Er soll auch noch auf sie zugefahren sein, als sie das Fahrzeug verließen. Die Frau erlitt Prellungen und Hämatome, konnte aber mit ihrem Freund flüchten. Vor dem Landgericht räumte der Angeklagte am Dienstag ein, mehrfach absichtlich das Auto seiner Ex-Freundin gerammt zu haben. Er bestritt jedoch eine Tötungsabsicht - er habe lediglich den Fahrschulwagen zerstören wollen.

Die wesentlich jüngere Frau hatte sich von dem 76-jährigen getrennt und als Inhaberin der Fahrschule dem Fahrlehrer gekündigt, der zugleich Geschäftsführer war. Der neue Freund sollte ebenfalls als Fahrlehrer in der Firma tätig sein. "Ich habe die Kontrolle verloren", sagte der 76-Jährige zum Prozessauftakt über die Attacke im Sommer 2020 in Baden-Baden. "Es ist eine schlimme Sache, die ich gemacht habe."

Urteil am 8. April erwartet

Die Staatsanwaltschaft geht hingegen von Heimtücke aus. Dem nicht vorbestraften Angeklagten wirft sie neben versuchtem Mord in zwei Fällen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Unfallflucht.

Der Angeklagte hatte sich danach selbst der Polizei gestellt. Der Schaden an den beiden Autos beträgt etwa 24.000 Euro. Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt. Zur Hauptverhandlung hat das Landgericht Baden-Baden neun Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Das Urteil könnte am 8. April fallen.