Karlsruhe Bleibt die "Ex-Steffi"?

Die "Ex-Steffi steht vor der Räumung (Foto: ka-news)
Am 27. Juli findet der erste Prozesstermin der von der Stadtverwaltung Karlsruhe gegen den Verein "Selbstbestimmtes Leben" und somit gegen die "Ex-Steffi" eingeklagten Räumungsklage (ka-news berichtete) vor dem Landgericht Karlsruhe statt. Dieser Termin wird vom Gericht als "Verhandlung zur Güte" bezeichnet, was heißt, dass sich die Streitenden aufeinander zu bewegen sollen, um einen gemeinsamen Kompromiss zu finden.

Am 18. Februar teilte die "Ex-Steffi" durch ihren Anwalt der Stadtverwaltung und dem Gericht mit, dass im Falle des Auftauchens eines Investors mit vollzugsreifem Bebauungsplan, das Haus verlassen werde. Bis dahin möchten die Bewohner des Gebäudes an der Nutzung des Hauses festhalten, da für sie die Notwendigkeit eines Abrisses ohne Investor nicht gegeben sei. Daraufhin erwiderte die Stadtverwaltung Karlsruhe, dass solch eine Regelung nicht möglich sei.

Der Verein kritisiert diesen Entschluss, da mit der Künstlergemeinschaft hinter dem Hauptbahnhof, die sich auf dem selben Gelände wie das Haus der "Ex-Steffi" befindet, eine solche Regelung bereits getroffen werden konnte. Die Stadt begründet dies damit, das die Kultur, wie sie in dem besetzten Haus stattfinde, nicht vermarktbar sei. Sympathisanten der "Ex-Steffi" sehen in dieser Haltung einen Widerspruch dazu, das Karlsruhe "Kulturhauptstadt 2010" werden möchte.

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