Ein Hauch von Afrika im Stephanienbad

Am 30.05. wehte ein Hauch afrikanischer Luft im Rittersaal des Stephanienbads. Ein Vortrag über meine Zeit als Freiwilliger in Ghana war der Grund dafür. Das Stephanienbad hatte ich ausgewählt, da ich die Räumlichkeiten durch meine Arbeit im Bürgerverein gut kenne.

Von Anfang Februar bis Anfang April dieses Jahres war ich für zwei Monate in Ghana, um Englisch zu unterrichten. Untergebracht war ich bei einer Gastfamilie in einem 2000-Seelen-Dorf namens Kwamoso in der Akuapem Hills Region, ungefähr 60 km von der Hauptstadt Accra entfernt. Ohne fließend Wasser, mit vielen Stromausfällen und dem Leben in einfachen Verhältnissen kam ich sofort gut klar, es hat mir sogar richtig gut gefallen. Das einfache Leben macht es einfacher einfach zu leben.
Zur Schule, in der ich unterrichtete, bin ich jeden Morgen mit einem Tro-Tro gefahren, einer Art Buschtaxi, meist ältere Kleinbusse, die für 16 Personen ausgelegt sind und auf festen Routen verkehrend das günstigste Transportmittel für Personen und kleine Frachten in Ghana darstellen. Aufgrund des Alters der Fahrzeuge, der Straßenverhältnisse und der sehr forschen Fahrweise der Ghanaer ist eine solche Fahrt immer ein kleines Abenteuer.
Die Nana Aframea Preparatory School (NAPSCO) befindet sich im 13 km entfernten Akropong, einer etwas größeren Stadt. Hier unterrichtete ich alle Klassen von Stage 1 bis Form 1, also von 6 – 16 Jahren alle Altersstufen, vor allem in Englisch, aber auch in Geschichte, Geographie und manchmal zu meinem Leidwesen auch in Mathe. Obwohl sie in einfachen Verhältnissen aufwachsen, habe ich noch nie so fröhliche und glückliche Kinder erlebt. Auch die Ghanaer im Allgemeinen sind trotz eines nicht immer einfachen Lebens außerordentlich liebenswert, lebensfroh und voller Tatendrang. Nicht umsonst gilt Ghana als das gastfreundlichste Land Westafrikas. Diese Lebenseinstellung hat mich sofort in ihren Bann gezogen und das Unterrichten und Leben in Ghana zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Als ich Anfang April wieder zurück nach Deutschland musste, ist mir der Abschied sehr schwer gefallen. Meine Gastfamilie, meine Schüler und viele andere Menschen sind mir wirklich ans Herz gewachsen, ich habe viele neue Freunde gefunden und dank der Geduld meiner Gastmutter Florence auch die lokale Sprache Twi (sprich Tschui) etwas gelernt.
Über all diese Erlebnisse und noch einiges mehr habe ich auch in meinem Bildvortrag berichtet, was mir große Freude bereitet hat und somit nach einer Wiederholung ruft. Aber auch dem Ruf nach Ghana zurück zu kehren werde ich folgen: Schon Ende Juli geht es wieder für zwei Monate in meine zweite Heimat, auch diesmal mit der Organisation Projects Abroad (www.projects-abroad.de) zum Unterrichten an „meiner alten Schule“.
In diesem Sinne möchte ich folgende Erfahrung weitergeben. Ich wurde einmal, während ich in Ghana war, auf meiner Facebook-Seite gefragt: „Was macht Ghana?“ Meine Antwort lautete: „Ghana macht glücklich!“
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