Karlsruhe/Stuttgart Claus Kretz ist tot

Bestürzung und Trauer angesichts des Selbstmordes von Claus Kretz (Foto: ka-news)
Der Freitod des Landrats Claus Kretz (ka-news berichtete) hat Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst. "So weit darf es in der Politik nicht gehen", sagte Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Vom Rathaus der Stadt hängen Fahnen mit Trauerflor. Ein Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe zeigte sich bestürzt über die Nachricht; auch Ministerpräsident Oettinger und Innenminister Rech äußerten sich zu dem tragischen Fall.

"Mit großer Betroffenheit und Mitgefühl" hat Günther Oettinger die Nachricht aufgenommen. In einer ersten Stellungnahme würdigte er den Verstorbenen als "klugen Verwaltungsfachmann und hervorragenden Behördenleiter". Kretz habe sich, so der Ministerpräsident, "über die Region hinaus große Verdienste erworben". Für die Landesregierung sei er ein kompetenter und fairer Ratgeber gewesen.

Zusammenhang zu Mietaffäre weiter unklar

Innenminister Heribert Rech bezeichnete Kretz als "bedeutende und engagierte Persönlichkeit". Der Landrat habe sich "über viele Jahr für die gesamte Region Karlsruhe unermüdlich eingesetzt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Frankreich vorangebracht" und die Geschicke des Landkreises umsichtig geleitet. "Ich bin bestürzt über den plötzlichen Tod und bedauere diese persönliche Tragödie zutiefst", erklärte Rech in Stuttgart. "Seinen Angehörigen gilt mein tiefes Mitgefühl."

Kretz hat sich in den frühen Morgenstunden des heutigen Dienstags in St. Leon-Rot im Rhein-Neckar-Kreis vor einen Zug geworfen. In einer Presseerklärung des Landratsamtes haben sein Stellvertreter im Kreistag, der Bruchsaler Oberbürgermeister Bernd Doll, und der Erste Landesbeamte Ralph Schlusche, Ständiger Vertreter im Amt, den Tod des Landrats offiziell bestätigt, wollen aber derzeit keine weitere Stellungnahme abgeben. Ob sein Freitod in Zusammenhang mit einer Mietaffäre steht, in die er verwickelt ist, scheint derzeit noch unklar.

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