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Karlsruhe Ausgewählter Ort 2012: KIT bekommt Preis für intelligentes Smart Home

Das Energy Smart Home Lab des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist durch die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" als "Ausgewählter Ort 2012" ausgezeichnet worden. Die Initiative prämiert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank jährlich 365 herausragende Projekte und Ideen, die einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten.

Von außen sieht es aus wie mehrere gewöhnliche Baustellencontainer, doch hier trügt der Schein. Das Energy Smart Home Lab, das auf dem Campus Süd des KIT steht, ist augenscheinlich eine moderne Wohnung, in der sich jede Menge Hightech versteckt. Entwickelt im Rahmen des Projekts MeRegioMobil demonstriert es die Möglichkeiten, Wohnen, Verkehr und Energie so zu kombinieren, das eine bestmögliche Nutzung erneuerbarer Energiequellen gewährleistet wird und zudem der Wohnkomfort noch gesteigert werden kann.

Wichtiges Projekt im Hinblick auf die Energiewende

"Der Bewohner wird nicht von der Technik bevormundet, aber er bekommt Vorschläge für ein effizientes Energiemanagement", erläuterte Projektsprecher Hartmut Schmeck bei der Begrüßung am Freitag zur Preisverleihung am KIT. "In diesem Projekt fließen Tradition und Zukunft ders KIT zusammen", betonte Chief Science and Information Officer des KIT, Wilfried Juling.

Für das Projekt arbeite man fakultäts- und fachübergreifend, um die Integration nachhaltiger Energien in das Energienetz voranzutreiben. Das Energy Smart Home Lab solle helfen die Energiewende zu schaffen. Bisher sei es durch das Projekt bereits gelungen das Thema Energie "aus der verstaubten Ecke heraus zu holen", so Dirk Rosenstock vom Kooperationspartner EnBW. "Die Auszeichnung ist ein Ansporn, von der Forschungsebene auf den Markt über zu gehen", so Rosenstock weiter.

Die Initiative "Ausgewählter Ort" im Land der Ideen gibt es seit sieben Jahren. Seitdem gingen bereits 38 Auszeichnungen nach Karlsruhe. Alleine elf davon an Projekte und Initiativen am KIT.  Die zwölfte Auszeichnung für die Hochschule folge noch in diesem Monat, verkündete Sibel Sagdic von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" bei der Preisübergabe. Die Idee der Initiative geht auf Ex-Bundespräsident Horst Köhler zurück, der meinte, dass Deutschland als Land der Ideen wahrgenommen werden solle. Die Preisträger werden von einer 19-köpfigen Jury gewählt. Für dieses Jahr habe es insgesamt 2000 Bewerbungen für die 365 Auszeichnung gegeben, erläuterte Frank Arlaud von der Deutschen Bank.

Das etwa 60 Quadratmeter große Smart Home ist mit modernster Technik ausgestattet. Alle Haushaltsgeräte sind miteinander vernetzt, die Bewohner haben jederzeit den Einblick in den aktuellen Stromverbrauch. Seinen Strom erzeugt das intelligente Haus über eine Photovoltaikanlage und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst. Daraus wird nicht nur der Strom, sondern auch die produzierte Wärme genutzt. Zusätzlich bindet das Haus Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und -verbraucher in das Energiemanagement ein. Wichtigstes Ziel des Projekts sei es, so Projektsprecher Hartmut Schmeck, dass das Potential der Lastverschiebung, welches es bei erneuerbaren Energien gebe, so effizient wie möglich zu nutzen versuche. Bis ähnliche Technik in normalen Häusern zur Anwendung kommt, dürfte es aber noch eine Weile dauern, machte der Experte abschließend deutlich.

Siehe auch:

Modellprojekt am KIT: Das Wohnen der Zukunft
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Kommentare (1)
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    02.03.2012 22:58 Uhr
    Donnerwetter
    intelligent und zudem noch smart dieses Home. Bekommt man da nicht Komplexxe, wenn die eigenen vier Wände mehr Grips haben als man selbst?
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