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Karlsruhe Bienensterben in Karlsruhe: "Tiere wurden vergiftet"

Nach Informationen der Grünen Landtagsabgeordneten Gisela Splett und Renate Rastätter sollen Karlsruher Imker in den letzten Tagen massenhaft tote Bienen in ihren Stöcken gefunden haben. Eindeutig sei, dass die Tiere vergiftet wurden.

So seien nach dem Bienensterben von 2008 nun erneut große Schäden bei Honigbienen in Baden-Württemberg zu beklagen. Neu sei, dass diesmal auch Imker in Karlsruhe betroffen sind. Nach den Schilderungen der Betroffenen handele es sich eindeutig um Vergiftungen; die Varroa-Milbe tauge aber diesmal nicht als Sündenbock, wie die Politikerinnen heraus gefunden haben.

"Wir fordern in einem Antrag die Landesregierung auf, die Ursachen für die Bienenschäden schnellstmöglich zu klären und Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftiges Bienensterben zu vermeiden", so Splett und Rastätter. Derzeit könne man über die genauen Ursachen nur Vermutungen anstellen.

Für die beiden Landespolitikerinnen stehen Pestizide aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide im Verdacht. Es sei klar, so Splett und Rastätter, dass die Auswirkungen dieses Wirkstoffs auf Bienen im Rahmen der Pestizidzulassung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Deshalb sei kaum nachvollziehbar, warum das hochgiftige Mittel für Rapssaatbehandlung immer noch zugelassen ist.

"Wir fordern, dass endlich Konsequenzen aus den Erkenntnissen gezogen werden. Der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft muss reduziert werden. Nur so können Bienenvergiftungen zukünftig ausgeschlossen und die biologische Vielfalt erhalten werden", so die Forderung der Grünen.

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Kommentare (14)
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  •   dibecker
    (569 Beiträge)

    24.05.2010 19:35 Uhr
    Die Menschen
    sind leider zu ignorant, um zu erkennen, dass alles ein Kreislauf ist und auch die Gifte irgendwann sie selbst einholen. Da habe ich dann auch kein Mitleid mehr- jedem wie er sich's macht.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    23.05.2010 16:35 Uhr
    Bewußt vergiftet?
    Könnte es sein daß Imker aus anderen Regionen bewußt unseren Imkern schaden wollen, um die eigene Konkurrenz auszuschalten?

    In der heutigen Zeit würde mich nichts mehr wundern...
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  •   cheddow
    (254 Beiträge)

    23.05.2010 18:25 Uhr
    ich unterstelle...
    da mal mangelndes Wachwissen auf diesen Kommentar. Die politische Agrarpolitik mit Ihren Umweltgiften und Genmanipulationen wirkt sich als erstes auf das Naturprodukt Honig aus.. aber Hauptsache wissentschaftlicher Frotschritt. Ihr werdet schon sehen wohin das noch alles führt.
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  •   robur
    (347 Beiträge)

    23.05.2010 11:30 Uhr
    Grüne ud Bienensterben
    Wenn Bienen wählen könnten!
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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    23.05.2010 09:17 Uhr
    Es geht doch hier nicht um
    "biologische Vielfalt".
    Bienensterben ist ein massives ökologisches und wirtschaftliches Problem, weil keine ausreichende Bestäubung mehr stattfindet. Ohne Bienen gibts z.B. kein Obst.
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  •   Smartraver
    (7572 Beiträge)

    23.05.2010 10:07 Uhr
    Nanana
    Nur keine Schwarzmalerei. KEINE ist mit Sicherheit das falsche Wort. Viele Blüten werden auch durch den Wind, den Regen uns sonstige Einflüsse bestäubt.
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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    23.05.2010 13:55 Uhr
    Alle blühenden Bäume werden durch Insekten bestäubt (Windbestäuber brauchen keine Blüten, um Insekten anzulocken). Schon alleine alle Rosengewächse werden durch Insekten bestäubt (Apfel, Birne, Kirche, Quitte, Plaume, Zwetschge, Pfirsich, Hibiscus, etc.) und diese machen den Großteil der Obstproduktion aus. Und Bienen bilden in der Tat die Workforce der Blütenbestäubung. Bienensterben ist ob seiner vielerlei Auswirkungen eine echte Katastrophe.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.05.2010 10:04 Uhr
    Hibiskus
    bestimmt nicht. Die blühen nur und tragen keine Früchte.
    Hibiskus blühen bei mir ganzjährig auch auf der Fensterbank und in meiner Wohnung hat's bestimmt keine Bienen oder dergl.
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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    24.05.2010 12:57 Uhr
    Klar
    dass es ohne Bienen oder andere Insekten keine Früchte gibt.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    23.05.2010 16:34 Uhr
    Ja...
    Wobei es auch noch andere Insekten gibt wie z.B. Wespen, Fliegen etc.

    Dennoch ist es ein großer Verlust für die Artenvielfalt.
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