Karlsruhe 7.000 Hörer in der Stunde

Christian Frietsch: "Wir haben die Zahlen erwartet." (Foto: pr)
Die vor kurzem veröffentlichte Media-Analyse, eine unabhängige Erhebung aller öffentlich-rechtlichen und privaten Radioprogramme, brachte für den Karlsruher Sender Hit 1 unerfreuliche Ergebnisse. Zwar liege im Teilsendegebiet Pforzheim die "Hörerakzeptanz weit vorne", im restlichen Sendegebiet hat Hit 1 jedoch zu kämpfen. In der so genannten Durchschnittsstunde erreicht das Medienunternehmen, das auf der ehemaligen Frequenz der "Welle" sendet, nur noch etwa 7.000 Hörer.

Das ist ein Verlust um mehr als die Hälfte, verglichen mit den Zahlen im März diesen Jahres, in dem noch 16.000 Hörer Hit 1 lauschten. Christian Frietsch, Geschäftsführer des Senders, ist nicht erfreut über dieses Ergebnis, jedoch: "Wir haben es erwartet, schließlich mussten wir vor acht Monaten unseren Namen wechseln. Da ist es doch selbstverständlich, dass wir bei den Hörern noch nicht so präsent sind. Jeder Marketingexperte wird Ihnen sagen, dass eine Namensänderung das Schlimmste ist, was einer Marke passieren kann."

Frietsch: Unfaire Berichterstattung der BNN

Frietsch stellt die Aktualität der Media-Analyse in Frage: "Die Ergebnisse dieser Erhebung sind aufgrund der Methode, wie die Hörer befragt wurden, rund ein Jahr hinter dem aktuellen Stand", urteilt er. Realistische Ergebnisse seien frühestens kommenden März zu erwarten. Aus diesem Grund seien die Daten der Media-Analyse nicht relevant. Immerhin könne der Sender noch eine zweite Statistik vorweisen, die eine weit höhere Hörerakzeptanz bescheinige: "Die Anrufererhebungen der Deutschen Telekom quittiert uns bei einzelnen Telefonaktionen bis zu 22.000 Anrufer an einem Tag." Für Frietsch ist das die weit glaubwürdigere Zahl.

An der Berichterstattung der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) lässt der Geschäftsführer von Hit 1 kein gutes Haar: "In diesem Fall muss man schon von Tendenzberichterstattung sprechen, die da betrieben wird. Sobald der Sender negativ auffällt, schreibt die BNN über uns. Gibt es Positives zu vermelden, fallen wir unter den Tisch oder werden namentlich nicht erwähnt. Es ist eine unfaire Berichterstattung."

Die LfK ist unzufrieden

Bei der Landesanstalt für Kommunikation (LfK), die für die Lizenzvergabe zuständig ist, herrscht getrübte Stimmung ob der Ergebnisse von Hit 1 und so gab sich Frank Scherer, der Sprecher der LfK, entsprechend kurz angebunden: "Wir sind überhaupt nicht zufrieden." Für die zukünftige Vergabe der Lizenzen seien die Ergebnisse jedoch "noch kein Thema."

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