Karlsruhe 1.500 Stellen gefährdet

4600 Mitarbeiter beschäftigt Siemens Karlsruhe (Foto: pr)
Vergangenen Freitagnachmittag wurde die Belegschaft des Bereichs "Automatisierungstechnik" des Siemens-Standortes Karlsruhe mit einer unangenehmen Forderung konfrontiert: Die Bereichsleitung fordert von den Beschäftigten längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, Kürzungen der Gehälter und weitere Flexibilisierung der Betriebsnutzungszeit. Würden diese Forderungen nicht erfüllt, drohe der sogenannten Flachbaugruppenfertigung in Karlsruhe das Aus.

Hintergrund sei die angekündigte Reduzierung der Produktionsstandorte für die Flachbaugruppen von bundesweit sieben auf zwei oder drei. Nur wenn in Karlsruhe die geforderten Bedingungen geschaffen würden, bliebe die Produktion hier erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, seien bis zu 1.500 Stellen beim zweitgrößten Arbeitgeber in der Fächerstadt in Gefahr, so die Befürchtungen von IG Metall und Betriebsrat.

"Die Vorgehensweise kommt einer Erpressung gleich", meint der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Lothar Adler. Nach Ansicht des ersten Bevollmächtigen der IG Metall Karlsruhe, Angel Stürmlinger, seien die geforderten Änderungen sogar kontraproduktiv: "In einem Bereich, der ohnehin schon wenig Arbeit hat, wie hier in der Fertigung, die Arbeitszeit zu verlängern, würde zwangsläufig zu Personalabbau führen", äußert er sich gegenüber ka-news.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.