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Karlsruhe 100 Euro Bußgeld durch neuen Maskentarif - jetzt kosten Verstöße wirklich!

Ab 23. Oktober passt der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) seine Beförderungsbedingungen an und nimmt den sogenannten Maskentarif auf. Das bringt den Vorteil, dass die teilnehmenden Verkehrsunternehmen Verstöße gegen die Maskenpflicht selbst ahnden können. Bisher durfte dies nur das Ordnungsamt oder die Polizei, denn es fehlte die rechtliche Grundlage.

"Wir möchten zeigen, dass es bei uns null Toleranz gegenüber Maskenmuffeln gibt." betont KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon
"Wir möchten zeigen, dass es bei uns null Toleranz gegenüber Maskenmuffeln gibt." betont KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon | Bild: Lisa-Maria Schuster

"In Zeiten steigender infektionszahlen möchten wir Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Fahrgäste übernehmen. Wir möchten zeigen, dass es bei uns null Toleranz gegenüber Maskenmuffeln gibt." betont KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon auf der Pressekonferenz am 6. Oktober in Karlsruhe. 

Durch die neue Anpassung können die Verkehrsunternehmen Maskenverstöße selbst ahnden

"Mit der Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen und dem richtige Tragen der Maske in Bus und Bahn können wir zeigen, dass der Öffentliche Nahverkehr auch in Corona-Krisenzeiten die bessere Alternative zum Auto ist. Es geht uns nicht darum 100 Euro zu verlangen, wir wollen wirklich die Maskenpflicht durchsetzen." so Pischon. 

Mary Joyce, die Leiterin des Fahrausweisprüfdienstes erklärt: "Bisher konnten Maskenverweigerer nur des Fahrzeugs verwiesen werden. Ein Bußgeld durfte nur vom Ordnungsamt oder der Polizei verhängt werden. Durch die neue Anpassung können die teilnehmenden Verkehrsunternehmen Maskenverstöße selbst ahnden." 

Manche Menschen werden mittlerweile nachlässig oder tragen die Maske falsch

Ihr Team hat in den vergangenen Wochen mehrere Schwerpunktkontrollen zur Maskenpflicht durchgeführt. Die allermeisten Mitfahrer hielten sich dabei an die Regeln. "Manche Menschen werden mittlerweile nachlässig oder tragen die Maske falsch, das zieht sich durch alle Altersklassen." so Joyce.

"Durch den Maskentarif können die teilnehmenden Verkehrsunternehmen Maskenverstöße selbst ahnden." erklärt Mary Joyce, Leiterin des Fahrausweisprüfdienstes.
"Durch den Maskentarif können die teilnehmenden Verkehrsunternehmen Maskenverstöße selbst ahnden." erklärt Mary Joyce, Leiterin des Fahrausweisprüfdienstes. | Bild: Lisa-Maria Schuster

Zusätzlich sollen mit auffälligen Postkarten, die in Bahn und Bus die nächsten Wochen ausliegen, die Fahrgäste zum Nachdenken anregen. So soll auch an die Eigenverantwortung und die Maskenpflicht erinnert werden. Wer die Maske verweigert und kein ärztliches Attest vorweisen kann, muss ein Bußgeld über 100 Euro zahlen und  wird des Fahrzeugs verwiesen. 

"Es geht uns nicht darum 100 Euro zu verlangen"

Dazu stellen Pischon und Joyce klar, dass "es nicht darum geht unbedingt 100 Euro Strafe zu verhängen, es geht uns um die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Fahrgäste. Die soll auf jeden Fall geschützt werden."

Mit diesen Postkarten machen die KVV auf die Maskenpflicht aufmerksam. | Bild: Verkehrsbetriebe Karlsruhe

Um gegen Übergriffe von uneinsichtigen Personen geschützt zu sein sind, zur Sicherheit der Mitarbeiter die Fahrscheinprüfer in den Kontrollen immer mindestens zu zweit unterwegs. In Stoßzeiten möglicherweise sogar zu viert.

Um Kommunikationsschwierigkeiten zu vermeiden wurden zusätzlich die Bahndurchsagen zur Maskenpflicht auf Englisch eingesprochen. Die Fahrer konzentrieren sich nur auf den Verkehr und werden keine Verstöße gegen die Maskenpflicht ahnden.

