Stuttgart 80 Prozent Versagerquote

Gute Vorsätze sind zum Scheitern verurteilt. Zumindest ein großer Teil davon. Carolin Lüdemann von der Stuttgarter Coach Academy schätzt, dass 80 Prozent aller Vorsätze nicht eingehalten werden. Was uns alle zusätzlich beschämen sollte: Ein Viertel dieser zum Scheitern verurteilten Vorsätze findet schon binnen der ersten Woche ein jähes Ende. Lüdemann enthüllt den Trick, der zu erfolgreichen Vorsätzen führt: Es ist alles eine Frage des Realismus.

Viele Menschen neigten dazu, sich ein Ziel zu stecken, das unerreichbar hoch ist, ist sich Lüdemann sicher. Ein realistisches Ziel mache die Fortschritte messbar und das bringe wieder zusätzlich Motivation. Außerdem sollte sich jeder fragen, für wen er eigentlich das Ziel gesteckt hat. Für die eigenen Eltern? Den Partner? Oder etwa die Kollegen? Oh je, schlechte Aussichten. Lüdemann gibt derart motivierten Vorsätzen keine Chance. Es sollte schon ein eigener Wunsch sein.

Auch rhetorisch sollten die Vorsätze gewissen Ansprüchen genügen. Positiv formulieren kann motivieren. "Sich gesünder ernähren" ist eine eindeutig positiv belegte Aussage, "nicht mehr so viel essen" eine negativ belegte Wendung. Ersteres erlaubt, gewährt also mehr Rechte, wohingegen die zweite Formulierung verbietet, somit einschränkt. Entsprechend motivierend oder demotivierend sind die Vorsätze. Letztlich auch entscheidend: Die Belohnung, welche man sich selbst gönnt, sollte das Ziel erreicht werden. Diese Belohnung sollte aber nicht erst Ende des Jahres auf den Zielstrebigen warten. Sonst wird es wieder nichts mit dem guten Vorsatz.

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