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Ettlingen Pilotprojekt in Ettlingen: AVG testet als erste in Deutschland Strommasten aus Glasfaser

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) testet Fahrleitungsmaste aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Von diesen könnten zukünftig Verkehrsunternehmen in vielerlei Hinsicht profitieren.

An der Wendeschleife beim Ettlinger Albgaubad testet die AVG als erstes deutsches Eisenbahn-Unternehmen derzeit neue Fahrleitungsmaste aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Die von der internationalen Powerlines Group gelieferten Maste sollen die Stromversorgung für den Stadtbahnverkehr in dieser Region ab September, sobald der Versuchsaufbau vollständig steht, sicherstellen. Das teilt die AVG in einer Pressemeldung mit. 

Durch den Langzeitversuch sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um die Entwicklung der Bahntechnik zu fördern. Daraus können zukünftig auch andere Verkehrsunternehmen profitieren. Denn laut AVG haben die Glasfaserkunststoff-Konstruktionen einen positiven Nutzen. 

Fahrleitungsmast AVG
An der Wendeschleife beim Ettlinger Albgaubad testet die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft zusammen mit Powerlines Fahrleitungsmaste aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Bis September soll der Versuchsaufbau vollständig stehen. | Bild: AVG

Längere Lebenszeit und weniger Kosten

Die Maste aus Glasfaser bieten einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen aus Beton oder Stahl: "Weil die Kunststoff-Masten nicht rosten, haben sie eine deutlich längere Lebenszeit als Masten aus Stahl und müssen somit auch weniger häufig ausgetauscht werden. Die üblichen Folgekosten für Pflege oder Instandhaltung entfallen", erklärt Peter Masino, Projektleiter bei der AVG. 

So seien sie vor allem an Orten mit rauem Klima, wie an der See, wo sie oft Wind und Salzwasser ausgesetzt sind, besser geeignet. Gleichzeitig sind die Masten nicht elektrisch leitend, so dass Isolatoren und eine Erdung eingespart werden kann. Dadurch werde auch die Arbeitssicherheit verbessert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Masten sind deutlich leichter

Außerdem sollen sich die GFK-Masten weitaus besser auf die Umweltbilanz auswirken: Zum einen sind sie mit rund 800 Kilogramm deutlich leichter - der Transport ist folglich vereinfacht und dadurch wird weniger Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Zum anderen wird bei der Produktion auch weniger Energie benötigt, sodass etwa ein Drittel weniger Treibhausgase entstehen, so die AVG abschließend. 

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Kommentare (14)
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  •   Karlsruhesohn
    (77 Beiträge)

    14.08.2018 08:34 Uhr
    Gute AVG
    Sauber Feier die AVG voll ab dafür beschwer laden irregnd jemand muss des ja mal testen find ich persönlich super grinsen
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  •   107
    (290 Beiträge)

    13.08.2018 19:53 Uhr
    @kommentar4711
    haben die Karlsruher GRÜNEN dazu eine Meinung ?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10520 Beiträge)

    13.08.2018 15:10 Uhr
    warum nicht gleich
    Gummibäume setzen?

    grinsen
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  •   betablocker
    (3296 Beiträge)

    13.08.2018 12:45 Uhr
    Schon lustig
    wie da argumentiert wird. Dadurch, dass die Dinger leichter sind wird beim Transport weniger CO2 ausgestossen...weil sie EINMAL vom Herstellungs- zum Aufstellort gefahren werden...

    Und das Argument mit der Salzwassererosion ist natürlich für den Betriebsbereich der AVG absolut durchschlagend. grinsen

    Aber wenigstens ein paar Leute dürfen sich freuen, die Kunststoffdinger lassen sich viel einfacher durchsägen als Stahlmasten. zwinkern
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  •   timo
    (3060 Beiträge)

    14.08.2018 06:38 Uhr
    weniger CO2
    bei größeren Projekten benötigt man evtl weniger LKW da mehr Maste transportiert werden können? Außerdem steht da ja auch noch "weniger häufig ausgetauscht"...
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  •   Sackgesicht
    (182 Beiträge)

    13.08.2018 21:46 Uhr
    Oha!
    Jetzt haben Sie bestimmt jemanden auf eine Idee gebracht...
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  •   kommentar4711
    (1928 Beiträge)

    13.08.2018 07:43 Uhr
    Langzeithaltbarkeit
    Schön und gut, dass der Aufbau jetzt billiger ist. Aber sind die Dinger genauso haltbar wie ein Mast aus Stahl oder Beton? Ja, sie rosten nicht, das ist richtig. Aber wie lange halten die im freien dem Wetter und der UV-Strahlung stand? Ich bin da erst einmal skeptisch.
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  •   mueck
    (9896 Beiträge)

    14.08.2018 13:16 Uhr
    ?
    Interessant wäre auch noch die Recyclingfrage.
    Einen alten Stahlmast kann man einschmelzen und einen neuen draus machen.
    Bei Betonmasten funktioniert das schon nicht mehr so gut, und bei dem aus GFK?
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  •   bier2
    (827 Beiträge)

    13.08.2018 09:06 Uhr
    sehe ich ähnlich
    ist es so viel besser Öl zu verbrauchen statt Stahlträger hinzustellen.
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  •   VielVorNixDahinter
    (162 Beiträge)

    13.08.2018 12:43 Uhr
    Es ist immer so lange besser ...
    ... bis der jeweils verantwortliche Lobbyist sein Schäfchen im Trockenen hat.
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