Karlsruhe Demo durch Innenstadt

Stein des Anstoßes: Räumung und Abriss der "Ex-Steffi"
(Archivfoto: ka-news)
Am vergangenen Freitagabend demonstrierten ehemalige Bewohner und Symphatisanten der "Ex-Steffi" mit einer "bunten Nachttanzparade für mehr alternative Kultur und ein neues autonomes Zentrum in Karlsruhe und überall". Begleitet von einigen Live-Acts, DJs und Aktionskünstlern auf vier Lkw zogen die Teilnehmer - nach Angaben der Organisatoren zirka 300, laut Polizei etwa 200 Menschen - durch die Karlsruher Innenstadt. Anlass für die Demonstration war die Räumung des selbstverwalteten Wohn- und Kulturprojekts "Ex-Steffi" Anfang April.

Damit sollte auf die laut einer Pressemitteilung der Veranstalter "aktuelle Überwachung und Repression gegenüber mutmaßlichen Ex-Bewohnern und Sympathisanten der 'Ex-Steffi'" aufmerksam gemacht werden. Zudem forderten die Teilnehmer ein Ende der "Blockadepolitik der Stadtverwaltung" in Bezug auf Alternativprojekte, insbesondere der "Initiative Kussmaulstrasse". In der Nacht hätten sich noch einmal rund 100 Sympathisanten der "Next Steffi" auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks Karlsruhe (AWK) zu einer wie es heißt "spontanen Besetzerparty" zusammengefunden.

Nächste Demonstration am 8. Juli?

Die Sprecherin der Organisatoren der Nachttanzparade, Stephanie Kambeck, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration: "Obwohl die Stadtverwaltung versuchte, die Demonstrationsroute massiv einzuschränken, konnten wir durch eine gerichtliche Eilverfügung doch wie geplant in der Karlsruher Innenstadt auf unser Anliegen aufmerksam machen. Völlig unverhältnismäßig war wieder einmal das massive Polizeiaufgebot, welches zu keiner Zeit notwendig war."

Für den 8. Juli wurde eine weitere Demonstration für ein neues selbstverwaltetes Zentrum in Karlsruhe angekündigt. Dem Amt für Bürgerservice und Sicherheit (BuS) wurde dies bereits gemeldet; eine Genehmigung liegt indes noch nicht vor, wie ein BuS-Sprecher gegenüber ka-news erklärte. Bevor eine Genehmigung erfolge müssten erneut Gespräche mit den Veranstaltern geführt werden.

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