"Die Täter begannen ihre Masche mit einem zunächst harmlosen Chatverlauf am Sonntag. Sie gaben sich als Sohn aus, der eine neue Handynummer habe und Geld benötige. Im guten Glauben, sowie vor dem Hintergrund, dass sich der Sohn der Familie tatsächlich im Ausland aufhielt, überwiesen die Senioren am Montag etwa 3.500 Euro. Bei einer erneuten Geldforderung entstanden bei den Geschädigten Zweifel und der Betrug flog auf", so die Polizei Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Hinweise der Polizei

Laut Polizei werden immer mehr dieser Fälle bekannt. Wie so oft überweisen die Opfer das geforderte Geld im Glauben daran, mit dem eigenen Kind oder Enkel zu kommunizieren. Die Polizei rät daher, bei WhatsApp-Nachrichten von unbekannten Nummern stets misstrauisch zu sein und die vermeintlich neue Nummer nicht direkt zu speichern.

Sprachnachrichten verschicken? Ja, gerne. Sprachnachrichten bekommen? Lieber nicht.
Sprachnachrichten verschicken? Ja, gerne. Sprachnachrichten bekommen? Lieber nicht. Viele Nutzer von Messenger-Diensten wie WhatsApp haben ein ambivalentes Verhältnis zu Voice Messages. | Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Stattdessen sollen Betroffene unter der bekannten "alten" Nummer nachfragen, ob es eine neue Nummer gibt, Ruhe bewahren und sich keinesfalls unter Druck setzen lassen.

Sollte bereits Geld bereits überwiesen worden sein, sollte Kontakt mit der Bank aufgenommen werden und Strafanzeige gestellt werden sowie die Telefonnummer und der Chatverlauf gespeichert werden.