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Karslruhe Nach Stadtgeburtstag: Was passiert eigentlich mit dem KA300-Pavillon?

Momentan läuft der 300. Stadtgeburtstag in Karlsruhe auf Hochtouren. Ein Wahrzeichen des Jubiläums ist der eigens errichtete KA300-Pavillon. Aber was passiert mit dem Bauwerk eigentlich, wenn die große Geburtstagssause vorbei ist? Diese Frage stellen die Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und Stefan Schmitt (parteilos) in einer Anfrage.

Der Pavillon wird nach Auskunft der Stadt nach dem Festivalsommer zurückgebaut. Am 28. September soll dann der Abbau der Technik beginnen, dafür sind etwa zwei Wochen eingeplant. Ab Mitte Oktober startet der Abverkauf des Bauholzes zum Einkaufspreis über das Ingenieurbüro Ruben.

"Ursprünglich war vorgesehen, dass das Holz des Festival-Pavillons von Schülern des Goethegymnasiums nach seiner Nutzung in Sitzbänke 'verwandelt' werden sollte, die im gesamten Stadtgebiet aufgestellt werden", heißt es in der Anfrage. Wenzel und Schmitt stellen sich nun die Frage, ob nicht auch eine Weiterverwendung des Pavillons als Gesamtbauwerk beziehungsweise Kunst- und Erinnerungsbau ins Auge gefasst werden könnte.

Kann der Pavillon wiederverwendet werden?

"Auch wenn sich bei den unzähligen Veranstaltungen in den drei Monaten ein solcher temporärer Bau möglicherweise auch wirtschaftlich rechnet – addiert man die Summe an Miet- und Nebenkosten für einzelne Events – so ist es dem Bürger nicht vermittelbar, dass dieses – für 1,2 Millionen Euro errichtete - Gebäude abgerissen und das Material für Parkbänke verwendet werden soll", so die Stadträte.

In sozialen Netzwerken hätten sich sogar bereits Gruppierungen gebildet, die für den Erhalt nach den Veranstaltungen zum Stadtgeburtstag plädieren und Ideen für eine weitere Nutzung sammeln würden. Eine höhere Akzeptanz verspricht nach Ansicht der Freien Wähler die Planung für eine sinnvolle Weiterverwendung des Pavillons zur Nutzung durch Vereine und kleine Institutionen und Firmen an anderer Stelle in der Stadt.

"Denkbar wären zum Beispiel der Ostauepark, der Otto-Dullenkopf-Park, oder der City-Park in der Nähe des 'Garten der Religionen'."Die Stadträte sind der Auffassung, dass eine Vermietung am künftigen Standort für Versammlungen und kleine Events die laufenden Unterhaltskosten decken kann.

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Kommentare (25)
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  •   carlo
    (13 Beiträge)

    30.06.2015 14:52 Uhr
    NEIN, es sind keine Ignoranten und Banausen
    die lauthals den Rückbau des Pavillons fordern, das ist offenkundig die (bau-) kulturelle Avantgarde der visionären Fächerstadt. Meine Güte, jetzt hat Karlsruhe sich einmal zu einem expressionistischen Bauwerk hinreißen lassen (das dummerweise auch noch bis in die Nacht hinein viel Volk mobilisiert) und hier stehen schon die Zündler und Abfackler Spalier! Ob diese kreativn Geister sich auch mit Schaufel und Spaten bewaffnen, um nach Fertigstellung die U-Strab wieder zuzuschütten?! Aber für dieses Billigprojekt werden ja bekanntermaßen keine Gelder für andere Aufgaben abgezogen...
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    30.06.2015 18:52 Uhr
    naja....
    …der Pöbel hat eben keinen Geschmack und keine gestalterische Bildung.

    Wenn ne Gestaltung mal den Erker am Reihenhaus und den schnurgeraden Jägerzaun oder die Fertiggarage mit Kesseldruckrankgitter nur ein wenig hinter sich lässt, wirds schwer. Wegen des Eiffelturms und des Olympiastadions haben sich die Massen auch erregt. Ganz zu schweigen von der Schwarzwaldhalle und anderen Bauten in KA.

