Karlsruhe Annur-Moschee eröffnet

Der Gebetsraum der Moschee. Ganz links die Gebetsnische (Mihrab) und rechts die Kanzel (Minbar) (Foto: pr)
Am gestrigen Mittwoch wurde in der Pfannkuchstraße 7 feierlich die größte Moschee der Fächerstadt, die Annur-Moschee, eingeweiht.

Betrieben wird die Moschee vom Verein für Dialog und Völkerverständigung. Die Finanzierung des Baus erfolgte aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus Spenden der Gemeinde. Das 3.800 Quadratmeter große islamische Gotteshaus bietet etwa tausend Gläubigen Platz. Die meisten Gemeindemitglieder stammen aus arabischen Ländern; viele von ihnen leben aber bereits in zweiter Generation in Deutschland. Die übrigen Gläubigen sind vorwiegend Türken, Indonesier, Nordafrikaner, Pakistaner und zum Islam übergetretene Deutsche.

Gemeinde setzt auf Dialog zwischen den Religionen

Unter den Gästen bei der Eröffnung waren Kulturbürgermeister Ullrich Eidenmüller als Vertreter der Stadt Karlsruhe und der Landtagsabgeordnete Johannes Stober (SPD). Mit dem Empfang für Vertreter aus Politik und Verbänden möchte die Gemeinde deutlich machen, dass das neu eingeweihte islamische Gotteshaus "nicht nur ein Ort des muslimischen Gottesdienstes sein, sondern auch Andersgläubigen offen stehen" solle.

Am 25. Februar lädt die Gemeinde zudem zu einem Tag der Offenen Tür ein. Geschulte ehrenamtliche Helfer werden dabei Schulklassen und anderen Gruppen Moscheeführungen anbieten. Diese Veranstaltung steht in der Tradition des interreligiösen Dialogs, dem sich die Moschee verschrieben hat und den sie auch im Rahmen der Christlich-Islamischen Gesellschaft pflegt. "Mit der Moschee möchten wir einen Beitrag für die Integration der Muslime leisten", erklärt der Vereinsvorsitzende Samir Falah dazu. Aus diesem Grund sollen in Zukunft auch Nachhilfe, Freizeitangebote, Feste, Sprachkurse, Familienberatung und andere Sozial- und Bildungsaktivitäten angeboten werden.

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