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Karlsruhe Beteiligungsportal für Bürger seit einem halben Jahr online: Stadt zieht positive Zwischenbilanz

Vor einem halben Jahr brachte die Stadt Karlsruhe ein zentrales Bürgerbeteiligungsportal unter dem Motto "Mitmischen", auf den Weg. Immer und überall sollten interessierte Karlsruher Bürger durch das Portal die Möglichkeit bekommen, sich über ausgewählte städtische Vorhaben zu informieren und mit anderen Nutzern über diese zu diskutieren. Ein erstes Fazit der Stadt fällt durchaus positiv aus, vor allem der Oberbürgermeister ist eine gefragter Ansprechpartner.

"Nach einem halben Jahr können wir festhalten, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger viele Gedanken zu einzelnen Projekten machen und sich kritisch, aber auch sehr konstruktiv mit ihnen auseinandersetzen", so Bürgermeister Albert Käuflein, in dessen Dezernat der Bereich Bürgerbeteiligung fällt. Er sei über die "wertvollen Perspektiven und Informationen für die Verwaltungsarbeit", die durch die Beiträge aus der Bürgerschaft eingegangen seien dankbar.

Über 400 registrierte Nutzer konnten sich bisher in verschiedene Beteiligungsverfahren einbringen. Neben den "Mitmischen"-Angeboten im Netz kündigt das Portal auch alle Vor-Ort-Termine der Stadt Karlsruhe zur Bürgerbeteiligung an.

Oberbürgermeister Mentrup ein gefragter Ansprechpartner 

Wie die Stadt in einer Pressemitteilung zur ersten Bilanz des Beteiligungsportals schreibt, nutzten die Bürger rege die Gelegenheit, sich in der Rubrik "Sie fragen - der OB antwortet" mit ihren Anliegen direkt an das Stadtoberhaupt zu wenden. Insbesondere zu den Themen Naturschutz, Verkehrsplanung und Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) sowie der Wohnsituation in Karlsruhe holten sich Nutzer Auskunft bei Mentrup ein.

"Die an mich gerichteten Fragen verdeutlichen, dass die Bürgerinnen und Bürger den aktuellen politischen Diskurs verfolgen und sich für das Leben in unserer Stadt interessieren.", stellt OB Mentrup zufrieden fest.  Das Beteiligungsportal bietet aus seiner Sicht eine gute öffentliche Plattform dafür.  Das Stadtoberhaupt ist gespannt darauf, "welche weiteren Fragen mir in Zukunft gestellt werden."

Bürgerbeteiligungsportal Karlsruhe
Im April präsentierten Bürgermeister Albert Käuflein (links) und Projektkoordinator Jens Jägle im Rathaus die neue Beteiligungsplattform. | Bild: Lukas Hiegle

Leitprojekt des Korridorthemas Moderne Verwaltung

Derzeit die Bürger auf dem Beteiligungsportal die Möglichkeit, eigene Anregungen zur Innenstadt zu äußern. Im Zuge des von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachtens zur 'Zukunftsfähigkeit der Karlsruher City als Einzelhandelsstandort' geht es vor allem um Stadtgestaltung, Aufenthalts- und Erlebnisqualität sowie Marketing- und Eventmaßnahmen.

Mehr zum Thema:

Das Online-Beteiligungsportal: www.karlsruhe.de/beteiligung

Startschuss für mehr Bürgerbeteiligung: Karlsruhe bringt Online-Portal an den Start

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Kommentare (7)
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  •   IchKA
    (593 Beiträge)

