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Karlsruhe Bündnis protestiert in Karlsruhe gegen Sammelheime für Asylbewerber

Die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Karlsruhe ist überfüllt. Weil das Regierungspräsidium deshalb Unterkünfte in vielen Stadtteilen der Fächerstadt angemietet hat, sind nicht nur Anwohner verärgert - auch Politik und Hilfsorganisationen beklagen die "unhaltbaren Zustände" in den Unterbringungen. Zum "Tag des Flüchtlings" hat nun ein Bündnis dem RP eine Liste mit Forderungen überreicht: Abschiebungen vom Baden-Airpark sollen gestoppt und die Situation der Flüchtlinge in Karlsruhe verbessert werden. Unter anderem sollen die Sammelunterkünfte aufgelöst werden.

Neben der Abschaffung der Sammelheime möchte das "Bündnis gegen Abschiebungen" die Abschiebung von Asylbewerbern stoppen, fordert die Aufhebung der Residenzpflicht und Bargeld für die Asylbewerber anstatt Essenspakete und Gutscheine.

Kommission für bessere Situation in Heimen

"Die Forderungen kommen von den Asylbewerbern selbst", stellt Walter Schlecht von der Aktion Bleiberecht klar. Zudem soll es nach Wunsch des Bündnisses eine gemeinsame Kommission geben, die Vorschläge für eine bessere Situation in den Flüchtlingsheimen erarbeiten soll. Die Kommission soll aus Mitarbeitern des Regierungspräsidiums (RP), der Initiativen und aus Asylbewerbern selbst bestehen.

Unter dem Motto "Flucht ist kein Verbrechen" hat eine 15-köpfige Delegation die mit den Asylbewerbern zusammen erarbeiteten Punkte nun dem Regierungspräsidium vorgeschlagen. "Das Regierungspräsidium Karlsruhe spielt seit über 20 Jahren eine zentrale Rolle bei den Abschiebungen. Deswegen haben wir uns an diese Stelle gewandt."

Auch wenn die "wichtige verwaltungspolitische Instanz" schnell deutlich gemacht habe, dass sie in dieser Sache der falsche Ansprechpartner sei und nur einen gewissen Ermessensspielraum habe, sollen die Forderungen an die Landesregierung weitergegeben werden. "Es wurde schnell klar, dass das Regierungspräsidium nichts ändern kann. Dennoch war es uns wichtig, unsere Forderungen vorzutragen", so Schlecht weiter.

Protestaktionen auch am Flughafen Karlsruhe-Baden/Baden

"Menschliche Bedingungen müssen gewährleistet werden, im Sinne der Flüchtlinge", erklärt Wolfram Treiber von Grenzenlos. "Die Asylbewerber sollen gleiche Rechte wie alle haben. Zugang zu Bildung, Integration und sozialer Kontakt sollten selbstverständlich sein", betont er. Damit könnten solche Problemlagen wie in Karlsruhe verhindert oder verbessert werden. "Die aktuelle Lage in Karlsruhe resultiert aus der Politik der 1980er Jahre. Zur Abschreckung der Bewerber wurden die Hilfsmittel schlechter, Einzelunterbringung wurde abgeschafft." Überfüllte Unterkünfte mit mehreren hundert Flüchtlingen führten nun zu Problemen.

Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. September, protestiert das Bündnis am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gegen die Abschiebeflüge. Von dort finden nach Informationen des Bündnisses gegen Abschiebung seit Jahren Abschiebeflüge statt. Neben Informationen werde es eine Ausstellung, eine Kundgebung und Workshops geben, so die Veranstalter.

