Karlsruhe/Ettlingen Tödlicher Unfall auf A5: Lastwagenfahrer übersieht Stauende, Aufräumarbeiten dauern bis zum Nachmittag

Wie die Polizei am Mittwochmorgen in einer Eilmeldung mitteilt, kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A5 in Richtung Süden.

+++ 13.58 Uhr +++

Seit 13 Uhr sind laut Polizei wieder zwei Fahrstreifen in Richtung Süden befahrbar. Die Unfallstelle ist seit etwa zwanzig Minuten komplett geräumt, so dass der Verkehr laut Polizei wieder fließen sollte und der Rückstau langsam abnimmt.  

+++  11.30 Uhr +++

Ersten Ermittlungen zufolge war der Franzose ungebremst auf den Kleintransporter aufgefahren und hatte diesen gegen zwei davor stehende Sattelzüge geschoben.

Die A5 musste in Fahrtrichtung Basel voll gesperrt werden. Während der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge kam es zu erheblichen Staus auf der A5 bis zur Anschlussstelle Karlsruhe-Nord zurück und auf der A8 bis nach der Anschlussstelle Karlsbad. Auch die Umleitungsstrecken waren erheblich überlastet. Es entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 500.000 Euro. Erst gegen 9.50 Uhr rollte der Verkehr zumindest einspurig sowohl auf der A5 als auch auf der A8 an der Unfallstelle vorbei. Die Aufräumarbeiten werden wohl bis in die Nachmittagsstunden hinein andauern.

Rettungsgasse wurde oft nicht freigehalten

Die Verkehrsüberwachung des Polizeipräsidiums Karlsruhe überprüfte erneut die Einhaltung der Rettungsgasse. Wiederum wurden etliche Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen A5 und A8 festgestellt, die keine freie Gasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen gebildet hatten. Sie müssen nun, wie auch bei Überwachungsmaßnahmen viele ertappte Schaulustige auf der Gegenfahrbahn, mit einer Anzeige rechnen.

Insgesamt 58 Verkehrsteilnehmer hatten auf der A5 die Rettungsgasse nicht eingehalten, wobei drei Autofahrer mit einem einmonatigen Fahrverbot rechnen müssen, weil sie zusätzlich ihr Fahrzeug behindernd abgestellt hatten.

Bei der Überprüfung der A8 waren es insgesamt 96 Fahrzeuglenker mit Verstoß gegen die Rettungsgasse, wobei hier sechs Fahrer den Verkehr behinderten und ebenfalls neben zwei Punkten und einer Geldstrafe von 240 Euro einen Monat lang auf ihren Führerschein verzichten werden müssen. Ein Autofahrer davon hatte sich gar in der Rettungsgasse auf seinem heruntergelassenen Fahrersitz zum Schlafen abgelegt und musste von Polizeibeamten geweckt werden.

+++ 8.35 Uhr +++

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein belgischer Sattelzugfahrer in Richtung Süden unterwegs, als er zwischen den Anschlussstellen Dreieck Karlsruhe und Ettlingen das Stauende übersehen hat. Deswegen fuhr er auf einen vor ihm stehenden 7,5-Tonner auf und schob diesen auf einen Lastwagen auf. Der wiederum prallte durch die Wucht des Unfalls auf einen Sattelzug, der vor ihm stand. 

Bei dem Unfall wurden die Insassen des Kleinlasters eingeklemmt und mussten von den Einsatzkräften aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Der Fahrer des 7,5-Tonners wurde laut Polizeiangaben schwerst verletzt, sein Beifahrer überlebte den Unfall nicht und starb noch am Unfallort. 

Der Unfallverursacher blieb bei der Kollision leicht verletzt, kam zur Vorsorge jedoch in ein Krankenhaus. Zur Bergung der Fahrzeuge und der Rettung der Unfallopfer ist die Autobahn derzeit noch voll gesperrt. Auch alle Ausweichstrecken sind überlastet. 

+++ 8 Uhr +++ 

Wie die Polizei auf Nachfrage von ka-news mitteilt, wurde bei dem Lkw-Unfall eine Person tödlich verletzt, eine weitere schwer. Zwei Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon. 

Aktuell ist die A5 in Richtung Süden noch vollgesperrt, jedoch, so Sabine Doll von der Presse der Polizei Karlsruhe gegenüber ka-news, versuchen die Kollegen vor Ort eine Spur für den Verkehr wieder freizugeben, damit sich die Verkehrslage etwas entlastet. Noch steht allerdings der Rettungshubschrauber auf der Fahrbahn, der Notarzt "kämpft noch um das Leben eines Unfallbeteiligten".  

Der Unfall, der sich gegen 6.30 Uhr ereignete, passierte ähnlich wie der Busunfall Ende Juni, auf Höhe der Überleitung von der A8 auf die A5.

Ursprungsmeldung: 

Bei dem Unfall, der sich auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Dreieck Karlsruhe und Ettlingen ereignete, sind drei Lkw beteiligt. Laut erster Mitteilung sind zwei Personen eingeklemmt. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. 

Schwerer Unfall auf der A5
Bild: Dieter Reichelt

Weitere Informationen rund um das Thema Verkehr und Staus in und um Karlsruhe finden Sie im ka-news Staumelder.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen. 

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