Karlsruhe Allgemeine Ablehnung

Gegen ein angeblich in Karlsruhe geplantes NPD-Zentrum (ka-news berichtete) haben sich nun auch der Aktivenrat der Bürger für Karlsruhe (BüKA) und Tom Høyem, FDP/Aufbruch-Stadtrat und Leiter der Europäischen Schule Karlsruhe, ausgesprochen. Die BüKA sehen das Vorhaben der NPD mit Besorgnis, warnen vor dem Hintergrund der "dubiosen Verbreitung des 'NPD-Gerüchts' aber auch vor einem übereiltem Vorgehen seitens der Stadtverwaltung.

Des Weiteren kritisieren die BüKA die Informationspolitik der Stadt. So wird Oberbürgermeister Heinz Fenrich vorgeworfen, erst auf Nachfrage der Medien eine öffentliche Mitteilung gemacht zu haben.

Nichts gelernt

Zudem fordert der BüKA-Aktivenrat die Verantwortlichen in Gemeinderat und Verwaltung auf, "Genaueres zu den Hintergründen in Erfahrung zu bringen und sich mit unsund der Bevölkerung auszutauschen". Die Aktiven der BüKA bekkenn sich zu ihrer demokratischen Verantwortung und kündigen an, alle sozialen und politischen Kräfte in ihrem Kampf gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit unterstützen zu wollen. Gleichzeitig warnen sie aber "vor blinden Aktionismus auf Grund der dubiosen Weise der Verbreitung des 'NPD-Gerüchtes'".

Zu Wort gemeldet hat sich auch FDP/Aufbruch-Stadtrat Tom Høyem. In einem Schreiben an ka-news erklärte er, "voll und ganz Oberbürgermeister Heinz Fenrichs Anstrengungen, diese Zukunfts- und Jugend zerstörende Ideologie von unserer Stadt fern zu halten" zu unterstützen. "Glücklicherweise ist Deutschland heute in der Welt ein hoch respektiertes Land. Besonders in dem Europa, das die Nazi-Ideologie einmal zum Ruin gebracht hat", so Høyem. Er bezeichnete es als "unglaublich, dass eine - glücklicherweise kleine - Gruppe von Leuten" auch im Jahre 2008 nicht aus der Vergangenheit gelernt habe, sondern "naiv oder böswillig versucht, diese mörderische Ideologie wieder zu beleben".

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