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Karlsruhe 3,5 Jahre Bauzeit und sieben Millionen Euro: Stadtwerke Karlsruhe nehmen Fernwärmenetz in Rheinstetten in Betrieb

Die Stadt Rheinstetten, die Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten (NEG) und die Stadtwerke Karlsruhe nahmen am vergangenen Mittwoch gemeinsam das Rheinstettener Fernwärmenetz in Betrieb. Nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit sind die über vier Kilometer lange Hauptleitung von der Karlsruher Rheinstrandsiedlung über Forchheim bis zur „Neuen Mitte“ in Rheinstetten sowie mehrere davon abzweigende Verteilerleitungen fertig und bringen die Karlsruher Fernwärme über die Gemarkungsgrenze.

"Für uns ist das ein absoluter Zugewinn", freut sich Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp über die gelungene Anbindung. "Mit Fernwärme als emissionsarme Heizenergie machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung Energiewende." Damit zielt er auf die Klimafreundlichkeit der Fernwärme ab. Ihr CO2-Einsparpotenzial ist enorm gegenüber herkömmlichen Heizenergien wie Heizöl oder Erdgas.

"Ausbau der Fernwärme ist das größte Klimaschutz-Projekt unserer Stadt"

Allein durch die Nutzung der Abwärme aus der Mineralölraffinerie Oberrhein (Miro) reduziert sich der CO2-Ausstoß jedes Jahr um über 100.000 Tonnen. "Der Ausbau der Fernwärme ist das größte Klimaschutz-Projekt unserer Stadt", so Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin von Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Gemeinsam für die Energiewende: Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin von Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Karlsruhe, Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (2.v.l.) und die Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe Michael Homann (r.) und Dr. Olaf Heil (l.) nehmen das Fernwärmenetz Rheinstetten in Betrieb.
Gemeinsam für die Energiewende: Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin von Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Karlsruhe, Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (2.v.l.) und die Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe Michael Homann (r.) und Dr. Olaf Heil (l.) nehmen das Fernwärmenetz Rheinstetten in Betrieb. | Bild: Uli Deck, ARTIS-Photographie

"Umso mehr freue ich mich, dass sie nun die Gemarkungsgrenze überschreitet und wir gemeinsam auf regionaler Ebene die Wärmewende voranbringen. Ein wichtiges, zukunftsweisendes Vorhaben, das unsere gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit unterstreicht", so Luczak-Schwarz weiter.

3,5 Jahre Bauzeit - Sieben Millionen Euro an Kosten

Nach dem Spatenstich Mitte  2018 und rund dreieinhalbjährigen Bauarbeiten durch die Stadtwerke und ihren Netzservice entstand eine über vier Kilometer lange Hauptleitung mit einer Anschlussleistung von 11 Megawatt.

"Damit ist sie so ausgelegt, dass wir rund 1.200 Wohneinheiten mit Wärme versorgen können", so Dr. Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe. "Anträge mit einer Anschlussleistung von 6,5 Megawatt liegen uns bereits vor."

"Für den Bau der Hauptleitung von der Gemarkungsgrenze bis zur 'Neuen Mitte', mitsamt der Verlegung der abzweigenden Verteilerleitungen, wurden Investitionen in Höhe von sieben Millionen Euro notwendig", berichtet Michael Homann, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe. "Eine gute und vor allem nachhaltige Investition in die Zukunft."

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  •   Man_3_0
    (1 Beiträge)

    29.10.2021 13:14 Uhr
    Fehlinvestition
    Fernwärme ist die Abwärme aus Raffinerien und Kraftwerken, welche entweder fossile Brennstoffe verarbeiten. Bei Atomkraftwerken fällt auch Wärme ab.
    Jedoch plant unsere Regierung mit keiner dieser Techniken langfristig.

    Daher stelle ich mir auch die große Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Investition
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  •   Reger
    (735 Beiträge)

    29.10.2021 10:36 Uhr
    Klimawandel-Miro
    Bleibt diese Wärmequelle zukünftig bestehen?
    Im Zuge der sprunghaften, kopflosen Klimamaßnahmen mache ich mir Gedanken über die Miro.
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