Karlsdorf-Neuthard Gefahrgut-Unfall bei Bruchsal: Feuerwehr ist fast 70 Stunden im Einsatz

Die Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard wurde am vergangenen Sonntag zu einem Gefahrgutunfall auf dem Parkplatz beim Rasthof Karlsdorf gerufen. Aus einem Auflieger mit zirka 18.000 Liter hochprozentiger Salpetersäure trat der gefährliche Stoff aus.

Ein neben dem havarierten Fahrzeug schlafender Fernfahrer wurde auf den Schaden aufmerksam und verständigte die Rettungskräfte, berichtet der Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe in einer Pressemitteilung.  Der Mann wurde zur weiteren Untersuchung vom Rettungsdienst in eine Klinik verbracht.

Weiter heißt es: "Sehr schnell war klar, dass zur vollständigen Erkundung und Schadenbewältigung weitere Kräfte mit Gefahrgutausbildung und entsprechender Ausrüstung an der Einsatzstelle benötigt werden." Im weiteren Verlauf wurden deshalb die Fachberater Chemie und die weiteren Einheiten des Gefahrgutzuges Nord alarmiert. Außerdem wurden auch Fachkräfte der Werkfeuerwehr der BASF Ludwigshafen hinzugezogen.

Lediglich ein Umpumpen konnte die Gefahr beseitigen

Zunächst sei es nicht möglich gewesen, den Austritt zu stoppen. "Lediglich ein Umpumpen in ein Ersatzfahrzeug konnte die Gefahr beseitigen", so der Kreisfeuerwehrverband. Die geringen Mengen wurden dauerhaft mit einem Wassernebel der Feuerwehr so stark verdünnt, dass ein Schaden für die Umgebung ausgeschlossen werden konnte. Messungen der Feuerwehr bestätigten dies.

In Absprache mit der Polizei und den Fachbehörden wurde der Einsatzbereich weiträumig abgesperrt und die Feuerwehr stellte mit zwei Fahrzeugen permanent eine Sicherheitswache an der Einsatzstelle. Trotz vielfachem Bemühen gelang es nicht zeitnah ein Ersatzfahrzeug zu ordern.

Das dann aus der Schweiz organisierte Fahrzeug konnte witterungsbedingt erst am Mittwochmorgen die Einsatzstelle erreichen. Kräfte der Werkfeuerwehr BASF übernahmen die Umfüllaktion und die örtliche Wehr stellte derweil den Brandschutz sicher. Nach nahezu 70 Stunden Dauereinsatz beim Rasthof konnten am frühen Mittwochnachmittag alle Fahrzeuge und Kräfte aus Karlsdorf-Neuthard wieder einrücken.

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