Gemeindefahrt nach alle an der Saale

25 Teilnehmer umfasste die Gruppe der Evangelischen Hoffnungsgemeinde, die in der letzten Augustwoche die Karlsruher Partnerstadt besuchte. Unter der Leitung von Pfarrer Rolf Weiß und Diakon Gerhard Eckerle wurden in fünf Tagen historische und aktuelle Sehenswürdigkeiten besucht.

Los ging es am 27. August um 08:30 Uhr vom Rheinstrandhallen-Parkplatz aus mit den Stadtmobil-Bussen, wie seit einigen Jahren. Schon die Begrüßung untereinander ließ auf wunderschöne fünf Tag schließen. Die erste Station war das Schloss Seehof bei Bamberg. Bei einem kurzen Spaziergang konnten wird die herrlichen Kaskaden bewundern. Anschließend wurde uns bei einer sehr guten Führung das Schloss, welches in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts von einem der Fürstbischöfe von Stauffenberg erbaut wurde, gezeigt. Als besondere Überraschung hat uns zum Abschluss der Führung Pfr. Weiß in die Schlosskapelle zur Mittagsandacht eingeladen. Auch für die folgenden Tage hatte er immer besondere Kirchen dafür ausgesucht. Das Mittagessen nahmen wir im Schloss-Restaurant ein. In Halle angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im Ankerhotel, und bei einem kleinen Spaziergang gewannen wir einen ersten Eindruck unserer diesjährigen Gaststadt. Am nächsten Morgen war für uns selbstverständlich eine historische Stadtführung angesagt, die für uns ein besonderes Erlebnis war. Die Innen- bzw. Altstadt von Halle ist ganz liebevoll restauriert worden, was man von den Randstadtteilen nicht unbedingt sagen kann. Nach dem Mittagessen in einem urigen ungarisch-deutschen Restaurant besuchten wir die Moritzburg, wo wir die Gelegenheit hatten, Werke verschiedener Maler unserer Zeit, u.a. Lyonel Feininger, E.L. Kirchner und G. Klimt anzusehen. Dass wir die Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum ansahen, war ein Muss. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass diese wunderschöne Scheibe erst so um 1999 gefunden wurde und trotzdem gute 4000 Jahre alt ist. Die Schönheit der Scheibe kann man eigentlich nicht beschreiben. Der Mittwoch war der Landsberger „Doppelkapelle“ gewidmet. Bei der ca. einstündigen Führung lernten wir viel über diese besondere Art des Kapellenbaus des 13. Jahrhunderts, wo jeweils zwei Kapellen übereinander errichtet wurden. In Halle zurück stand die Besichtigung der „Halloren-Schokoladenfabrik als ein echtes Schmankerl an. Am Nachmittag fand eine beeindruckende Führung durch das Technische Salinenmuseum statt. Dort wurden wir auch über die sog. hallesche Zunft der „Halloren“ und deren Besonderheiten unterrichtet. Die eineinhalbstündige Schifffahrt auf der Saale war nach den vielen Eindrücken, die wir verkraften mussten, ein Stück Ruhe und stille Freude. Der nächste Morgen war ausgefüllt mit einer Führung durch die im Jahre 1695 von dem pietistischen Pfarrer August Hermann Francke gegründete Franckesche Stiftungen und deren Freilichtmuseum. Sein ursprüngliches Ziel war es unter vielem anderen, Kindern und Waisen die Möglichkeit zu geben, eine Schule zu besuchen und ihnen dadurch die Fähigkeit zu einer menschenwürdigen Lebensweise zu geben. Was alles aus seinem Traum geworden ist, kann man nur als „einmalig“ bezeichnen. Den Nachmittag konnten wir selbst gestalten. Viele nutzten das zum Besuch des Händelhauses. Andere haben sich den Dom, die spätgotische Moritzkirche oder den Stadtgottesacker ausführlicher angesehen oder sie wollten einfach nur mal bummeln. Der letzte Tag brach an und unsere Heimfahrt brachte uns nach Böllberg, einem Stadtteil von Halle, und deren Dorfkirche St. Nikolaus aus dem 12. Jahrhundert und damit die älteste Kirche der Stadt Halle, wo wir eine äußerst kompetente Führung bekamen. Der Reisesegen, im übrigen war es, wie immer üblich, jeden Tag eine Andacht zu halten, begleitete uns auf unserer Fahrt nach hause. Davor besichtigten wir aber noch die Sektkellerei Rotkäppchen, was uns allen einen riesigen Spaß machte. Gegen 19:30 Uhr, bedingt durch einige lange Staus, waren wir dann wieder auf dem Parkplatz der Rheinstrandhalle und zu hause in Karlsruhe.

Allen, vor allem Pfarrer Rolf Weiß, Diakon Gerhard Eckerle und Bettina Zeschky sei herzlichst gedankt für vor allem die Vorbereitung und auch das sichere Fahren.
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