Karlsruhe BG feuert Trainer Sauer

Zwei Männer, ein Ziel: Horst Schmitz (l.) und Matthias Dischler (Foto: ka-news)
Es hatte sich bereits angedeutet, seit heute Mittag 15.15 Uhr ist es amtlich. Uwe Sauer ist nicht mehr Trainer des Basketball-Bundesligisten BG Karlsruhe.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, da wir nicht mehr daran geglaubt haben, dass Uwe die Sache wieder ins Lot bringen kann", so Geschäftsführer Matthias Dischler in einer eigens einberufenen Pressekonferenz. "Ins Grübeln brachte die Verantwortlichen der BG vor allem die Frage nach dem Wie der Niederlagen", so der Anwalt weiter. Diese ist mehr als berechtigt, denn wer die Auftritte gegen Braunschweig, Bamberg und Quakenbrück verfolgt hat, musste erkennen, dass der ehemalige Nationalspieler nicht mehr den Draht zu den Spielern zu haben schien und die Kontrolle über die Führung der Mannschaft augenscheinlich verloren hatte.

Schmitz will an Disziplin und Arbeitseinstellung appellieren

Dischler dankte Sauer für "sehr viele schöne Stunden", die er der BG und seinen Anhängern in den vergangenen eineinhalb Jahren beschert hat und betonte, dass er dem Geschassten nicht die Alleinschuld geben will: "Nun steht die Mannschaft in der Pflicht und hat kein Alibi mehr. Wir sind in einer kritischen Situation, aber wir werden uns die nötige Zeit lassen, den richtigen Nachfolger zu finden und werden den Markt genau sondieren." Bis es soweit ist, betreut der bisherige Assistenztrainer Horst Schmitz das Team.

Uwe Sauer fand keinen Draht mehr zu den Spielern (Foto: ka-news)
Dass er das kann, hat er bereits in der abgelaufenen Spielzeit unter Beweis gestellt, als er nach der Entlassung von Stefan Koch beim Auswärtssieg in Braunschweig für eine Partie auf der Bank saß und diese prompt gewann. "Immerhin habe ich eine 100-prozentige Quote vorzuweisen und bin damit bester Trainer der BBL", witzelte Schmitz. An die Disziplin und Arbeitseinstellung der Spieler wolle er appellieren und dafür sorgen, dass das Leistungsniveau schnellstmöglich erreicht wird. Als Zeitrahmen nannte er diesbezüglich drei bis vier Spiele.

Die finanziellen Mittel für große Sprünge fehlen

Sollte der in Bad Bergzabern lebende Alt-Internationale seine Sache gut machen, so könnte Dischler sich durchaus vorstellen, Schmitz längerfristig als Head-Coach an den Verein zu binden. Der Pfälzer wäre auf alle Fälle die günstigste Alternative. Denn wenn die BG derzeit eines nicht hat, dann sind das die finanziellen Mittel für große Sprünge. "Wenn wir einen neuen Trainer verpflichten, dann muss dieser zwei Voraussetzungen mitbringen: Das ist neben der Begeisterung für Karlsruhe das nötige Fingerspitzengefühl, mit den Spielern umgehen zu können."

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