Region Umzüge an Fastnachtsdienstag: Polizei zieht überwiegend positive Bilanz

Ein insgesamt positives Fazit der Fastnachtsumzüge in der Region zieht das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer Pressemitteilung. Wiedereinmal auffällig: Viele stark alkoholisierte Jugendliche.

Bei strahlendem Sonnenschein waren zahlreiche Zuschauer an die Umzugsstrecken gekommen. In Karlsruhe zog der "Närrische Lindwurm" ab 14.11 Uhr mit 72 Gruppen und 34 Wagen durch die Straßen der Innenstadt bis zum Festplatz. Kurz nach Beginn des Zuges wurde ein Jugendlicher mit einer Softairwaffe an der Zugstrecke angetroffen und zur Wache gebracht. Aus der Zuschauermenge am Europaplatz wurden gegen 16 Uhr Flaschen auf Zugteilnehmer geworfen, wobei laut Polizei jedoch niemand verletzt wurde. Wegen aggressiven Auftretens mussten die Beamten insgesamt 40 Platzverweise erteilen. Eine junge Frau zeigte einen sexuellen Übergriff an.

Im Rahmen der Einsatzmaßnahmen kam es laut Polizei auch zu einer Widerstandshandlung und einer Beleidigung gegen Einsatzkräfte. Zwei Personen mussten in Gewahrsam genommen werden.  Es fielen wieder vermehrt alkoholisierte Jugendliche auf, die von den eingesetzten Jugendschutzteams angesprochen werden mussten. Von rund 400 Angesprochenen mussten 15 erheblich unter Alkohol stehende Teenager von Rettungsdienst und den Jugendschutzteams betreut werden. Der gemessene Höchstwert betrug bei einer 15-Jährigen 1,90 Promille.

Auffallend viele alkoholisierte Jugendliche

Auch in der Region, in Eggenstein, Büchenau, Waghäusel, Ubstadt-Weiher, Waldbronn, Dillweisenstein  und Bilfingen feierten jeweils tausende Menschen bei Straßenumzügen den Abschluss der Fastnacht. Hier kam es vereinzelt zu Platzverweisen und kleineren Delikten. Größere Auseinandersetzungen konnten die Beamten auch hier durch konsequentes Einschreiten unterbinden. 

Auffällig auch auf den Umzügen in der Region waren erheblich alkoholisierte Jugendliche, die wenig Interesse am Umzugstreiben zeigten. In Eggenstein waren laut Polizei schätzungsweise 2.000 Jugendliche der Polizei durch übermäßigen Alkoholkonsum im Narrendorf aufgefallen. Die Beamten waren mit starken Kräften vor Ort um Eskalationen zu verhindern.

Jugendlicher stürzt betrunken in die Nagold

In den anderen Gemeinden waren Jugendliche ebenso durch ihre Alkoholisierung aufgefallen. In Waghäusel-Wiesental stoß die Polizei auf eine 14-Jährige mit 1,8 Promille. Die Jugendschutzteams führten hier 20 Ansprachen durch. Äußerst friedlich verlief laut Polizei der Umzug in Ubstadt-Weiher. Es waren keine Streitigkeiten zu schlichten, stark alkoholisierte Jugendliche konnten an der Umzugsstrecke nicht festgestellt werden.

In Waldbronn mussten ein 13-Jähriger mit 1,8 Promille an seine Eltern überstellt, ein 15-Jähriger mit 2,6 Promille in eine Klinik eingeliefert werden. Sechs Platzverweise wurden ausgesprochen, vier Personen wurden in Gewahrsam genommen. Ein Jugendlicher fiel aufgrund seiner erheblichen Alkoholisierung in die Nagold, konnte anschließend aber selbstständig ans Ufer kommen und wurde anschließend von einem Rettungsdienst versorgt.

Erhöhte Polizeipräsenz zeigt Wirkung 

Die zwischen Polizei und Kommunen abgestimmten Konzepte mit erhöhter Polizeipräsenz, einer Verstärkung der Ordnungsdienste und zusätzlicher Absicherung der Wegstrecken hätten ein hohes Maß an Sicherheit geboten. Mit weiterhin großer Sorge betrachten die eingesetzten Jugendschutzteams hingegen die tendenziell wachsende Zahl junger Menschen, die sich zügellos dem Alkoholkonsum hingeben.

So mussten laut Polizei mehrere hundert Heranwachsende, Jugendliche und sogar einige Kinder wegen ihres hohen Alkoholpegels angesprochen und mitunter ihren Eltern oder den Rettungsdiensten überstellt werden. "Einige kamen gar wegen des Verdachts einer Alkoholvergiftung in eine Klinik", so die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Besonders auffällig war laut Polizei der hohe Anteil betrunkener Mädchen.

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