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Karlsruhe 2 Millionen Euro mehr: Karlsruher Stadtgeburtstag wird teurer als gedacht

Karlsruhe hat sich die Feier zum 300. Geburtstag der Stadt einiges kosten lassen. Ende 2015 meldeten die Verantwortlichen stolz: Rund 1,3 Millionen Besucher zählte der Festivalsommer, davon kamen etwa 400.000 zu den Schlosslichtspielen. Man käme mit einer soliden Null aus dem Geburtsjahr, hieß es noch im Dezember. Doch nun gesteht die Stadt ein: KA300 wird doch teurer werden.

In einer Beschlussvorlage, die am kommenden Dienstag im Karlsruher Gemeinderat diskutiert werden wird, informiert die Stadt darüber, dass sich im Zuge der endgültigen Abrechnung weitere Kosten ergeben hätten. "Im Vergleich zu dem am 8. Dezember dem Gemeinderat  kommunizierten vorläufigen Zahlen ergab sich in der Endabrechnung ein Fehlbetrag", heißt es in der Beschlussvorlage.

KA300-Pavillon treibt Kosten in die Höhe

2012 war die Stadt noch davon ausgegangen, dass der 300. Stadtgeburtstag inklusive Steuer etwa 17,8 Millionen Euro kosten würde. Bereits im Oktober hatte die Stadt bereits mit Kosten in Höhe von 18,7 Millionen Euro gerechnet. Der aktuelle Kostenstand: 19 Millionen Euro. Damit kostete der 300. Stadtgeburtstag rund zwei Millionen Euro mehr als noch 2012 angenommen.

Für die erhöhten Kosten nennt die Stadt mehrere Gründe: Ein wesentlicher Grund sei die schwierige Bodenbeschaffenheit für die Errichtung des Geburtstagspavillon gewesen. Von den 8,2 Millionen Euro, die für die gesamte Inszenierung des Karlsruher Schlosses aufgegeben musste, fielen allein 1,68 Millionen Euro auf den Geburtstagspavillon. Außerdem hätten erhöhte Rechung Infrastrukturkosten wie beispielsweise die Bereitstellung und Installation von Elektrizität und der tatsächliche Stromverbrauch Mehrkosten verursacht.

Stadt muss nochmal 320.000 Euro drauflegen

Dass der Stadtgeburtstag teurer werden könnte, kommt für die Stadt nicht überraschend. "Im Rahmen der Beauftragung der Gesellschaft (Anm. d. Redaktion: gemeint ist hier das Stadtmarketing) für die Umsetzung des Stadtgeburtstags im Jahr 2012 wurde bereits auf ein Finanzierungsrisiko hingewiesen", heißt es in der Beschlussvorlage. Und wer trägt diese erhöhten Kosten?

Bei der Gesamtfinanzierung teilt sich die Stadt die Kosten mit Sponsoren. Insgesamt stellt die Stadt nach eigener Aussage 73 Prozent den größten Anteil zur Verfügung. 24 Prozent der Kosten werden von Sponsoren getragen. Die restlichen Kosten wurden durch Umsatzerlöse, beispielsweise aus der Gastronomie und dem Ticketing, erwirtschaftet.

Konkret bedeutet das: Die Sponsoren übernehmen rund 4,3 Millionen Euro. Damit kostet der Festivalsommer die Stadt 11,4 Millionen Euro. Nach Abzug der Einnahmen müsste die Stadt weitere städtische Zuschussmittel in Höhe von 320.000 Euro für den Stadtgeburtstag bereitstellen. Dafür benötigt die Stadtverwaltung grünes Licht aus dem Karlsruher Gemeinderat, der am kommenden Dienstag über die zusätzlichen Gelder entscheiden soll.

