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Baden-Baden/Kehl/Karlsruhe NATO-Gipfel: Aktuelle Verkehrsinfos

Nicht nur durch die Sicherheitszonen in den betroffenen Städten wird der NATO-Gipfel für Behinderungen im Verkehr sorgen. Auch Autobahnsperrungen und Sperrungen des Luftraums und der Wasserwege schränken die Mobilität der Reisenden ein.

  • AKTUELLER HINWEIS: Auf den überregionalen Straßen läuft der Verkehr weiterhin ruhig und ohne Störungen. In Baden-Baden kommt es durch die Absperrungen und den Versammlungsaufzug teilweise zu Behinderungen mit geringen Wartezeiten. (Stand 16.25 Uhr)
  • AKTUELLER HINWEIS: Im gesamten Einsatzgebiet herrscht aktuell ruhiger Verkehr. Auch auf den überregionalen Bundesstraßen und der Bundesautobahn 5 gibt es derzeit keine Verkehrsbehinderungen. (Stand 12.18 Uhr)
  • Es kommt zu folgenden Straßensperrungen

  • Auf der A5 Karlsruhe - Basel werden in beiden Richtungen die Ein- und Ausfahrten Baden-Baden ab 12 Uhr gesperrt! (Stand 11.40 Uhr)
  • In der Zeit zwischen Freitag, 3. April, 12 Uhr, und Samstag, 4. April, 10 Uhr, Vollsperrung der B500 zwischen Rheinbrücke und Michaelstunnel in Baden-Baden, sowie der Autobahnanschlussstelle Baden-Baden und der B 36 zwischen Iffezheim und Stollhofen.
  • Voraussichtlich wird ebenfalls ab Freitag, zirka 9 Uhr, die auf französischer Seite parallel zur A5 verlaufende A35 im Bereich Straßburg gesperrt. Damit eingehend wird der Transit-Schwerverkehr (über 7,5 Tonnen) nach Frankreich nicht mehr abgefertigt und diese Beeinträchtigung wird voraussichtlich bis in die Abendstunden des 4. April bestehen.
  • Am Samstag, 4. April, wird die A5 auf Höhe Baden-Baden in Fahrtrichtung Süden zwischen 7.30 Uhr und 9.30 Uhr für ungefähr 60 Minuten angehalten. Im gleichen Zeitraum werden die Anschlussstellen Baden-Baden, Bühl, Achern und Appenweier in Richtung Süden gesperrt. Im Ortenaukreis wird die B28 zwischen den Anschlussstellen Appenweier und Europabrücke ab 6 Uhr gesperrt. Für anfahrende Reisebusse wird am Samstag von der A5, Anschlussstelle Offenburg, bis nach Kehl eine spezielle „Bus-Route“ ausgeschildert. Durch die Sperrung der B28 ist in Appenweier keine Einfahrt auf die A5 möglich. In Fahrtrichtung Basel wird empfohlen, die Anschlussstelle Offenburg zu benutzen. In Fahrtrichtung Karlsruhe steht die Anschlussstelle Achern zur Verfügung.

Verkehrsbehinderungen am Freitag

Ab Freitag, 3. April, kommt es infolge der Straßensperrungen in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt zu deutlichen Verkehrsbehinderungen. Der Linienverkehr mit Omnibussen ist nicht mehr überall fahrplangerecht möglich. Es muss mit deutlichen Verspätungen gerechnet werden. Die Anfahrt zum Flugplatz Baden- Baden-Karlsruhe ist nur noch über die Autobahnanschlussstelle Bühl möglich. Auch hier sind Fahrzeitverluste zu erwarten.

Der Schwerverkehr nach Frankreich wird (mit Beschilderung und Verkehrswarnfunk) ab der Anschlussstelle Karlsruhe-Süd über die Landesstraße 605 - Bulacher Kreuz - Südtangente zur Rheinbrücke und weiter in Richtung Lauterbourg umgeleitet. Es muss auf diesen Strecken mit einem erheblich höheren Lkw-Anteil gerechnet werden. Ab dem frühen Nachmittag ist auf der A5 in Fahrtrichtung Süden durch den einsetzenden Urlaubsreiseverkehr mit starkem bis zähflüssigem Verkehr zu rechnen. Insbesondere zwischen den Autobahnanschlussstellen Rastatt-Süd und Bühl sind Stauungen zu erwarten.

