Olympia-Aus für eine der ältesten Sportarten

Mit Fassungslosigkeit reagierte die gesamte Ringerwelt als Mitte Februar das Aus der Sportart bei den Olympischen Spielen durch die Presse ging. Gegen diese Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees protestieren seit dem viele Vereine und Ver-bände. Sie fordern, diese urolympische Sportart auch nach 2016 im Programm der Sommerspiele zu belassen.

Ringen ist seit 1896 fester Bestandteil der olympischen Spiele der Neuzeit. Seit den Spielen 2004 in Athen ist auch Frauenringen olympisch.
Doch schon in der Antike traten die Ringer Mann gegen Mann bei den Olympischen Spielen gegeneinander an. Ringen waren damals eine sehr angesehene Sportart und war beim Fünfkampf die letzte und meist auch die entscheidende Disziplin.
Sogar bei der Olympischen Hymne wird diese Traditionssportart genannt: „...Beim Laufen, Ringen und beim Weitwurf“.
Umso erstaunlicher ist es, dass ab 2020 kein olympisches Edelmetall mehr im Ringen vergeben werden soll. Als Grund für diese Entscheidung wird das fehlende Medieninteresse genannt. Die vielen Regeländerungen der letzten Jahre tragen womöglich dazu bei, dass Punktevergabe und Siegesentscheidungen nicht von jedermann nachvollzogen werden kann. Das mangelnde Zuschauerinteresse schlägt sich am Rückzug von Sponsoren und Fernsehsendern nieder.
Der Olympische Gedanke muss also dem Kommerzdenken weichen.

Neben dieser offiziellen Erklärung gibt es aber auch weitere Theorien. Die Ringerlegende Alexander Karelin vermutet, dass die Überlegenheit von Russland ein Grund sein könnte.
Aber egal aus welchem Grund Ringen aus dem Olympiaprogramm gestrichen werden soll, ist diese Entscheidung noch nicht end-gültig. Denn Ringer sind immer noch Kämpfer und bevor ein Ringer nicht auf beiden Schultern liegt, gibt er nicht auf.
Der ASV Daxlanden beteiligt sich unter anderem an der Unterschriftenaktion des Deutschen Ringerbundes, die darauf abzielt sportartinterne aber auch sportartfremde Unterstützer des Protests zu finden. Prominente Unterstützung findet die Aktion „Ringen um Olympia“ auch von den ASV-Mitgliedern Christoph und Marcel Ewald.

Weitere Informationen und und der Link zur Petitionswebseite finden Sie auf unserer eigenen Hompepage unter www.asv-daxlanden.de
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