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Stuttgart Diagnose per Online-Chat: Kranke in Baden-Württemberg können sich in Zukunft an "DocDirekt" wenden

Die Online-Sprechstunde ist ab sofort für alle Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung in Baden-Württemberg möglich.

Ein Modellversuch in Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen sei problemlos angelaufen, und die Erfahrungen aller Beteiligten seien durchweg positiv, sagte Johannes Fechner, der stellvertretende Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), am Mittwoch. Deshalb werde das Angebot ausgeweitet. Das Projekt firmiert unter dem Namen DocDirect im Südwesten.

Unter dem Schlagwort können sich Kranke entweder über eine spezielle App oder bei einem Patiententelefon melden. Ein Arzt nimmt dann Kontakt zu dem Betroffenen auf und berät ihn via Videochat oder Telefon. Falls noch am selben Tag ein persönlicher Besuch bei einem Arzt in der Sprechstunde notwendig ist, wird ein Termin vermittelt. Für die Beratung erhält der Mediziner eine Vergütung, die von der Krankenkasse übernommen wird.

Nächster Schritt: Das digitale Rezept

Mit DocDirekt hätten die Patienten ein seriöses Angebot für die Online-Beratung, sagte Norbert Metke, Chef der KV, die die Interessen von rund 20.000 Ärzten und Psychotherapeuten im Südwesten vertritt. Rezepte dürfen die Mediziner online bislang nicht ausstellen.

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sagte der "Heilbronner Stimme" (Donnerstag): "Als nächsten Schritt werden wir im Frühjahr 2019 das e-Rezept für gesetzlich Versicherte in Baden-Württemberg erproben." Dieses wichtige Element für das Fernbehandlungsmodell, das auf DocDirekt aufsetzt, werde demnach mit rund einer Million Euro gefördert.

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Kommentare (12)
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  •   ingrid333
    (141 Beiträge)

    17.10.2018 20:45 Uhr
    Arzt
    dann kann ich auch Dr. Google fragen grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10652 Beiträge)

    17.10.2018 19:20 Uhr
    kann mir nicht vorstellen, dass so ein Medizinmann
    jemanden per Ferndiagnose so richtig heilen kann...

    ...und Rezepte gibt's dann zum mehrfachen Ausdrucken...
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  •   Route66
    (1285 Beiträge)

    17.10.2018 15:45 Uhr
    Ganz toll
    Nachdem die Ärzte bisher 3-5 Minuten für ihre Patienten Zeit hatten und darum die Patienten oft nicht richtig untersucht wurden, stellt jetzt ein online-Doc Diagnosen. Es ist ja auch nicht wichtig einen Patienten abzutasten, die Zunge zeigen zu lassen bzw. mit einer Lupe zu schauen ob es sich um einen Zeckenbiss oder einen ungefährlichen Insektenstich handelt. Arme Patienten.
    Natürlich sagt der Chef der KV dass alles toll angelaufen ist, er spart ja auch wieder Kohle auf dem Rücken der Patienten. Ich warte noch auf den Robot, der demnächst die Diagnosen stellen wird.
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  •   ALFPFIN
    (6288 Beiträge)

    17.10.2018 18:50 Uhr
    Viel Unterschied zur heutigen
    "Inaugenscheinnahme" eines Patienten, insbesondere Kassenpatienten besteht da ja nicht mehr. Viele Ärzte und das ist nicht nur meine Erfahrung, schauen den Patienten eine Sekunde an und dann auf den Monitor, tippen die Beschwerden ein, ohne den Blick noch einmal auf den Patienten zu richten. Rezept ausstellen, ausdrucken fertig.
    Es gibt sicher auch noch andere Ärzte, aber die Methode mit der Datei des Patienten auf dem Bildschirm "zu sprechen", ist schon weit verbreitet. Dabei vergessen die Mediziner, dass das der Verdienst von den gesetzlich Versicherten kommt, die Privatpatienten sind ein Zuverdienst. Ohne die Sozialversicherung gebe es nur die Hälfte der niedergelassen Ärzte.

    Ich ziehe trotzdem den persönlichen Kontakt, wenn ich zum Arzt muss, einem DocDirekt vor. Solange es noch Ärzte gibt, die tatsächlich noch mit ihrem Patienten die Diagnose besprechen und nicht mit dem
    Computer kommunizieren.
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  •   betablocker
    (3527 Beiträge)

    17.10.2018 19:11 Uhr
    Bei meinen
    seltenen Arztbesuchen habe ich so ziemlich die gleichen Erfahrungen gemacht. Die hören einfach nicht zu. Und ich bin privatversichert, wohlgemerkt.
    Man könnte regelrecht den Eindruck bekommen, dass die Diagnose schon aufgrund dessen was man bei der Terminabsprache gesagt hat feststeht. Und es kann mir einer erzählen was er will: Auch in Zeiten knapper Budgets stirbt kein Arzt arm. Und solange man kein KH Arzt mit abartigen Schichten ist schafft man sich auch nicht gerade tot.
    Einzig mitteilungsfreudig ist mein Zahnarzt. Der erklärt mir was er macht, warum ers macht und wie ers macht. Oder machen will und nennt gegebenenfalls Alternativen. Der rechnet allerdings auch sittenwidrige Sätze ab.
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  •   Route66
    (1285 Beiträge)

    18.10.2018 07:14 Uhr
    Kleiner Tipp
    Den Arzt direkt darauf ansprechen, wenn er nicht zuhört sondern nur in den PC schaut. Ärzte kann man auch steuern.
    Habe nach vielen Jahren den Arzt aus diesen Gründen gewechselt. Meiner schaut mich an und hört zu. Und genauso muss das sein.
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  •   ALFPFIN
    (6288 Beiträge)

    17.10.2018 19:34 Uhr
    Das habe ich jetzt gerade auch wieder festgestellt.
    Auch mein Zahnarzt bespricht mit den Patienten ausführlich die Behandlung.
    Die Abrechnung der zahnärztlichen Behandlung, auch die Laborabrechnung in Bezug auf die Höhe des Honorars, ohne Material- und Arbeitskosten der Laborarbeit, insbesondere bei Zahnersatz, ist nicht mehr nachvollziehbar. Da ist der freundliche Händedruck schon verdammt teuer.
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  •   santana
    (1000 Beiträge)

    17.10.2018 15:59 Uhr
    @Route66
    Warum gleich so negativ beurteilen? Ich finde, es ist eine Möglichkeit, mehr nicht. Wenn es was Ernsteres ist, wird ja ein Termin bei einem Arzt vermittelt. Und wie es heißt, scheint der Modellversuch ja erfolgreich gewesen zu sein. Jedenfalls werde ich bei Bedarf das mal testen.
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  •   Joerg_Rupp
    (2405 Beiträge)

    17.10.2018 19:48 Uhr
    seh ich auch so
    es gibt ja heute schon Geräte und Apps, mit denen man Puls, Körpertemperatur etc. messen kann - verbunden mit der Arztpraxis und dem Arzt lässt sich so ja doch schon einiges sagen. Kamera für den Augenschein dazu.
    Sicherlich besser, als mit 39 Fieber im Wartezimmer zu sitzen
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  •   Route66
    (1285 Beiträge)

    17.10.2018 16:13 Uhr
    Ok
    Wegen was würdest Du einen online-doc konsultieren? Jetzt ernsthaft.
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