In Fahrtrichtung Norden wird zwischen Freiburg und Achern mit normalem Verkehrsaufkommen gerechnet. Zwischen den Anschlussstellen Achern und Rastatt-Süd erwartet man am Nachmittag sehr dichten und teilweise zähflüssigen Verkehr. Eine veranstaltungsbezogene Sperrung des Verkehrs auf der A5 ist am Freitag nicht vorgesehen.

Verkehrsbehinderungen am Samstag

Am Samstag, 4. April, fällt die Autobahnsperrung in Höhe Baden-Baden mit der Reiseverkehrsspitze (Osterferien in 10 Bundesländern) zusammen. Es ist mit einer Rückstaubildung zu rechnen, die bis zum Dreieck Karlsruhe reichen kann. Umleitungsempfehlung über die A8 - Stuttgart- A81 - Singen sowie ab Walldorf über die A6, A81. Da in Fahrtrichtung Süden keine Ausweichstrecken zu Verfügung stehen (B36 gesperrt, B3 überlastet) und sämtliche Autobahnzufahrten gesperrt sind, wird der Verkehr nicht ausgeleitet. ADAC-Stauberater auf Motorrädern sind im Einsatz.

Im nachgeordneten Straßennetz wird es im Umfeld der Autobahnzufahrt Bühl (Landesstraße 85) und auf der Landesstraße 87 im Bereich der Autobahnzufahrt Achern zu länger andauernden Behinderungen und Stauungen kommen. Eine Zufahrt zur A5 in Fahrtrichtung Süden wird in der Zeit zwischen 7.30 Uhr und 10 Uhr nicht möglich sein. Verkehrsteilnehmern, die dort auf die A5 in Richtung Basel einfahren wollen, wird empfohlen, die B3 in Richtung Offenburg zu nehmen. An der Autobahnanschlussstelle Offenburg kann ungehindert auf die Autobahn eingefahren werden.

Im Bereich der Stadt Kehl kommt es zu unumgänglichen Einschränkungen und Behinderungen des Individualverkehrs. Die außerordentliche Verkehrsbelastung wird Auswirkungen auf das gesamte Straßennetz des Ortenaukreises haben. Für die Lenkung des aufkommenden Besucherverkehrs hat die Polizei für den Bereich Kehl ein spezielles Verkehrs- und Parkraumkonzept entwickelt.

Samstagmorgen: Schienenersatzverkehr zwischen Appenweier und Kehl

Den nach Kehl anreisenden Besuchern wird empfohlen, generell die AS Offenburg zu nutzen und Kehl dann über die L98 und die B36 aus südlicher Richtung anzufahren. Parkraum für Busse ist vorhanden und ausgeschildert. Am Veranstaltungstag sind im Kernstadtgebiet Kehl keine großflächigen Parkräume vorhanden. Pkw-Fahrer werden daher gebeten, den vorhandenen P&R-Beschilderungen zu folgen. Für außerhalb von Kehl gelegene Parkräume, wie zum Beispiel das Industriegebiet Auenheim, wird ein Bus-Shuttleverkehr eingerichtet.

Die Bahnstrecke zwischen Appenweier und Kehl wird am Samstag, 4. April, von 6 Uhr bis 10.30 Uhr gesperrt. Es wird eine Sonderlinie "Schienenersatzverkehr“ eingerichtet. Zur Verkehrsregelung und zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Durchführung der angemeldeten Veranstaltungen müssen in Kehl zahlreiche Straßen freigehalten werden. Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, die angeordneten Halte- und Durchfahrtsverbote unbedingt einzuhalten.

Zum NATO-Gipfel drohen auch im Elsass Staus und Straßensperren. Die französischen Behörden haben nach Angaben vom Freitag weitgehende Verkehrsbeschränkungen in Straßburg und in der elsässischen Rheinebene beschlossen. Besonders betroffen sind während des Doppelgipfels am 3. und 4. April die Strecke vom Flughafen Straßburg-Entzheim, die Europabrücke Kehl sowie die Autobahn in Richtung Baden-Baden, sagte am Freitag in Straßburg der Präfekt Jean-Marc Rebière. Die für Samstag geplante Kundgebung der NATO-Gegner, zu der die Behörden bis zu 40.000 Menschen erwarten, soll vom Straßburger Stadtrand aus am Rhein entlang zur Europabrücke führen.

Verkehrsbeeinträchtigungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Polizeiliche Maßnahmen betreffen neben Straßensperren auch den Luftraum und die Wasserwege: Bereits seit dem 1. April sind Luftraumbeschränkungen zum Schutz der Veranstaltung und der Bevölkerung in Kraft getreten, die bis Samstag, den 4. April, 24 Uhr, gelten. In den Kernzonen um Straßburg/Kehl und Baden-Baden sind bis auf den Instrumentenflug von und zu den Flughäfen Straßburg, Lahr und Karlsruhe/ Baden-Baden alle Flüge und im Gebiet "Rheingraben“ Flüge nach Sichtflugregeln untersagt. Die Beschränkungen sind unverzichtbar und gelten in Abstimmung mit den französischen Behörden grenzüberschreitend auch auf dortigem Gebiet.

Flüge der Sicherheitsbehörden und von Rettungskräften sind davon ausgenommen. Die Polizei bittet deshalb alle Luftfahrer dringend, sich über NOTAM (Notice to Airman = Nachricht für Luftfahrer) über die aktuell geltenden Flugbeschränkungen zu informieren. Mit ihrem Appell will die Polizei die Luftfahrer vor möglichen strafrechtlichen Konsequenzen bewahren, denn das unerlaubte Einfliegen in das Beschränkungsgebiet ist eine Straftat, die von der Polizei verfolgt wird.

Die aktuellen Informationen über die Flugbeschränkungen sind über die Homepage der Polizei unter www.polizei-natogipfel2009.de oder über die Homepage der Deutschen Flugsicherung (DFS) zu erhalten. Von den Flugbeschränkungen sind auch Modellflieger betroffen. Modellflug ist nur im Beschränkungsgebiet "Rheingraben“ erlaubt. Dabei darf eine Flughöhe von 150 Metern nicht überschritten werden.

Am Morgen des 4. April wird der Rhein zwischen den Schleusen Gambsheim und Straßburg gesperrt. Rund um die Veranstaltungsörtlichkeiten in Kehl und Baden-Baden hat die Polizei fünf abgestufte Sicherheitszonen festgelegt: Diese reichen von der Sicherheitszone eins (Tagungsräume) bis hin zu Sicherheitszonen der Stufe fünf, wo außer verstärkten Personen- und Fahrzeugkontrollen mit keinerlei Einschränkungen zu rechnen ist. Die Polizei rät, die Einsatzgebiete weiträumig zu umfahren und den Innenstadtbereich von Baden-Baden so weit wie möglich zu meiden.

Auch die Betreiber des Europa-Parks in Rust rechnen wegen Verkehrsbehinderungen durch den Gipfel zur Eröffnung mit weniger Besuchern als in den Vorjahren. Der Park profitiert aber auch von dem Großereignis: Vor und während des Gipfels sind in den Europa-Park-Hotels Polizisten und andere Sicherheitskräfte untergebracht.

Weitere Informationen erteilt das Bürgertelefon der Polizei rund um die Uhr unter Rufnummer 01805-628609 (14ct/min).

Lesen Sie mehr zum NATO-Gipfel im ka-news-Dossier!

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    (5089 Beiträge)

    04.04.2009 09:57 Uhr
    Verrückt
    Gelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
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    (1673 Beiträge)

    02.04.2009 19:03 Uhr
    wie wärs ...
    mit nem treff auf nem schiff oder so? am besten vor der küste somalias ... veilleicht kommen sie ja dann alle abhanden
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    (11 Beiträge)

    30.03.2009 17:37 Uhr
    und dann...
    und dann wundern sie sich darüber das leute was gegen das treffen haben wenns schonmal provokativ aufgebauscht wird!
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    (7 Beiträge)

    30.03.2009 11:37 Uhr
    nato
    die herren sollen sich doch in ihren bunkern treffen,davon sind ja genug da.dann bliebe der ganze aufstand den anwohnern erspart.
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    (227 Beiträge)

    29.03.2009 12:42 Uhr
    Gullideckel
    Werden wieder Gullideckel verschweißt? Wieso muss eigentlich immer eine ganze Stadt/Region unter solchen Treffen leiden, wieso treffen die sich nicht auf einem gecharterten Kreuzfahrtschiff oder einem menschenleeren Landstrich? Die ganzen entstehenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Zweck des Gipfels.
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