Insgesamt wurden laut Polizei in der Bruchsaler Kernstadt 17 Fahrzeuge angehalten und 32 größtenteils osteuropäischen Personen kontrolliert. Dabei stellten die Behörden allein 38 Verstöße gegen das Abfall- und Elektrogesetz fest.

Sperrmüll oder Diebesgut?

In der Folge wurden Bußgelder in einer Gesamthöhe von 10.000 Euro festgesetzt. An Ort und Stelle mussten die Betroffenen zudem Sicherheitsleistungen von knapp 2.900 Euro hinterlegen. Darüber hinaus wurden weitere Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Verdachts des Diebstahls und Verdachts des besonders schweren Diebstahls eingeleitet. Mutmaßliches Diebesgut, wie beispielsweise Laptops und Elektronikartikel, wurden beschlagnahmt. Hierzu dauern weitere polizeiliche Ermittlungen noch an.

Im Vorfeld des von der Kommune für Dienstag angesetzten Sperrmülltermins waren nach Polizeiangaben bereits am Montag in der Zeit von 14 Uhr bis 1 Uhr Beamte des Polizeireviers Bruchsal unterwegs, um die Fahrzeuge von Sperrmüllsammlern aufzunehmen und an eine zentral eingerichtete Kontrollstelle zu bringen. Mit eigens zusammengestellten Trupps - darunter Mitarbeiter der zuständigen Fachbehörden vom Landratsamt Karlsruhe, der Stadt Bruchsal und des beim Polizeipräsidium Karlsruhe angesiedelten Einsatzzuges - wurden die Transportfahrzeuge eingehend kontrolliert und deren Insassen überprüft.

Die Fahrer mussten ihre teils bis unter das Dach beladenen Fahrzeuge zunächst entladen und die Fracht nach Wertstoffen, Elektroschrott und Restmüll sortiert in dafür bereitgestellte Container entsorgen, so die Polizei. Besonders hart traf es einen Sperrmüllsammler, der kurz vor seinem Antreffen einen Verkehrsunfall verursacht hatte und dafür mit 35 Euro von der Polizei gebührenpflichtig verwarnt worden war. Bei der folgenden Sperrmüllkontrolle musste er sein gesamtes Sammelgut abgeben und wurde darüber hinaus mit einem Bußgeld in Höhe des von ihm mitgeführten Bargeldes belegt, heißt es im Polizeibericht.