    Mir ist nur nicht klar, warum man hier mit dem Wort Verschandelung rum"argumentiert". Im Gegenteil: Alles Historisierende wäre in DEM Schlossumfeld ne Verschandelung und grottenfalsch. Würde aber im Volkssinne eher "dazu passen".

    Verschandelung sind im Gegensatz dazu - vermute ich mal - die Häuser, die solche Leute bauen bzw. bewohnen.
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    30.06.2015 18:53 Uhr
    Ps:
    …ich vergaß: Auch die Pyramide hat damals den Zorn der Bürger erregt.
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  •   carlo
    (13 Beiträge)

    30.06.2015 20:42 Uhr
    Auf den Punkt gebracht
    danke! Weil Gusseisen nicht brennt, hätten unsere entgeisterten Abwracker beim Eiffelturm sicher zum Dynamit gegriffen, weil, des hedd jo so e subba Feierwerk gebbe, am Silweschta...
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  •   hkm
    (196 Beiträge)

    30.06.2015 13:23 Uhr
    Weiterverwendung
    Mein Vorschlag: Baut aus dem Material Toilettenhäuschen (oder Donnerbalken), die überall benötigt werden!
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  •   Loewe
    (327 Beiträge)

    30.06.2015 13:06 Uhr
    Geldverschwendung
    Karlsruhe ist nun Rot und dies bedeutet bald den Tod. Mentrup sendet Infozettel an alle KA-Kindergärten, dass die Stadt kein Geld mehr hat und die Einrichtungen an allen Ecken und Kanten sparen müssen! Das hört sich ja fast wie im alten China unter Mao an.
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  •   oststaedtler
    (260 Beiträge)

    30.06.2015 12:43 Uhr
    Unbedingt verfeuern!
    Bitte, bitte, verbrennt dieses hässliche Ding (von mir aus zur Wintersonnenwende) und verschandelt die Stadt nicht weiter an anderer Stelle mit dem Teil. Die Idee mit den Parkbänken fände ich auch nicht schlecht, aber bitte verschont uns Bürger nach dem Stadtgeburtstag mit dieser visuellen Umweltverschmutzung, wir haben mit unseren Steuergeldern schon genug dafür bezahlt.
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    30.06.2015 18:42 Uhr
    Warum?
    gibts da jetzt auch ne Begründung für? Ausser persönlichem (Nicht-)geschmack?

    Das ist ne Skulptur. deren Denkansatz man nachlesen kann und den man wahlweise nachvollziehen und gutheißen kann - oder nicht. Oder was dazwischen.

    Wenn man alles plattmachen wollte, was irgendjemand nicht gefällt, hätten wir viel zu tun - und nix stünde mehr. Darunter wohl auch die Häuser und Autos der Forenteilnehmer, kein Schloss (das gefällt MIR nicht) und kein Stadion.

    "Gefällt mir nicht, muß weg" hat in ner freien, toleranten Gesellschaft eigentlich nix zu suchen. man kann gerne ne andere Gesellschaft wollen - aber ehrlich gesagt lebt jeder von uns von der Toleranz der anderen - ziemlich gut sogar.

    Im übrigen kommt das Ding ja weg. So ists - und so wars geplant. Kein Grund, jetzt noch die Verbrennung zu fordern.
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  •   zweiundvierzig
    (99 Beiträge)

    30.06.2015 11:45 Uhr
    Der Verpackungskünstler Christo sollte engagiert werden,
    damit er diese hässliche Streichholzschachtel einpackt.
    Danach 2 Wochen stehen lassen und dann als Höhepunkt in einem großen Freudenfeuer vergehen lassen. Hierfür bin ich gerne bereit nochmal 3 Euro Eintritt zu bezahlen.
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    30.06.2015 11:39 Uhr
    pavillon
    Ach Gott, ich find das Ding nicht schlecht - und daß es nicht stehenbleibt, finde ich auch gut. Und die Wiederverwendung des Materials dürfte bei ner Parkbank deutlich weniger problematisch sein als bei irgendwas anderem, wo die Ausgaben wegen Anforderung an Statik, Wetterfestigkeit usw. wohl ein Faß ohne Boden darstellen werden.

    Das kann man sich schon mal leisten - für 200 000 Euro. Die 1,2 Mios machen mich dann aber doch rätseln.
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