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Karlsruhe CDU zu Wohnungseinbrüchen in Karlsruhe: "Die Statistik ist katastrophal!"

Besorgt reagierten im Rahmen einer Ortsvorsitzendenkonferenz in Karlsdorf-Neuthard die CDU-Ortsverbände des Landkreises Karlsruhe auf die in der vergangenen Woche von Bundesinnenminister de Maizière präsentierte polizeiliche Kriminalstatistik. Während bundesweit die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche von um etwa drei Prozent zugenommen hat, so ist die Zahl in Baden-Württemberg um ungefähr 30 Prozent angestiegen.

"Diese Zahlen kommen einem sicherheitspolitischen Offenbarungseid gleich - vor allem, wenn man bedenkt, dass die Aufklärungsquote seit dem Regierungswechsel 2011 um ein Drittel regelrecht eingesackt ist", zeigt sich der CDU-Kreisvorsitzende Daniel Caspary erschüttert, angesichts dieses Trends.

Caspary: "Sicherheit ist eine ureigene Aufgabe des Staates"

In Sachen Kriminalstatistik sei Baden-Württemberg stets ein Vorbild gewesen und niedrige Verbrechensraten und Top-Aufklärungsquoten hätten immer zu den Aushängeschildern des einstigen Musterlandes gehört, ergänzt Caspary seine Analyse über die "dramatische Entwicklung in die falsche Richtung".

"Damit setzt sich der Negativtrend nach dem Regierungswechsel fort, den die Bürger seit drei Jahren durch eine stark reduzierte Polizeipräsenz wegen fehlender Spritgelder und fehlendem Personal vor Ort bemerken", meint auch CDU-Pressesprecher Ansgar Mayr und verweist darauf, dass das Land in diesem Zusammenhang gut beraten wäre die Abschaffung des Freiwilligen Polizeidienstes umgehend rückgängig zu machen. Dieser Freiwillige Polizeidienst sei ein Erfolgsmodell und durch die Abschaffung wird und wurde keine einzige neue Polizeistelle geschaffen.

Die Aufgaben für die Polizei seien allerdings nicht weniger geworden. Für Caspary stellen Einbrüche, die grundsätzlich jeden treffen könnten, für die Betroffenen eine besondere Extremsituation dar: "Dabei wird in den persönlichen Bereich eingedrungen und da wundert es mich nicht, dass in einigen Kommunen und Wohnquartieren privat finanzierte Sicherheitsdienste beauftragt werden, was jedoch zu einer Zwei-Klassen- Gesellschaft führt, die nicht erstrebenswert ist." Sicherheit ist eine ureigene Aufgabe des Staates, so Caspary abschließend.

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