    19.10.2018 12:35 Uhr
    Nur 400 Leute in 6 Monaten ?
    Das wird hier mittels eines dauerlächelndem Käuflein als Erfolgsgeschichte verkauft. Das Leitprojekt des "Hausflurthemas", (Korridor, was für eine geschraubte absurde Wortschöpfung) ist angesichts der politikbewegten Einwohnerzahl als Flop zu bezeichnen und erscheint eher als Verwaltungskosmetik und Meinungshomöopathie, ausgeheckt von Kommunikationsexperten und Beratern. So versucht man das eben heutzutage. Was aus Bürgerarbeitsgruppen und sonstigen Bürgerbeteiligungen geworden ist, ist hinreichend bekannt., nämlich wenig bis überhaupt nichts. Ebenso wird bei wichtigen Themen wie Stadtentwicklung, Klimaplanung etc. nach wie vor durchregiert meist entgegen dem Willen der Bürgerschaft.
    Es ist sicherlich nicht davon auszugehen das ein OB Zeit und Lust hat in der Regel persönlich zu antworten. Das wird von Mitarbeitern übernommen, die auf den Tenor des Chefs eingearbeitet sind.
    Eine Farce und keine wirkliche Bürgerbeteiligung, geschweige denn Bürgerabstimmung nach Schweizer Vorbild
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  •   karlsruher1955
    (1086 Beiträge)

    19.10.2018 13:43 Uhr
    So ist es
    Der Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Sehr gut. Vor allem weil der Herr OB neben seinen unzähligen Nebenbeschaeftigungen hierfür noch Lust und Zeit hätte.
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  •   IchKA
    (593 Beiträge)

    19.10.2018 08:42 Uhr
    Nur 400 Leute in 6 Monaten ?
    Das wird hier mittels eines dauerlächelndem Käuflein als Erfolgsgeschichte verkauft. Das Leitprojekt des "Hausflurthemas", (Korridor, was für eine geschraubte absurde Wortschöpfung) ist angesichts der politikbewegten Einwohnerzahl als Flop zu bezeichnen und erscheint eher als Verwaltungskosmetik und Meinungshomöopathie, ausgeheckt von Kommunikationsexperten und Beratern. So versucht man das eben heutzutage. Was aus Bürgerarbeitsgruppen und sonstigen Bürgerbeteiligungen geworden ist, ist hinreichend bekannt., nämlich wenig bis überhaupt nichts. Ebenso wird bei wichtigen Themen wie Stadtentwicklung, Klimaplanung etc. nach wie vor durchregiert meist entgegen dem Willen der Bürgerschaft.
    Es ist sicherlich nicht davon auszugehen das ein OB Zeit und Lust hat in der Regel persönlich zu antworten. Das wird von Mitarbeitern übernommen, die auf den Tenor des Chefs eingearbeitet sind.
    Eine Farce und keine wirkliche Bürgerbeteiligung, geschweige denn Bürgerabstimmung nach Schweizer Vorbild
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  •   Prof.Baerlapp
    (586 Beiträge)

    19.10.2018 10:53 Uhr
    Natürlich
    antwortet ein OB nicht persönlich, dazu hat er ja Mitarbeiter. Sonst müsste bei ihm der Tag wahrscheinlich 72 Stunden haben.

    Viel interessanter ist doch, ob man auf die Probleme oder Anregungen von Bürgern wirklich eingeht oder sie nur mit Worthülsen abgespeist werden. Ich habe zwar noch nie das Beteiligungsportal genutzt, jedoch durchaus schon diverse Anliegen bei der Stadt vorgebracht. Manches kommt an, andere Themen dagegen werden abgeblockt und die Bürger mit dem Problem letztlich allein gelassen.
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  •   karlsruher1955
    (1086 Beiträge)

    19.10.2018 15:49 Uhr
    Sie mal einer an
    Wenn ich mich, egal wie auch immer, an eine namentlich bestimmte Person wende erwarte ich von dieser auch eine Antwort.
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  •   mixe
    (1160 Beiträge)

    19.10.2018 07:09 Uhr
    das ist keine beteiligung,
    auf dieser plattform werden nur die typischen worthülsen der verwaltung verbreitet. in meinen augen ist die verwaltung an allem interessiert nur nicht an einer wirklichen beteiligung von uns bürgern. augenwischerei und beschi........
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  •   dipfele
    (4908 Beiträge)

    19.10.2018 20:40 Uhr
    Selbstverständlich ist der OB samt Verwaltung...
    …. an einer Beteiligung der Bürger interessiert ! Nur die Inhalte müssen im Sinne der Veraltung und des OB s sein. Ich könnte mir vorstellen, dass die Gleise in der Kaiserstrasse bleiben und die Platanen nicht abgeholzt werden, nicht im Sinne dieses Bürgerbeteiligungsportales sind.
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