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Karlsruhe Anwohner-Initiative "Grüner Campus Karlsruhe": "Schluss mit Heimlichtuerei!"

Anwohner nehmen Stellung gegen die massiven Pläne zur Erweiterung des KIT Campus Süd am Adenauerring. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger aus ganz Karlsruhe unterstützen diese Forderungen. Die Sprecher der Anwohner Jakob Karszt und Günter Ketterer haben nun die Initiative „Grüner Campus Karlsruhe“ gegründet. Dort finden sich alle Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Bauvorhaben des KIT und der Klaus Tschira-Stiftung (KTS).

Aktuell richte sich die Initiative an die Entscheider der Stadt Karlsruhe und an die Landesbehörden. Sie fordert: "Schluss mit der Geheimnistuerei! Karlsruhes Bürger wollen zusammen mit den Gemeinderäten in einen echten Dialog mit den Planern treten und das Bauprojekt hinsichtlich Umweltverträglichkeit, Stadtbild, Nachbarschaftsverträglichkeit und Gewächshäuser des Botanischen Gartens prüfen und für Offenheit hinsichtlich des Inhalts und des Stands des Erbbaupachtvertrags sorgen!"

Weiter fordern sie laut Mitteilung an die Presse nur drei statt fünf Blöcke und gelockerte Bebauung zwischen der ehemaligen Kinderklinik und dem Fasanengarten mit botanischen Gewächshäusern und Bäumen. "Fordert die besten Architekten auf, diese Aspekte sowie die verkehrstechnische Einbindung des Adenauerrings und der umliegenden Straßen zu berücksichtigen!", so die Mitteilung.

Inzwischen hat das KIT bekannt gegeben: Ein Block wird dem KIT von der Klaus Tschira Stiftung (KTS) geschenkt und dient der Forschung und Lehre des KIT. Zwei Blöcke sind nicht für die dringend notwendigen Räumlichkeiten des KIT zu Verfügung, sondern sind von der KTS für „forschungsnahe“ Zwecke zu vermieten.

Ob z.B. IT-Firmen oder wie beim Vorbild Mathematikon in Heidelberg mehrere Lebensmittelhändler und ein Drogeriefilialist zur Nahversorgung einziehen sollen, bleibt offen. Viele Bürger sind der Auffassung, dass im Sondergebiet „Universität, Forschung und Technik“ eine solche Nutzung gar nicht zulässig ist. Ganz abgesehen davon, dass die Massivität der Mathematikon-Bauten ganz und gar nicht in die unmittelbare Nähe des grünen Wohngebiets und des Baumbestands im Hardwaldt passt, heißt es in der Mitteilung.

Seit der Stellungnahme der Anwohner zum Bebauungsplanentwurf vom Januar gehörten zu den Aktivitäten der Initiative u.a. Vor-Ort-Begehungen mit den CDU, SPD und den Grünen, wo die Anliegen und Fragen der Anwohner den Bürgervertretern nahegebracht wurden. Die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer habe inzwischen in zwei Schreiben die Fragen der Landtagsabgeordneten der Grünen und der CDU beantwortet. Darin wird die Nutzung des geschenkten KIT-Gebäudes genau erläutert, aber mit keinem Wort auf die Problematik der sonstigen "forschungsnahen" Nutzung eingegangen, die ja Grund für die Massivität der Bebauung und den Verlust des Botanischen Gartens ist.

Die nächsten Schritte der Initiative sind weitere Gespräche mit den Gemeinderäten, den Planern des KIT und hoffentlich auch mit der KTS. Ende April soll dann eine Bürgerversammlung zum Stand des Bebauungsplans stattfinden. Auf der Website könne man sich als Unterstützer registrieren und Anregungen geben. Personen ohne Internet können sich telefonisch unter 0721 606318.

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Kommentare (8)
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  •   peterkurr
    (139 Beiträge)

    20.03.2016 21:26 Uhr
    Klingt vernünftig
    Ich muss sagen, dass klingt für mich vernünftig was die Initiative fordert. Ich denke wir dürfen durchaus erwarten, dass wir, wenn hier in Karlsruhe und direkt am Wald solche massiven Gebäude gebaut werden informiert werden. Klingt ja schon alles etwas nach Klüngelei.
    Ich werde das unterstützen. Unter der Telefonnummer im Artikel habe ich erfahren, dass man sich unter
    [url=www.gruenercampuska.de]gruenercampuska.de[/url]
    als Unterstützer registrieren kann, irgendwie fehlt die Webseite der Initiative in dem Artikel von KA-news.
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  •   peterkurr
    (139 Beiträge)

    20.03.2016 21:29 Uhr
    Website
    Was habe ich beim Einfügen falsch gemacht???