"Es geht uns nicht darum 100 Euro zu verlangen, wir wollen wirklich die Maskenpflicht durchsetzen." sind sich Geschäftsführer Alexander Pischon und die Leiterin des Fahrausweisprüfdienstes Mary Joyce einig.
"Es geht uns nicht darum 100 Euro zu verlangen, wir wollen wirklich die Maskenpflicht durchsetzen." sind sich Geschäftsführer Alexander Pischon und die Leiterin des Fahrausweisprüfdienstes Mary Joyce einig. | Bild: Lisa-Maria Schuster

Mit dabei sind alle Verkehrsunternehmen, die Innenstadtstrecken und Straßenbahnverbindungen abdecken. Die Deutsche Bahn hat sich der Änderung der Beförderungsbedingungen wegen der entstehenden Risiken für die Bahn-Mitarbeiter nicht angeschlossen. Die Prüfer würden dennoch auf die Maskenpflicht achten. 

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  •   Nerolino
    (57 Beiträge)

    07.10.2020 16:46 Uhr
    Kein Verständnis
    Aber ich muss ja nicht die Bahn nehmen. Zum Glück habe ich ein Auto.
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  •   Apu
    (144 Beiträge)

    07.10.2020 16:44 Uhr
    Schöne grüße an herrn mentrup..
    und seinen geldgierigen Anhängsel.
    Wie beschämend und owinlich für eine stadt ist es eigentlich an einem Krankenhaus fürs parken geld zu verlangen. Die damen und herren gehen dort nicht zum Vergnügen hin. Heute musste jemand dringend stationär aufgenommen werden, und was war als der erste schock vorbei war..strafzettel. schade das man diese herrschaften die das beschließen nicht persönlich antrifft. Ich finde es asozial
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  •   quicksilver
    (58 Beiträge)

    08.10.2020 09:01 Uhr
    sorry
    aber für das eigene Unvermögen andere Verantwortlich machen??? Bissle zu einfach gedacht...?! merkste selber ?
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  •   Apu
    (144 Beiträge)

    08.10.2020 14:32 Uhr
    Blödsinn
    es gibt plätze da ist es sinnvoll gebühren zu verlangen. An einem krankenhaus wohl kaum..soviel spielraum muss sein.
    Ich würde gerne wissen ob sie noch zeit haben ein ticket zu ziehen wenn ihre Begleitung dringend ins krankenhaus muss. Das hat nichts mit eigenem Unvermögen zu tun
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  •   heikoka
    (320 Beiträge)

    07.10.2020 17:00 Uhr
    öffentlicher Parkraum ...
    woher soll der Strafzettelverteiler wissen ob jemand ins Krankenhaus mußte oder einfach nur um die Ecke wohnt ??
    So realistisch sollte man schon sein.
    Bisweilen sind die Bußgeldstellen sogar einsichtig, wenn man den Notfall nachweist ......
    In Ettlingen werden die Bürger mit ähnlichen Dingen regelmäßig bei der OB Sprechstunde vorstellig grinsen
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  •   Apu
    (144 Beiträge)

    07.10.2020 17:06 Uhr
    Parkplatz direkt vorm Kh
    so viel sollte man schon im kopf haben um zu ahnen weshalb dort dann geparkt wird.
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    07.10.2020 19:43 Uhr
    !
    - Weil's da nix koscht
    - Weil man da arbeitet

    Leider entfallen tut der Grund
    - Weil man da krank rein muss
    da die kostenlosen Plätze leider schon alle von den Dauerparkern aus dem ersten Absatz belegt sind ...
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  •   Reger
    (392 Beiträge)

    07.10.2020 16:29 Uhr
    Verständnis
    Wer nicht hören will, muss zahlen. Andererseits werden viele auf's Auto umsteigen. Was auch nachvollziehbar ist.
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  •   andip
    (10790 Beiträge)

    07.10.2020 15:42 Uhr
    Aha
    Und wie oft werden dann jetzt entsprechende Kontrollen durchgeführt?
    Wen die so oft wie eine Fahrscheinkontrolle gemacht werden, dann besteht ja keine grosse Gefahr. zwinkern
    BTW, dass Leute massenhaft ohne Masken in Bussen/Bahnen sind, habe ich bisher noch nicht gesehen.
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  •   FinnMcCool
    (398 Beiträge)

    07.10.2020 17:06 Uhr
    massenhaft?
    Warum müssen die Leute erst massenhaft ohne Maske unterwegs sein, bevor eine Kontrolle durchgeführt werden soll? Prinzipiell ist es so, dass ein Infizierter schon ausreicht, dass sich potentiell mehrere Leute anstecken können. Daher muss nicht gewartet werden, bis 50 Leute (von 60) ohne Maske unterwegs sind. Denn diese 50 zu erziehen wird schwer. Wenn aber direkt festgestellt wird, dass die Maskenpflicht jetzt durchgesetzt wird, dann kann es ausreichen wenn 2-3 eine Strafe zahlen müssen. Dies spricht sich herum und die meisten anderen setzen dann eine Maske auf.
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