"Unser Schlossfestival ist zu einer Leuchtturmveranstaltung für die Region geworden", zog Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ein positives Fazit. Tatsächlich lockte das neuntägige Festival und musikalische Spektakel anlässlich des Jubiläums "300 Jahre Schloss Bruchsal" über 20.000 Besucher zu den anberaumten Konzerten in die Schloss-Arena und mehr als 15.000 Gäste in den frei zugänglichen Ehrenhof auf das Schloss-Areal.

So lief das Schlossfestival

Nach den bereits sehr gut angenommenen Events in der ersten Woche setzten die weiteren Künstler bei hitzigen Sommertemperaturen auch in der Folge Akzente und boten besonders am Abend, als das illuminierte Barockschloss in atmosphärischem Licht erstrahlte, ein Fest für alle Sinne.

Schlossfestival Bruchsal Part zwei
Bild: Hans-Joachim Of

Der deutsch-irische Geigenvirtuose Daniel Hope hatte mit dem Orchester "l'arte del mondo" mit Vivaldis Meisterstück "Die vier Jahreszeiten" den Reigen eröffnet und das Blechbläserensemble "German Brass" setzte mit großer Musikalität, viel Charme und voluminösem Sound noch einen drauf. Die zehn Musiker und Echo-Klassik-Preisträger entführten ein verzücktes Publikum in ungeahnte Klangdimensionen und nahmen die Gästeschar mit auf eine musikalische Weltreise mit Meisterwerken des Barock bis hin zur Moderne.

Das könnte Sie auch interessieren

"Ein Hammerauftritt" meinten Nicole und Achim aus Weingarten. Dies gilt im besonderen Maße auch für Gregory Porter, der zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten SWR Big Band bei "One Night Only in Europe" ein Highlight setzte und mit seiner umwerfenden Stimme, gekennzeichnet durch seinen warmen, emotional ausdrucksstarken Bariton mit eingängigen Melodien, ein dickes Ausrufezeichen setzte.

Kritiken durchweg positiv

Vor zwei Jahren hatte er mit seinem Album "All Rise" in der Szene aufhorchen lassen. Steffen Hoffner und Jürgen Vogel aus Waghäusel nach Konzertende: "Magisch. Einfach Weltklasse!" Auf der Ehrenhofbühne hatte zuvor die weithin bekannte "Sean Tracy Band" aus Karlsruhe ihre Fans beglückt und in bester Weise auf einen großartigen Abend eingestimmt.

Schlossfestival Bruchsal Part zwei
Bild: Hans-Joachim Of

Dieser war dann mit der stimmlichen Reinkarnation des unvergessenen, legendären Queen-Frontmanns Freddie Mercury gekommen. Wer bei der fulminanten, mit 2.800 Fans ausverkauften, Show "One Visions Of Queen" mit dem kanadischen Sänger Marc Martel nicht hautnah dabei war, hat vielleicht das beste Konzert seines bisherigen Lebens verpasst.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Auftritt des 45-jährigen Sängers, Gitarristen und Pianisten aus Montreal, der die Songs der Rock-Ikone mit Respekt und Hingabe interpretierte, war schlichtweg sensationell und sorgte am bislang heißesten Tag des Jahres für Gänsehautmomente.

Das könnte Sie auch interessieren

Marc Martel, der Schauspieler Rami Malek im Oscar-preisgekrönten Epos "Bohemian Rhapsody" die Stimme lieh, riss die begeisterten Menschen nicht nur bei diesem Klassiker, sondern auch bei "Under Pressure", "Radio Gaga", "Somebody To Love", der wunderschönen Klavierballade "Ave Maria" oder dem finalen "We Are The Champions" von den Sitzen. Handylichter sorgten im weiten Rund für eine noch nie dagewesene Stimmung in der Barockstadt, der sich keiner entziehen konnte. Ein Freudenfest.

"Mir fehlen die Worte"

Die Schloss-Arena stand Kopf und flippte schier aus. "Mir fehlen die Worte", fasste Mira aus Kraichtal das Ereignis zusammen und Leni, Carol und Julia nickten zustimmend. Den Schlusspunkt unter eine, in jeder Hinsicht denkwürdige, Geburtstagsparty setzte vor der historischen Kulisse des Schlosses schließlich Alex Christensen und das Berlin Orchestra mit der fulminanten Show "Classical 90s Dance."

Schlossfestival Bruchsal Part zwei
Bild: Hans-Joachim Of

Einer der wichtigsten Impulsgeber der Techno- und Dance-Bewegung im Lande ließ die entfesselten, seligen Fans aller Alterslassen singen und tanzen. Ein spektakulärer Ausklang, wie auch die an allen Tagen mitsingende Verwaltungschefin Cornelia Petzold-Schick stolz anerkannte: "Das Schlossfestival hat das Vertrauen von Stadt und Land erfüllt." Der Ehrenhof habe sich während des Festivals zusehends zu einer Begegnungsstätte entwickelt. Mit dem Schlossfestival habe man in einer höheren Liga gespielt.

"Wie in einer anderen Sphäre"

Auch Martin Gantner, künstlerischer Leiter in Bruchsal, zeigte sich über das exquisite Programm und Ambiente hochzufrieden: "Wir haben mit Weltstars, der Organisation und dem Publikum ein familiäres Verhältnis geschaffen", beschrieb Gantner die außergewöhnliche Atmosphäre und Qualität. Norbert Grießhaber, Vorstands-Vorsitzender der Sparkasse Kraichgau und Hauptsponsor des Festivals, bestätigte, dass das Schlossfestivals alle Erwartungen übertroffen habe.

Das könnte Sie auch interessieren

"Die Veranstaltung war wie in einer anderen Sphäre. Alle waren beglückt" Und Festival-Leiter Frank Kowalski betonte den sozialen Charakter der neuntägigen Veranstaltung und sagte: "Das Konzept mit verschiedenen Musik-Genres ist optimal aufgegangen, was auch die teils euphorischen Rückmeldungen belegen." Das Bruchsaler Schlossfestival 2022 hat ohne Frage ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Alle Bilder zum zweiten Teil des Schlossfestivals:

Das könnte Sie auch interessieren