    Versuche es nochmal:
    [url=gruenercampuska.de]gruenercampuska[/url]

    ansonsten wen es interessiert einfach kopieren:

    gruenercampuska.de
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    20.03.2016 15:02 Uhr
    Ob Cleanpark oder Unigebäude
    irgendeiner regt sich immer auf. Bloß nichts verändern - am besten alles lassen wie es ist !!! Nur so kommen wir weiter....
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  •   patrickkk
    (1089 Beiträge)

    19.03.2016 21:41 Uhr
    Also
    Wurde das KIT doch nur als Grund vorgeschoben?

    Da wurde scheinbar per Kuhhandel ausgehandelt: Das KIT bekommt 1 Gebäude umsonst, dafür der private Investor das Land und die Erlaubnis 4 weitere Würfel hinzusetzen? Und die Nutzung soll dann "KIT nah" sein? Am besten so Vage wie möglich, damit dann hinterher irgendeine Verbindung zu Aldi, Primark oder Kik hergestellt werden kann.

    Und uns Bürgern wird erzählt: Bildung ist gut, deshalb akzeptiert es. Als könnte sich das KIT keine eigenen Gebäude Leisten...

    Und der OB der dahinter steht ist bis es alles fertig ist auf Mission "Baden-Württemberg". Nur kämpft die SPD dann um die 5 Prozent Hürde...
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    21.03.2016 14:54 Uhr
    Einfach mal in HD vorbeischauen
    Karlsruher und speziell KITler schauen bekanntlich sehr ungern über den Tellerrand raus. Hier wäre es aber sehr empfehlenswert, mal an der Uni HD zu schauen, was gerade mit der KTS und ähnlichen privaten Investoren alles für Gebäude gebaut werden konnten. Das Land kann (und möglicherweise) will das nicht selbst stemmen.

    Das im Artikel angesprochene Mathematikon kommt jedenfalls bei den vor kurzem eingezogenen Mathematikern mehr als gut an. Und bei der Bevölkerung durch die Aufwertung der Brache mit in das Mathematikon integrierte Läden ebenfalls. Dazu noch Mietfläche für Firmengründungen,...

    Naja, in KA zerredet man lieber alles. Und daß die Anwohner, die neben der Uni-Sonderzone gebaut haben bzw. wohnen, dagegen motzen ist ja in KA auch nichts neues. An Sonderzonen oder Gewerbegebiete ziehen, weil billig, wenn dann gebaut werden soll, plötzlich von nichts gewusst haben...
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  •   patrickkk
    (1089 Beiträge)

    21.03.2016 18:52 Uhr
    Also
    Die "Uni Sonderzone" samt niedrigerer Miet/Kaufpreise ist Zeugnis einer blühenden Fantasie... schon mal in Karlsruhe eine Wohnung gesucht?

    Eigentlich ist niemand dagegen, dass das Gelände genutzt werden soll. So wie der Vorschlag/Plan momentan aussieht wird sehr viel sehr gutes Land an einen Investor verschenkt. Gleichzeitig wird der breiten Bevölkerung ein Märchen erzählt (Erst werden es 5 Uni Gebäude, dann 4, jetzt 1). Erst sind es "Ausgründungen des KIT", daraus wurden "Forschungsnahe Betriebe" und mittlerweile sind wir bei der Nahversorgung angekommen.

    Das Land kann/will es nicht selbst stemmen? Selbstverständlich wird es das Land selbst stemmen, ob es will oder nicht. Der Investor darf sich Stiftung nennen, trotzdem ist er zum Erhalt des Vermögens verpflichtet... Die investieren doch nicht um dem KIT Geld zu sparen... sondern um ihres zu vermehren. Und dafür wird das KIT Miete zahlen... bis zum Sankt-Nim­mer­leins-Tag.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    19.03.2016 21:38 Uhr
    "Personen ohne Internet können sich telefonisch unter 0721 606318."
    Ei, was können sie sich denn?

    ... grinsen
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  •   Eckfaehnchen
    (1990 Beiträge)

    20.03.2016 07:37 Uhr
    0721 606 318
    müßte, könnte, dürfte die Durchwahl vom OB sein. Damit bekommt man
    die Infos aus erster Hand. Was willsch mehr ??
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  •   dryagedribeye
    (67 Beiträge)

    20.03.2016 05:09 Uhr
    Sich
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