Karlsruhe Breuninger-Umbau fraglich

Wird das Breuninger-Gebäude umgebaut? (Foto: ka-news)
Der Umbau des alten Breuninger-Gebäudes am Europaplatz (ka-news berichtete) sollte nach Planung des amerikanischen Investors Oaktree eigentlich Anfang des kommenden Jahres beginnen. Doch jetzt liegt das Projekt auf Eis, wie die BNN berichten. Schuld daran sei die Immobilienkrise in den USA. Während Oaktree auf Anfrage von ka-news keinen Kommentar abgeben möchte, zeigt sich Karlsruhes Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen deutlich mitteilsamer.

Der Umbau des alten Breuninger/Schneider-Gebäudes sollte eigentlich bis Mitte 2009 abgeschlossen sein. Dann wollte der US-Investor hinter einer neuen Fassade, entworfen von dem Karlsruher Architekturbüro FKS Generalplaner, ein Kaufhaus vom Keller bis in den zweiten Stock und darüber Büros eröffnen. Jetzt sieht die Sache aber anders aus: "Uns ist bekannt, dass der Investor einen neuen Käufer sucht", erklärt Mergen gegenüber den BNN. Sie kenne zudem "einige Bewerber", manche habe sie sogar selbst zu Oaktree geschickt. Es sei "wichtig, dass eine neue Entwicklung angestoßen wird", so die Bürgermeisterin: "Wir sind guter Hoffnung, dass sich bald eine befriedigende Lösung ergibt."

Immobilie am Europaplatz "zu teuer"

Die Hamburger Firma Newport zählte ursprünglich zu den Bewerbern, verlor aber mittlerweile das Interesse. Sie hat sich bereits am Marktplatz eingekauft und plant, dort anstelle des Volksbankgebäudes ein neues Kauf- und Bürohaus zu errichten. Doch bereits nach den ersten Gesprächen rückte Newport von dem Breuninger-Gebäude ab: die Immobilie am Europaplatz sei zu teuer.

So sollte das Breuninger-Haus ursprünglich bis Mitte 2009 aussehen (Foto: pr)

Dass Oaktree den Preis senken muss, das sehen auch andere Insider so, berichten die BNN. Die Stadt Karlsruhe kann dabei nur bedingt Einfluss auf das Geschehen nehmen. Sascha Binoth vom Stadtmarketing hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass das Breuninger-Gebäude im neuen Jahr leer stehen wird. Ein dort als Zwischennutzer eingezogenes Outlet-Geschäft habe zwar seine Schließung zum Jahresende angekündigt, aber es könne durchaus sein, dass es danach wieder unter einem anderen Namen öffnet, erklärt Binoth. Von dem Kaufhaus im Kellergeschoss sei zudem nicht bekannt, dass es seine Pforte schließen will.

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