Siehe auch:

Asylbewerber in Karlsruhe: OB Fenrich beklagt mangelnde Abstimmung mit der Stadt

Karlsruher klagen über Lärm: Flüchtlinge werden zum Stein des Anstoßes

Karlsruher CDU: "Unterbringung der Asylbewerber ist menschenunwürdig"

Viele Asylbewerber: Flüchtlingsaufnahmestelle in Karlsruhe überfüllt

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  •   InKa
    (838 Beiträge)

    29.09.2012 10:39 Uhr
    Das
    solte der eigentlich Sinn des Asyls sein ! Ist aber im Moment so,der überwiegende Teil des Zustroms sind Wirtschaftsflüchtlinge !
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  •   InKa
    (838 Beiträge)

    29.09.2012 11:40 Uhr
    auf eine Anfrage
    kam diese Antwort aus dem Regierungspräsidium . zusammenfassung
    Laut Aussage von Herrn Schaub, der ist der Zuständige für das ganze Thema, haben wir aktuell einen täglichen Zulauf von 50 bis 150 Asylbewerbern. Einige davon kommen nur wegen dem Geld und stellen einen Asylantrag und hoffen das Beste
    - Das Haus ist eine Erstanlaufstelle. Sprich: Die Bewohner kommen direkt aus ihren Heimatländern und werden da zwischengeparkt bis sie verteilt werden können
    - Nahezu alle Bewohner sind Sinti und Roma
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  •   InKa
    (838 Beiträge)

    29.09.2012 17:09 Uhr
    Kurzfassungen
    sind nicht immer das Beste...es kommt manches verkehrt rüber,ist der Text zu lang,wird er nicht gelesen.
    Ich sehe täglich "Flüchtlinge" den Park bevölkernd,mit Handy und Laptop.
    So stelle ich mir Hilfesuchenende eigentlich nicht vor,vorallem dann nicht,wenn hier in Statements zu lesen waren,den Kinder fehle es an Kleidung und Schulmaterial
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    29.09.2012 15:48 Uhr
    Wegen des Geldes
    Nein, mit glaube um die 300 Euro und ein altes Loch im Industriegebiet lockt man niemanden hinterm Ofen vor. Eher dürfte sich herumgesprochen haben, daß man, einmal Deutschen Boden betreten, kaum noch eine Abschiebung zu fürchten braucht. Da man in Deutschland, außer den knapp 300 Euro noch anders an Geld kommen kann (von Schwarzarbeit über Diebstahl bis Hehlerei) und es ohnehin geduldet wird, kann man hier nach ein paar Jahren ein super Leben führen. Und wenn sich dann der Staat doch mal durchringt, ein paar Kriminelle abzuschieben, wird vor Sammelheimen protestiert. Soll doch jeder von den Demonstranten eine Familie bei sich aufnehmen. Dann können sie von mir aus bleiben.
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  • unbekannt
    (622 Beiträge)

    29.09.2012 12:47 Uhr
    Sie meint sicherlich
    "....ist aber im Moment so,der überwiegende Teil des Zustroms sind Wirtschaftsflüchtlinge ! "
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  • unbekannt
    (622 Beiträge)

    29.09.2012 12:47 Uhr
    Ach ja,
    @FrauDoktor
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  • unbekannt
    (622 Beiträge)

    29.09.2012 12:55 Uhr
    Sorry,
    @InKa, Knick in der Optik zwinkern
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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    29.09.2012 12:09 Uhr
    .
    Sinti und Roma?? Wo sind die denn politisch aktiv, dass sie politisch verfolgt sind?
    Außerdem nimmt Indien die doch sicher wieder auf...
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  • unbekannt
    (5089 Beiträge)

    29.09.2012 12:27 Uhr
    Die sind
    "polizistisch" aktiv. Sie werden von der Polizei verfolgt. zwinkern
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    29.09.2012 09:12 Uhr
    Da
    dieses seltsame Bündnis keine nachhaltige Lösung aus dem Ärmel zaubern kann, lehne ich deren Anliegen ab. Romantiker und Tagträumer sind das.

    Es wäre interessant, ob sie bereit wären, sich von ihren Ideologiegenossen die mühsam erarbeitete Altersvorsorge wegnehmen zu lassen, damit sich afghanische Flüchtlinge an ihre Töchter ranmachen. (Tatsache!)
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