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Kommentare (45)
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  •   Petzi
    (247 Beiträge)

    21.06.2016 16:00 Uhr
    Und wer gedacht hat...
    ...dass das ganze Theater nicht kostspieliger wird als geplant, der glaubt auch noch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Oder hat schon irgend eine öffentliche Hand mal etwas auf die Beine gestellt, ohne gleich ein Millionengrab auszuheben?????????
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  •   Kanzler
    (180 Beiträge)

    21.06.2016 12:09 Uhr
    Die Roten und das liebe Geld
    Und hier haben wir es wieder....wo die Roten ( zus. mit linken) das sagen haben wird das Geld der Steuerzahler verbrannt.

    Rücktritt Herr Mentrup !!!!!!!!!
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  •   Beiertheimer
    (1369 Beiträge)

    22.06.2016 09:57 Uhr
    Die Farbe spielt keine Rolle
    das Resultat ist das Gleiche.
    Sparen und Budgetplanung incl. Umsetzung/Einhaltung und ggf. Notbremsen sind Fremdwörter im Politikerhandbuch.
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  •   dipfele
    (5986 Beiträge)

    21.06.2016 13:56 Uhr
    wieso ROT?
    Wo ist denn der Unterschied zwischen ROT-SCHWARZ und GRÜN? das sind doch Argumente aus der Mottenkiste !
    Die SCHWARZEN hatten den einfältigen Karlsruhern eine U Bahn für 70 Millionen versprochen, jetzt werden es mindestens 350, wenn nicht gar 400 Mio. Steigerung um das FÜNFFACHE !!!
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    17.06.2016 09:42 Uhr
    Schon wieder diese Aufregung.
    Die Einwohnerzahl von Karlsruhe betraegt insgesamt 307263. davon sind 245152 Deutsche.
    Wenn nun jeder Deutsche Karlsruher 8 Euro und 16 cents bezahlt geht doch die Welt nicht zu Grunde. Ich bin sicher, dass ein Karlsruher, das ist ein 0.8 Litter Bierglas (gibt es die noch?) kostet gefuellt mit Bier mehr.
    Auslaender sollten hiebei nicht geschroepft werden, da diese nichts dafuer koennen und dies lediglich heftige Aufregung bein Gruenen un Linken erzeugen wuerde.
    Zur Entschaedigung sollte jeder Deutsche Buerger einen Freifahrtsschein fuer die Strassenbahn bekommen. Dieser Schein sollte jedoch nur bei Besteigen und Verlassen der Bahnen in unterirtischen Haltestellen gueltig sein und spaetesten am 17.06.2017 seine Gueltigkeit verlieren.
    Also Ruhe bewahren und zahlen.
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    17.06.2016 09:50 Uhr
    Ich bitte
    Meine Rechtscreibfehler zu entschuldigen, da ich Auslaender bin.
    herzlichen Dank.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    21.06.2016 14:41 Uhr
    Du hast
    einen Bonus, aber so sehr kann man seine Muttersprache eigentlich nicht verlernen. Ist aber nur meine Meinung.
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  •   Gast68
    (864 Beiträge)

    21.06.2016 14:22 Uhr
    Aha ... Ausländer
    kein Wunder sollten nur die Deutschen Karlsruher zahlen ....
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  •   petsto69
    (924 Beiträge)

    17.06.2016 09:36 Uhr
    Versteh ich etwas falsch?
    2012 war die Stadt noch davon ausgegangen, dass der 300. Stadtgeburtstag inklusive Steuer etwa 17,8 Millionen Euro kosten würde.
    Der aktuelle Kostenstand: 19 Millionen Euro. Damit kostete der 300. Stadtgeburtstag rund zwei Millionen Euro mehr als noch 2012 angenommen.
    Bei mir ergibt das ein Defizit von "lediglich" 1,2 Mio. oder hab ich ein "Rechenproblem"?
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  •   Laetschebachschorsch
    (3226 Beiträge)

    17.06.2016 05:35 Uhr
    Das verstehe ich nicht
    Warum wundern sich hier einige? Das wäre doch das erste Projekt der Stadtverwaltung, das richtig kalkuliert wurde? So lange von denen keiner auch mit seinem Privatvermögen zur Verantwortung gezogen wird, so lange wird sich da nichts ändern - ist ja nicht sein Geld.
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