Karlsruhe "City Park"-Rundgang

An dem Rundgang nahmen zahlreiche Bürger Teil (Foto: ka-news)
Der "City Park", das neue Quartier der östlichen Südstadt, wächst beständig. Bürgermeister Ullrich Eidenmüller, die Architektenkammer und das Stadtplanungsamt luden die Bürger deshalb am gestrigen Mittwoch ein, das Areal im Rahmen eines Spaziergangs zu erkunden. Dabei ernteten die Verantwortlichen nicht nur positive Stimmen zu ihrem Vorhaben.

Auf dem ehemaligen Bundesbahngelände zwischen der Ludwig-Erhard-Allee und der alten Bebauung der Südstadt entstehen derzeit bis zu 2.800 neue Wohnungen. Weil einige Stadtvillen, Wohngebäude und Straßenbereiche im Endausbau fertiggestellt sind, leben bereits rund 1.000 Menschen im "City Park". Aber auch wenn der Schwerpunkt im Wohnen liege, sollen diverse Dienstleistungen ebenfalls zu ihrem Recht kommen, erklärte Harald Ringler, Leiter des Stadtplanungsamtes. Der Einzelhandel soll dabei zentriert in einem Block verwirklicht werden, zusammen mit einem Platz, der den Bewohnern als Treffpunkt dient. Bei der Ansiedelung der Geschäfte gebe es allerdings im Moment Probleme, so Ringler. Der Grund liege unter anderem darin, dass bis jetzt noch nicht genug Menschen in dem Viertel leben, um mit ihren Einkäufen den potenziellen Ladenbesitzern einen Anreiz zu bieten.

"Hier ist es nicht schön"

Die Verwirklichung des Stadtparks ziehe sich noch etwas hin, berichtete Ringler. Die Anlage werde wohl erst im Jahr 2017 fertig gestellt sein. Trotzdem solle der Park schon vorab zum Teil begehbar sein und den Bewohnern Erholung bieten. Die Bürger, die an dem Rundgang durch das Neubaugebiet teilnahmen, mokierten sich derweil über die derzeit mangelhafte Zugänglichkeit und Sauberkeit der Straßen. Hier versprach Ringler Abhilfe. Unter anderem solle der Anschluss zur Kriegsstraße schnellstmöglich geöffnet werden.

Eidenmüller (l.) und Ringler (m.) erläuterten das Projekt (Foto: ka-news)
Zum Streitfall entwickelte sich auch die zum Teil sehr dichte Bebauung des Viertels. In einem der zahlreichen Innenhöfe kochten die Emotionen hoch: "Hier ist es nicht schön", beschwerten sich einige Bürger. Die Bebauung sei noch dichter als in der Südstadt, wodurch die Verantwortlichen eine große Chance vertan hätten. Das Gebiet sei einst ein "goldenes Grundstück" gewesen, deshalb liege eine hohe Verantwortung bei den Entscheidungsträgern.

"Der Stadtteil ist für Karlsruhe ein Gewinn"

Bürgermeister Eidenmüller versuchte die Wogen zu glätten. Er zog ein positives Fazit: "Der Stadtteil ist für Karlsruhe ein Gewinn!" Es gebe zwar Probleme, aber davon solle man sich nicht leiten lassen. Dass zum Teil massiv gebaut werde sei zwar korrekt, aber man müsse nun einmal damit leben, dass Städte dicht gebaut werden. Um das Viertel optimal zu gestalten, habe man außerdem vor einiger Zeit einen Gestaltungsbeirat gegründet. Dieser bestehe aus Architekten, die unabhängig von den großen Investorengesellschaften den Bau kontrollieren.

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