene  Rucksack, wurde zwischenzeitlich durch seinen Komplizen entwendet.

Eine erneute Ortung des Tablets führte die Bundespolizisten zum Scheck-In Center in der Rüppurrer Straße. In einer Bäckerei konnten die Beamten, den zuvor geflüchteten Mann feststellen und ebenfalls  vorläufig festnehmen. Der 34-Jährige hatte den Rucksack zirka fünf  Meter entfernt, in einer anderen Sitzgruppe abgestellt. Bei der Durchsuchung des Rucksackes stellten die Beamten das zuvor entwendete Diebesgut, sowie zahlreiche Kosmetikartikel sicher. Der Gesamtwert des Diebesgutes wird auf zirka 3.500 Euro geschätzt.

Der 34-jährige Algerier ist bereits mehrfach polizeilich in  Erscheinung getreten, unter anderem wegen Diebstahls, Bandendiebstahls, Körperverletzung und Computerbetrugs. Ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Hehlerei wurde eingeleitet. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurden die Tatverdächtigen, nach Abschluss der polizeilichen  Maßnahmen, auf freien Fuß gesetzt.

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Kommentare (102)
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  •   Laetschebachschorsch
    (2819 Beiträge)

    13.02.2016 06:14 Uhr
    Verwunderung
    "... und wurden auf freien Fuß gesetzt" - Abgesehen von diesem Deutsch, da wundere ich mich nicht mehr, wenn die Polizisten bei Verstößen so schnell nicht tätig werden, denn wo für?
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  •   DerGeaechtete
    (500 Beiträge)

    12.02.2016 18:38 Uhr
    Ungewöhnlich, was der Herr da mit sich rumtrug:
    " Nach Aussage des 60-Jährigen befanden sich mehrere hochwertige Elektronikgeräte, unter anderem Handys und Tablets in der entwendeten Tasche."

    4 Tablets und 8 Handys (siehe Foto). Mir ist ein Telefon schon zuviel.
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  •   DerGeaechtete
    (500 Beiträge)

    12.02.2016 18:52 Uhr
    Oh,
    wenn man das Bild anklickt sind es sogar noch mehr Telefone.
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  •   Petryschale
    (215 Beiträge)

    13.02.2016 01:23 Uhr
    Ja gell?
    Das ist doch schon recht seltsam.

    Aber am besten ist immer noch 'Perlodent'. Das hat was echt 70ermässiges. grinsen

    Ich glaub da haben ein paar übliche Verdächtige einen Hehler ausgeraubt. Sollte der Hehler ein richtiger Deutscher sein hat er aber immer noch Vorsprung vor den Ba...Nordafrikanern.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    12.02.2016 18:04 Uhr
    Der Grund für die Nichtinhaftnahme ist ganz banal
    und liegt an der Zeitdauer zwischen Festnahme und Prozess.

    Wenn die zu erwartende Strafe geringer ist als diese Zeitdauer - und damit die U-Haft - muss der Täter freigelassen werden, zumal wenn keine Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr besteht.

    Man kann nicht jemanden ein halbes Jahr in U-Haft stecken wenn er anschließend ein Viertel Jahr Haft aufgebrummt bekommt. Das würde sogar Haftentschädigung nach sich ziehen.
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  •   HarryPotter
    (441 Beiträge)

    13.02.2016 03:08 Uhr
    Es gibt auch die Möglichkeit eines Schnellverfahrens
    Täter hinter Schloß und Riegel zu bringen.Die Justiz muß nur wollen.
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  •   Petryschale
    (215 Beiträge)

    13.02.2016 00:05 Uhr
    Bei
    Nordafrikanern besteht keine Verdunklungs- und Fluchtgefahr? Na Mahlzeit.
    Und das mit der Haftentschädigung gehört für diese Klientel vollkommen ausser Kraft gesetzt. Dann wirds vielleicht irgendwann mal was mit der Abschreckung. Aber solange hier noch Leute rumlaufen die denen das noch erklären seh ich schwarz. Das gehört zur Ordnungswidrigkeit erklärt.
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  •   Der_Wildparker
    (11 Beiträge)

    13.02.2016 02:48 Uhr
    Das kann man
    so nicht sagen "bei einem Nordafrikaner". Das ist eine Einzelfallentscheidung. Wenn er z.B. Familie hat, die hier wohnt, spricht das gegen Fluchtgefahr.

    Ich weiß nicht wie die übliche Praxis ist, aber wegen einem "einfachen" Diebstahl wird wohl ohnehin so gut wie nie eine U-Haft angeordnet, weil § 112 I Strafprozessordnung eine Verhältnismäßigkeitsprüfung erfordert. Bei einem Raub sähe die Sache womöglich anders aus.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    12.02.2016 18:38 Uhr
    Ganz schönes Dilemma
    wenn das so ist. Die Justiz muss folglich alle wieder laufen lassen, wenn es sich um solche Delikte handelt. Und die arbeiten dann weiter in der Zwischenzeit. Und wenn die Zeit des Prozesses gekommen ist, dann sind die Beschuldigten unter der angegebenen Adresse nicht mehr auffindbar. Ein ewiger Kreislauf. Und die Polizei fragt sich irgendwann, warum sie überhaupt noch jemand verhaften soll (und sich bei der Verhaftung auch noch Verletzungen zuzieht).
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  •   Bahnhofsklatscher
    (12 Beiträge)

    12.02.2016 17:58 Uhr
    .
    Alles AFD Propaganda. Asylbewerber sind nicht kriminell. Bin für eine Mahnwache heute um 20 Uhr vor dem Karlsruher Hauptbahnhof. Ich bring selbstgebackene Kekse mit. Es gibt auch einen Ehrengast aus dem südlichen Landkreis...
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