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Karlsruhe 22 Jahre Deutsche Einheit: So feiern die Karlsruher

Schon 22 Jahre ist es her, dass die ehemalige DDR und die alte Bundesrepublik Deutschland vereint wurden. Seither wird der 3. Oktober als "Tag der Deutschen Einheit gefeiert" - selbst wenn viele Deutsche und auch Karlsruher an diesem Tag eher ausspannen, als den historisch denkwürdigen Anlass feierlich zu begehen. Wir haben uns deshalb auf den Straßen der Fächerstadt umgehört, wie die Karlsruher es mit dem 3. Oktober halten.

Jutta Herbrich aus Stutensee findet die Deutsche Einheit zum Beispiel nicht mehr sonderlich aktuell. Für sie ist das geeinte Deutschland zu etwas vollkommen Normalen geworden, das man nicht mehr hervorheben muss.

"Immer noch viele Vorurteile"

In den letzten 22 Jahren habe sich aber unglücklicherweise der Ost-West-Gedanke im Kopf vieler Deutscher tief verankert, was zu Missverständnissen und Vorurteilen führe. "Ein getrenntes Deutschland kann ich mir nicht mehr vorstellen", sagt sie hingegen. Der Feiertag ist für sie deshalb ein willkommener Urlaubstag.

Auch für Dominik Lorenz ist der 3. Oktober ein Tag wie jeder andere. Wenn es nach ihm ginge, müsste an diesem Tag nicht mal schulfrei sein. Der ursprüngliche Sachse berichtet, es gäbe viele Jugendliche, die den ganzen Tag mit Feiern und Trinken verbringen - Dominik sei es zumindest wichtig, sich auf die Geschichte zu besinnen. Schade findet er, dass immer noch viele Menschen Vorurteile und keine Lust hätten, den Solidaritätszuschlag zu zahlen.

Das geschichtliche Erbe ist wichtig

Tabea und Julia studieren in Karlsruhe. Der Mauerfall und die Zeit danach war Thema in ihrem Abitur, doch viel mehr verbinden die 19- und 20-Jährigen nicht damit - schließlich seien sie nicht die Generation der Zeitzeugen. Trotzdem finden sie es wichtig, das geschichtliche Erbe zu wahren und sich regelmäßig daran zu erinnern, dass Deutschland nicht immer eine geeinte Bundesrepublik war.

Zwar seien Vorurteile zwischen "Ossis" und "Wessis" in den vergangenen Jahren immer wieder Thema gewesen, inzwischen seien sich die alten und neuen Bundesländer doch aber näher gekommen. Bewusst feiern werden Julia und Tabea den morgigen Tag trotzdem nicht. Einzig feierlich seien vermutlich die Sondersendungen im Fernsehen.

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Kommentare (109)
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  • unbekannt
    (4000 Beiträge)

    03.10.2012 20:51 Uhr
    Solange Österreich nicht heim ins Reich zurückkehrt,
    die deutschen Ostgebiete versklavt sind, Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika nicht befreit sind, gibts nix zu feiern!
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  •   Opa51
    (459 Beiträge)

    04.10.2012 09:44 Uhr
    Drei was?????
    HELLAU unn än narhallamarsch
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    03.10.2012 22:55 Uhr
    Da stehen wir alle stramm.
    oder so ähnlich. Fehlt nur noch die Pickelhaube.

    Bleib doch mit deinem fossilen Bild der Deutschen einfach etwas zurückhaltender. Und verdiene Dein Geld dort, wo Dir die Menschen sympathischer sind, wenn es Dir hier nicht gefällt.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    04.10.2012 09:17 Uhr
    Awas
    Die Vertreibung von 6 Millionen Deutschen und Abtrennung von einem Viertel der Staatsfläche ist etwas, das in der Form in der Geschichte nicht sehr oft vorkommt (spontan fällt mir nur Türkei vs. Griechenland ein), genauso wie der dem vorausgegangene Holocaust.

    Den großen vaterländischen Krieg haben wir verloren und die Russen haben ihr Territorium erweitert. Einfach, weil sie es können. Und wir die Deppen waren, die im Winter nach Stalingrad marschieren. Um sie zurückzuholen, müßte man Rußland nochmal angreifen. Wer will das? Und wenn wir wieder verlieren (welchen Krieg willse denn mit der heutien Jugend gewinnen, die Hälfte überfettet und komasaufend) wird sich der Russe wieder ein Gebiet schnappen.

    Mit Rußland führt man keine Kriege, mit Rußland macht man ein Bündnis. Katharina lies Millionen Deutsche in den Weiten des Wolgatales siedeln. Bis der Gröfaz kam lief das super.
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  • unbekannt
    (10716 Beiträge)

    04.10.2012 09:36 Uhr
    genau: Und so sollte Deutschland überall solche Partnerschaften und Büdnisse eingehen + raus aus der NATO(D)
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    03.10.2012 23:05 Uhr
    Der braucht nichts mehr,
    geniesst er doch sein Leben in der Vorzeigestadt Livorno.
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  • unbekannt
    (4000 Beiträge)

    03.10.2012 23:16 Uhr
    Das stimmt nicht ganz.
    Das Ding heißt Mazzanta und ist ein Ortsteil von Vada. Vada gehört zu Rosignano Marittimo und das wiederum ist südlich von Livorno grinsen
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    03.10.2012 23:46 Uhr
    Jooo,
    wenn du jetzt einem Livornorianer erklären musst wo du herkommst sagst du auch nicht Bruchhausen (nur als Beispiel jetzt) sondern eben Karlsruhe.

    Letztes Wochenende hab ich im Honolulu im Hotel Michelberger (Warschauer Strasse, Berlin, Deutschland) mit einem Amerikaner gebabbelt. Da musste ich schon nach Stuttgart um ihm eine ungefähre Vorstellung meiner Heimatregion zu vermitteln. Und auch das hat er nur kapiert weil ich die zwei magischen Worte 'Mörseidis' und 'Porschi' gesagt habe.
    Auf jeden Fall kann ich seine Stadt Houston auf der Karte sicherer bestimmen als er Karlsruhe.
    Aber war nett, die Amis sind ja pflegeleicht und verstehen Spass.
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  • unbekannt
    (10716 Beiträge)

    04.10.2012 02:30 Uhr
    Warum nach Stuttgart "gehen"? Heidelberg ist den Amis bekannt. Da gilbt es sogar eine Base.
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  • unbekannt
    (5089 Beiträge)

    04.10.2012 02:39 Uhr
    Die Amis schießen sowieso den Vogel ab.
    Ob mit, oder ohne Zapfpistole im ...
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