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Pfinztal CDU Pfinztal: Tempo 30 bringt nix gegen Lärm

Eine ernüchternde Bilanz zur Tempo 30 Zone auf der Bundesstraße B10/293, zieht der Vorsitzende der CDU Pfinztal, Frank Hörter, in einer Pressemitteilung. Ein generelles Tempolimit in Pfinztal- Berghausen auf 30 Stundenkilometer sei nicht zielführend, erschwere in vielen Fällen den Verkehrsfluss und koste vor allem den Pendlern unnötig Zeit, kritisiert Hörter.

"Tempo 30 Zonen finden sich aus gutem Grund vor Kindergärten oder Schulen und sind dort auch für jedermann nachvollziehbar", so Hörter. Bei der Einführung der 30er Zone begründete man den Schritt, dass sich manche Burger durch Straßenverkehrslärm belästigt fühlen. Soweit die gut gemeinte Theorie, doch in der Praxis fragen sich Autofahrer nach Sinn und Unsinn dieser Maßnahme, heißt es weiter.

Denn während die meisten modernen Autos bei 50 Stundenkilometer  leise und spritsparend im fünften Gang gefahren werden könnten, müssten die Fahrer bei Tempo 30 nicht nur in den vierten, sondern meist in den dritten Gang zurückschalten - im ungünstigen Fall sogar in den zweiten. Die Folge laut Hörter: Mehr Lärm, mehr Spritverbrauch.

Nicht nur auf der Hauptschlagader, auch in den kleineren Seitenstraßen habe sich der Verkehrsfluss verändert. "Alle kommen in der Kolonne, dicht hintereinander her. Es entsteht keine Lücke für die, die einfädeln wollen." Besonders morgens zwischen 6 und 8 Uhr und nachmittags ab 14 Uhr stauen sich die Autos und Lkw bis zum Ortseingang zurück. Das Ergebnis: Viele Pfinztaler weichen auf die Seitenstraße aus, oder fahren über Stupferich und belasten damit den Ortsteil Kleinsteinbach. Zurückgegangen ist die Verkehrsbelastung indes nicht. "Gerade beim Schwerlastverkehr gibt es keine Veränderung", so Hörter.

Ein weiteres Argument lautet, dass mit der Drosselung der Geschwindigkeit die Leistungsfähigkeit wichtiger Straßen eingeschränkt werde. Überdies werde die Maßnahme von der Bevölkerung und den Verkehrsteilnehmern aus Sicht Hörers nicht akzeptiert. Zum Lärmschutz empfiehlt Hörter stattdessen bessere Fahrbahnen, Grüne Wellen an Ampeln und leisere Fahrzeuge. Ohnehin sind die Ampelanlagen nicht auf die neue Verkehrssituation abgestimmt.

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Kommentare (3)
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    26.06.2018 15:39 Uhr
    immer noch richtig
    und auch als Anwohner direkt an der b10 kann ich bestätigen, dass die Tempo 30 der größte Mist ist - AUtos sind MÖGLICHERWEISE etwas leiser bei Tempo 30 - dafür sind sie sehr viel länger damit beschäftigt, am Fenster vorbeizujuckeln.
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  • unbekannt
    (3 Beiträge)

    28.09.2012 10:22 Uhr
    herrn hörte kann ich nur wiedersprechen
    ziel muß es sein generell den mif(motorisierten individualverkehr) zu reduzieren und schließendlich so unattraktiv zu machen, dass ganz auf ihn verzichtet wird. eine gute möglichkeit wäre es (siehe prof.knoflacher) das parken im öffentlichen raum zu untersagen oder es nur noch auf sammelplätzen außerhalb der wohnviertel zuzulassen. dies hieße der autofahrer müßte mindestens so weit gehen wie zur nächstgelegenen bus oder straßenbahnhaltestelle. dies ließe ihn überlegen ob er dann nicht sein lärmendes, stinkendes und tötendes auto stehen läßt und aud öffentliche verkehrsmittel umsteigt.
    lärm nimmt proportional zur geschwindigkeit zu, denn ab ca. 30km/h ist fast nur noch das reifengeräusch hörbar. somit wären 20km/h in wohngebieten sinnvoll bei geräuscharmer fahrweise oder motoren.
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  • unbekannt
    (17 Beiträge)

    20.08.2012 08:30 Uhr
    Herrn Hörte rkann ich nur zustimmen
    wenn ich nun aus der Hans-Thoma-Str. ins ICT fahren will muss ich in die Jöhlingerstr. einbiegen...wehe wenn einer vor mir nach Jöhlingen will, da steh ich min. 5 min an der Kreuzungund wenn ich dann in der Gewerbestraße 30 fahre, wird hinter mir gehupt, der Durchgangsverkehr hats eilig,schließlich darf man später auch 50 fahren(schneller als auf der B10/B30) Auf dem Rückweg steh ich bereits beim Italia im Stau, und das obwohl momentan noch kein Verkehr ist wegen der Ferienzeit.
    Schlimmer noch finde ich die Situation am Vogelpark. Bisher war 30 was auch meist eingehalten wurde, jetzt wird es zur Raserstrecke sowohl von den ICT-lern die heim wollen als auch von denen, die nun in umgekehrter Fahrtrichtung fahren dürfen. Dort sollten unbedingt Schwellen hin bevor ein Kind unter die Räder kommt.
    Ausserdem sollte das Parken der Lastwagen oder Wohnwagen eingedämmt werden wenn die Str. in beide Richtungen befahrbar ist. Der Verkehrsfluss in Berghausen ist ein Horror
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