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Karlsruhe 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz

Wer nahe am Wasser wohnt, sollte sich der drohenden Gefahren durch Hochwasser bewusst sein. Zwar hatte die Region Karlsruhe in letzter Zeit Glück, doch wird es auch in Zukunft keinen 100-prozentigen Schutz geben können. Eine neue Ausstellung beschäftigt sich nun mit dem Hochwasserschutz am Oberrhein.

Unter dem etwas sperrigen Namen "Verantwortlicher Umgang mit der Hochwassergefahr am Oberrhein" wurde die Multimedia-Präsentation im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört durch Regierungspräsident Rudolf Kühner und Bürgermeister Klaus Stapf am Montag, 17. August, eröffnet. Sie zeigt Zuständigkeiten der Behörden und der Privatleute, die in den von Hochwasser gefährdeten Gebieten leben.

"Dem Betrachter wird anschaulich und multimedial vermittelt, welche Auswirkungen ein extremes Hochwasser am Oberrhein haben würde. Es wird gezeigt, wie die Behörden ihre Aufgaben wahrnehmen und was jeder einzelne Bürger in eigener Verantwortung zu seinem Schutz tun kann", so Kühner.

100-prozentiger Schutz nicht möglich

Wer an einem Bach oder Fluss wohnt, kann jederzeit von einem extremen Hochwasser betroffen werden. Katastrophen, zum Beispiel durch Deichbrüche, sind auch in der Region Karlsruhe absolut realistisch. Ein ähnliches Szenario wie das Elbehochwasser 2002 könnte auch am Oberrhein eintreten.

Das Land Baden-Württemberg stellt jährlich rund 65 Millionen Euro für Schutzdämme, Polder und Hochwasserrückhaltebecken bereit. Dieses Jahr werden die Mittel im Rahmen des Konjunkturpaketes noch einmal um 44 Millionen Euro aufgestockt. Trotzdem wird es auch in Zukunft keinen 100-prozentigen Hochwasserschutz geben, denn Naturgewalten sind nie bis ins Detail vorhersehbar und kalkulierbar. Deshalb sollten sich besonders die in vom Hochwasser bedrohten Gebieten lebenden Menschen auf mögliche Überschwemmungen einstellen.

Technisch korrekte Daten wurden ansprechend und nachvollziehbar aufbereitet

In der Ausstellung folgen die Besucher den Figuren Lisa und Peter durch ein Deichbruch-Szenario. Technisch korrekte Daten wurden dabei mit aktuellen 3D-Technologien visuell dargestellt. Der besondere Reiz des Projekts liegt in dem realitätsnahen Einblick in das Problem der Deichsicherheit und der Vorsorgemaßnahmen. Unterstützt durch zusätzliche Text-, Bild- und Filminformationen wird das Thema auf spielerische Art und Weise vermittelt.

Das Projekt wurde von der Glücksspirale, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der MiRO Mineralölraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG und der Stora Enso Maxau GmbH finanziell unterstützt. Die Ausstellung wird in die Führungen und das pädagogische Programm des Naturschutzzentrums eingebunden. Der Eintritt ist frei.

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