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Karlsruhe/Pforzheim A8-Ausbau: Freie Fahrt für Karlsruher Regierungspräsidium

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Karlsruhe für den Ausbau der A8 im Enztal zwischen den Anschlussstellen Pforzheim Süd und Pforzheim Nord bestätigt. Mit dem heutigen Urteil wurde die Klage eines betroffenen Grundstückseigentümers abgewiesen, so das Regierungspräsidium in einer Pressemeldung.

Die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, deren Behörde die Ausbaupläne im Dezember 2014 genehmigt hatte, ist mit der Entscheidung zufrieden: "Es war richtig, nicht zu zögern und das Projekt trotz des Prozessrisikos mit vollem Einsatz anzugehen. So hat die Prozessdauer von anderthalb Jahren zu keiner Verzögerung geführt, sondern konnte für vorbereitende Arbeiten und die Ausführungsplanung genutzt werden."

Neben der Beseitigung des stau- und unfallträchtigen Nadelöhrs im Enztal geht es vor allem um Lärmschutz für die Anwohner. Ein 32 Millionen Euro teures Bündel aktiver Lärmschutzmaßnahmen soll drastische Verbesserungen für die am stärksten vom Autobahnlärm geplagten Ortsteile bringen.

Lärmschutz für mehr Lebensqualität

Lärmschutzwälle, Lärmschutzwände, Wall-Wand-Kombinationen bis zu 18,5 Meter Höhe, Flüsterasphalt auf der gesamten Baulänge und eine 380 Meter lange Einhausung im Bereich Niefern-Vorort und Pforzheim/Eutingen versprechen spürbar mehr Lebensqualität.

Für den unterlegenen Kläger findet Kressl versöhnliche Worte: "Wer sein Grundstück oder Teile davon für ein öffentliches Projekt zur Verfügung stellen soll, hat das Recht, dieses Projekt gerichtlich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen." 

Die bestehende A8 verläuft heute wie vor 70 Jahren im Wesentlichen angepasst an das bestehende Gelände, woraus sich Steigungen und Gefällstrecken mit bis zu sieben Prozent Neigung ergeben. Lärmschutzbauwerke gibt es nicht.

A8 nicht mehr für die Verkehrsbelastung ausgelegt

Der heutige Ausbauzustand ist nach den einschlägigen Richtlinien für eine Verkehrsbelastung von rund 67.000 Fahrzeug pro Tag geeignet. Die gegenwärtige Verkehrsbelastung beträgt aber bereits über 80.000. Fahrzeuge am Tag.

Der Querschnitt der A8 soll auf sechs Fahrstreifen mit Standstreifen verbreitert werden. Zudem soll die Anschlussstelle Pforzheim-Ost umgebaut werden und die B10 im Knotenpunktbereich vierstreifig ausgebaut. Die Gesamtkosten für rund fünf Kilometer langen Ausbauabschnitt belaufen sich auf etwa 147,3 Millionen Euro. Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland.

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