"Mit dem Aufbau des Fahrradmanagements und im Schulterschluss mit unseren engagierten Kommunen als Partner sind wir auf einem Erfolg versprechenden Weg zu mehr Radverkehr im Fahrradland Baden-Württemberg", lobte Gönner. Städte wie Karlsruhe seien ein Beweis dafür, was mit dem entsprechenden Engagement im Radverkehr alles erreicht werden könne. Das Land habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt.

Gönner: "Wir wollen besonders den Radverkehrsanteil im Land verdoppeln, ein noch fahrradfreundlicheres Klima schaffen, die Fahrradinfrastruktur optimieren und die Verkehrssicherheit weiter erhöhen." Diese Ziele habe das Land nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Klimawandels, knapper werdender Treibstoffe und zunehmender Verkehrsprobleme definiert. Wertvolle Arbeit habe dabei der von der Landesregierung im Jahr 2006 einberufene Runde Tisch Radverkehr geleistet.

Fahrradstraße

Operative Aufgaben zur Förderung des Radverkehrs würden vom Fahrradmanager des Landes, der beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr angesiedelt sei und durch die Geschäftsstelle Umweltverbund bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg wahrgenommen. Die neue Internet-Plattform erleichtere zudem den Informationsaustausch zur Radverkehrsförderung.

Gönner: "Attraktive Infrastruktur auf kommunaler Ebene zur Stärkung des Radverkehrs"

Ein wichtiger Bestandteil des Fahrradmanagements sei das Landesbündnis ProRad, das im Mai 2009 als erstes Netzwerk seiner Art in Deutschland gegründet worden sei. Zweite tragende Säule des Fahrradmanagements sei die im Mai 2010 gegründete Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW). Das Land finanziere die Geschäftsstelle der AGFK-BW, die bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg eingerichtet sei, in vollem Umfang. Zusätzlich bezuschusse es diese Projekte anteilig. Insgesamt komme das Land damit in den nächsten Jahren voraussichtlich auf eine Finanzierungsquote von weit über 50 Prozent.

Zur Stärkung des Radverkehrs im Land brauche es aber nicht nur innovative Ideen, sondern auch eine attraktive Infrastruktur auf kommunaler Ebene. "Die Kommunen im Land haben für den Bau von Radwegen schon in den vergangenen Jahren Zuwendungen nach der Verwaltungsvorschrift zum Entflechtungsgesetz - davor nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz - in Höhe von jährlich durchschnittlich rund zehn Millionen Euro erhalten. Entsprechend den Handlungsempfehlungen des Runden Tisches Radverkehr streben wir in diesem Bereich eine Anhebung auf jährlich rund 15 Millionen Euro an", erklärte die Ministerin.