Laut Pressemitteilung der Polizei ging am Dienstag, gegen 11.45 Uhr, beim 80-Jährigen ein Anruf einer weinenden Frau ein. Ein angeblicher Polizeibeamter übernahm schließlich das Gespräch und teilte dem Mann mit, dass seine Ehefrau einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine Person ums Leben gekommen wäre.

"Der falsche Polizeibeamte versuchte Druck aufzubauen, indem er behauptete, eine Haftstrafe der Ehefrau könne nur abgewendet werden, wenn der Mann bereit wäre eine Kaution in Höhe von 80.000 Euro zu hinterlegen. Er vereinbarte daraufhin 50.000 Euro Bargeld und 30.000 Euro Münzgeld übergeben zu wollen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Was die Täter nicht wussten: Der Senior erkannte den Betrug sofort und vereinbarte daraufhin einen Übergabeort mit den Trickbetrügern in der Nähe des Bruchsaler Bahnhofes.

Kurz vor 16 Uhr erschien ein 16-jähriger Geldabholer an der vereinbarten Örtlichkeit und der 80-Jährige übergab diesem - wie zuvor mit der Polizei vereinbart - einen mitgeführten Koffer. Nachdem versteckt im Einsatz befindliche Kräfte sich als Polizeibeamte zu erkennen gaben, ergriff der Geldabholer die Flucht. Nach einer kurzen Verfolgung konnte er schließlich vorläufig festgenommen werden.