Kreis Karlsruhe Absage an Klinik-Holding

Das Städtische Klinikum soll enger mit den Krankenhäusern im Landkreis zusammenarbeiten
(Foto: ka-news)
Im Interesse der Patienten soll die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken im Landkreis Karlsruhe und dem städtischen Klinikum verbessert werden. Darauf einigten sich vergangene Woche Vertreter des Landkreises, der Stadt Karlsruhe und der beteiligten Kliniken bei einem Treffen in Karlsruhe. Eine gemeinsame Holding, wie noch Mitte Juni für die Kliniken in Bretten, Bruchsal und Karlsruhe erwogen (ka-news berichtete), sei aber zunächst nicht geplant.

Landrat Christoph Schnaudigel hatte vor etwa einem Monat darauf hingewiesen, dass sich die Kliniken im Landkreis aufgrund einer schlechten finanziellen Lage neu orientieren müssten. Sein Vorschlag, eine gemeinsame Holding, zu der sich die Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und die Rechbergklinik Bretten künftig als Kliniken des Landkreises Karlsruhe gemeinsam mit den Enzkreis-Kliniken und den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim zusammenschließen, stieß laut Medienberichten jedoch auf Ablehnung in der Fächerstadt (ka-news berichtete).

"Optimale medizinische Versorgung"

Vor allem im medizinischen Bereich und dem Feld des Leistungsaustausches wollten die Kliniken zukünftig aber enger zusammenarbeiten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt und des Landkreises Karlsruhe. Der Bevölkerung solle eine "übergangslose, optimale medizinische Versorgung" geboten werden, so Schnaudigel und Gesundheitsbürgermeister Klaus Stapf. Ein Patient solle Leistungen der Kreiskliniken und des städtischen Klinikums wahrnehmen können, sein Wahlrecht werde hierbei jedoch nicht beschnitten.

Ein größerer Leistungsaustausch ist geplant (Foto: ka-news)
Während der Sommerferien sollen Fachleute weitere Schritte aushandeln. Man überlege laut Pressemitteilung die Kooperation "in sinnvollem und wirtschaftlichem Maße" auch auf die Kliniken der Regionale Kliniken Holding Neckar-Schwarzwald GmbH auszudehnen. Man wird aber voraussichtlich ein wenig auf konkrete Ergebnisse warten müssen, soll das gewünschte Modell doch "den Wünschen aller Beteiligten" gerecht werden sowie "den Patienten zu Gute" kommen.

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