Ein Feuerwerk ist für viele schön anzusehen - macht aber auch schön viel Dreck: Etwa 30 Tonnen Müll, das wird in etwa die Bilanz des Neujahrmorgens aus Sicht des Amts für Abfallwirtschaft (AfA). Mit 35 Mann ist das Team der Stadtreinigung am Morgen unterwegs, um die Hinterlassenschaften der Karlsruher wegzuräumen. Obwohl Feiertag ist, wird das Personal für den 1. Januar deutlich aufgestockt, es sind mehr Mitarbeiter als sonst in und um die Innenstadt unterwegs. Ab etwa 6 Uhr sind die Teams der Straßenreinigung im Einsatz.

Silvestermüll auf der Hirschbrücke
Silvestermüll auf der Hirschbrücke. (Archivbild) | Bild: cob

"Die Reinigung der Plätze ist wesentlich zeitintensiver geworden", so das AfA. Dafür verantwortlich: die mittlerweile sehr beliebten Feuerwerksbatterien. "Leider blieben die großen und schweren ausgebrannten Behältnisse dann häufig dort stehen und brachten andere Verkehrsteilnehmer, die am frühen Morgen unterwegs waren, in Gefahr", weiß das AfA aus den Erfahrungen von letztem Jahr zu berichten. 

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Feuerwerk wird auf der Straße abgebrannt - und wer räumt auf? (Archivbild) | Bild: Andrea Warnecke

Der Müll wird sich verlagern

Dabei hat das AfA keine Probleme, Kollegen für den Dienst nach der Silvesternacht zu finden. "Da bei der Einstellung als Straßenreiniger den Bewerbern gesagt wird, dass die Stadtreinigung 365 Tage im Jahr arbeitet, haben wir bis jetzt keine Probleme Freiwillige zu finden. Die Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig und der Teamgedanke geht dabei nicht verloren", heißt es vonseiten des AfA auf Nachfrage von ka-news.de. 

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Trotz Böllerverbot, bei der Stadt rechnet man nicht mit weniger Müll: "Wir gehen davon aus, dass die Feiernden nicht wegbleiben werden und der Müll in gleicher Menge vorhanden sein wird. Eventuell werden die Reste von Böllern - wie Raketen-Stängel, Feuerwerksbatterien, Papier und Schmorreste - weniger sein", ist sich das AfA sicher.

"Dennoch werden von den Gästen der Partymeile Zigarettenkippen, Flaschen, Becher und Ähnliches wohl weiterhin auf den Plätzen zurückbleiben. Die Müllmenge wird sich einfach nur verlagern!" Im Fokus der Straßenreinigung liegt weiterhin die Innenstadt und das Areal rund um den Turmberg. 

Den Müll selbst wegräumen

Mehr Abfalleimer an den gut besuchten Orten in der Stadt wird es jedoch nicht geben. "Aus logistischen Gründen", heißt es vom AfA. "An den beliebten Punkten stehen meist das ganze Jahr über öffentliche Abfallbehälter, die natürlich an diesem Tag verstärkt benutzt und geleert werden!"

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Die Hinterlassenschaften von Silvester räumt die Straßenreinigung weg. (Symbolbild) | Bild: (mw)

Grundsätzlich muss aber jeder, der die Straßen und öffentlichen Plätze verschmutzt, seinen Dreck hinterher selbst wieder wegmachen. Daher appelliert das AfA, dass die Feuerwerksfans ihren Abfall nach getaner Silvesterböllerei wieder mitnehmen. "Eine andere Möglichkeit ist, der Umwelt zuliebe auf ein eigenes Feuerwerk zu verzichten!"