Karlsruhe/Stuttgart Der Südwesten brummt

Weiter ungeklärt ist der "Brummton", der einigen Baden-Württembergern zu schaffen macht. Das ist das Endergebnis einer Untersuchung der Landesanstalt für Umweltschutz in Karlsruhe (LfU), die mittlerweile vorliegt. Die Ursachen scheinen nicht in allen Fällen identisch zu sein. Außerdem bewegten sich die gemessenen Geräusche, Erschütterungen und Magnetfelder unterhalb geltender Grenzwerte. Es sei daher unmöglich, "den Menschen, die sich an uns gewandt haben, weiter zu helfen", teilte das Umwelt- und Verkehrsministerium mit. Immerhin 300 Menschen hatten sich über den geheimnisvollen Ton beschwert.

Beauftragt vom Ministerium, startete die LfU im August 2001 die Untersuchung. Diese betraf 13 Wohnungen im Südwesten. Nur an zwei Orten überschritten die Messwerte die durchschnittliche Hörschwelle der Bevölkerung. Hier konnten auch Mitarbeiter der LfU die Geräusche hören. Auch Erschütterungen können tieftönige Geräusche verursachen. Alle Messwerte lagen hier aber weit unter der durchschnittlichen Wahrnehmungsschwelle. Schließlich untersuchte die LfU auch Magnetfelder. Auch diese könnten für den Brummton verantwortlich sein; allerdings dominierte ein solches Feld nur an einem einzigen Wohnort nahe einer Bahnstrecke.

15 Personen untersuchte zudem die HNO-Klinik in Tübingen. An zwei Messorten hatten beteiligte Personen ein überdurchschnittliches Hörvermögen. An einem anderen Ort vernahmen drei weitere Personen den Brummton. An sechs Messorten schließt die LfU eine akustische Ursache sicher aus. Physikalische und medizinische Untersuchung wurden verglichen; dabei zeigte sich, dass keine gemeinsame Ursache an den 13 Messorten vorliegt. "Zentrale Abhilfemaßnahmen " scheiden somit aus Sicht des Umweltministeriums aus.

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