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Baden-Baden/Karlsruhe Mergen wird OB in Baden-Baden: "Ich bin am Ziel meiner Träume"

Margret Mergen ist am Ziel ihrer Träume. Die 52-Jährige wurde am Sonntag mit deutlicher Mehrheit zur neuen Oberbürgermeisterin von Baden-Baden gewählt. Aktuell ist Mergen noch Erste Bürgermeisterin von Karlsruhe. Sie will in den nächsten Wochen ihre Projekte hier abschließen und dann mit ihrem Mann nach Baden-Baden ziehen. Dort will die CDU-Politikerin die Kurstadt dann erstmal kinderfreundlicher machen, wie sie im ka-news-Interview erzählt.

Frau Mergen, Sie wurden am Sonntag mit über 62 Prozent zur neuen Oberbürgermeisterin von Baden-Baden gewählt. Wie fühlt sich der deutliche Wahlerfolg an?

Ich habe das Ergebnis nicht in dieser Deutlichkeit erwartet und bin sehr überrascht. Eigentlich bin ich von einem zweiten Wahlgang ausgegangen - sehe das nun aber auch als Bestätigung für meinen engagierten Wahlkampf und für meine gute Arbeit als Erste Bürgermeisterin in Karlsruhe und davor in Heilbronn. Ich freue mich sehr über das Wahlergenis und die neue Herausforderung.

Sie wollten auch schon Oberbürgermeisterin von Rastatt und Karlsruhe werden. Im dritten Anlauf hat es nun in Baden-Baden geklappt. Sind Sie nun am Ziel Ihrer Träume?

Ja, das kann man so sagen. Es ist schon etwas anderes Oberbürgermeisterin statt Erste Bürgermeisterin zu sein. Als Oberbürgermeisterin kann man einer Stadt stärker seine eigene Handschrift geben.

Aktuell sind Sie noch Erste Bürgermeisterin von Karlsruhe. Wie schwer wird Ihnen der Abschied von Karlsruhe fallen?

Schon ziemlich schwer. Ich bin vor 27 Jahren nach meinem Studium nach Karlsruhe gekommen. Auch als Erste Bürgermeisterin war ich immer gerne in Karlsruhe und habe mich hier sehr wohl gefühlt. Aber Baden-Baden ist ja nicht aus der Welt. Die Stadt ist nur eine halbe Stunde Fahrzeit von Karlsruhe entfernt. Mein Mann und ich werden von daher sicher noch häufig nach Karlsruhe kommen. Außerdem gibt es durch die Technologieregion, den Verkehrsverbund oder den Baden Airpark viele Anknüpfungspunkte.

Also werden Sie nach Baden-Baden ziehen?

Ja. Wer Verantwortung für eine Stadt trägt, sollte auch dort leben. Wir werden nach Baden-Baden ziehen, sobald wir dort eine geeignete Wohnung gefunden haben.

Wie sieht Ihr aktueller Fahrplan aus?

Ich werde meine Projekte hier abschließen und mit gutem Gewissen übergeben. Für Baden-Baden habe ich bereits ein Programm für das erste Halbjahr entwickelt. Ein Schwerpunkt wird hierbei sein, die Kinderfreundlichkeit der Stadt zu verbessern. Das heißt unter anderem: bezahlbarer Wohnraum, mehr Spielplätze für Kinder und mehr Treffpunkte für Jugendliche.

Fragen: Moritz Damm

Siehe auch:

Familie und Verkehr in Mergens Fokus nach Wahlsieg in Baden-Baden

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  •   guglhupf
    (311 Beiträge)

    18.03.2014 23:16 Uhr
    Baden Baden muss warten
    "Ich werde meine Projekte hier abschließen und mit gutem Gewissen übergeben."

    Sie, liebe Frau Mergen, haben 70 Millionen Euro die für Leistungen von der Stadt für den Tunnel anfielen nicht als Kosten für diese ausgewiesen.

    Da muss man sich schon ein gutes Gewissen einreden. Aber es ist o.k. wenn sie hier ihr Tunnelprojekt nicht abschließen und gehen. Aber bitte ohne diese Heuchelei. Eklig.
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  •   DonHasi
    (967 Beiträge)

    18.03.2014 21:47 Uhr
    Ich bin am Ziel meiner Träuume....
    Wir auch , Frau Mergen.
    Herzlichen Glückwunsch
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  •   Laetschebachschorsch
    (3138 Beiträge)

    18.03.2014 17:56 Uhr
    Frau Mergen
    Ich gratuliere Ihnen. Hoffentlich finden Sie in Baden-Baden ein angenehmeres Umfeld. In KA war die politische Lage ja nicht besonders gut für Sie und Ihrer Partei, in der Sie ja zudem keinen großen Rückhalt fanden.
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  •   DerSpinner
    (1986 Beiträge)

    18.03.2014 19:04 Uhr
    Ist doch egal, was sie findet.
    Hauptsache sie geht!
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  •   karlsruher1955
    (1161 Beiträge)

    18.03.2014 17:33 Uhr
    "Ich bin am Ziel meiner Träume"
    in und für Karlsruhe zu arbeiten war ja dann wohl ein Alptraum für Frau Mergen. Frei nach dem Politikerdenken: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    18.03.2014 15:47 Uhr
    Wirklich überwältigend!
    60 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 30 Prozent. Das heißt ja, einer von fünf Wahlberechtigten hat für sie gestimmt. Der helle Wahnsinn!
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    18.03.2014 17:59 Uhr
    Können Sie die 30% auch belegen, barlou
    oder isch des oifach nur rausgschwätzt?
    Die Wahlbeteiligung lag bei 41,19 Prozent
    zum Vergleich OB-Wahl 2012 erhielt Herr Mentrup 55,25% der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 42,4%
    Jetzt bin ich aber mal auf Ihren Beleg mit der 30% Wahlbeteilung gespannt zwinkern
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  • unbekannt
    (8 Beiträge)

    19.03.2014 06:56 Uhr
    Stadt berechnete Wahlbeteiligung zunächst falsch
    Erst einem Journalisten sei es aufgefallen ...

    Badisches Tagblatt:

    Panne: Künftig Vier-Augen-Prinzip

    Baden-Baden (hol) - Ein Fehler bei der Eingabe der Anzahl der Wahlberechtigten in einem Stimmbezirk hat am Sonntag die zwischenzeitliche Falschmeldung ausgelöst, dass bei der OB-Wahl eine Wahlbeteiligung von 30,99 Prozent zu verzeichnen sei. Weil eine Null zuviel eingegeben wurde, sei der Rechner von mehr als 50000 Wahlberechtigten in der Stadt ausgegangen. Erst als einem Journalisten diese falsche Zahl aufgefallen war, habe das Wahlamt erneut geprüft und den Fehler entdeckt, so Stadt-Pressesprecher Roland Seiter. Künftig wolle man bei Wahlen bei der Dateneingabe das Vier-Augen-Prinzip einführen, um solche Fehler zu vermeiden.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    19.03.2014 09:03 Uhr
    lustig
    Bei 52T Einwohnern wären 50T Wahlberechtigte ein Anzeichen, dass Mergen falsche Prioritäten setzt, wenn sie die Stadt kinderfreundlicher machen will grinsen
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  •   ALFPFIN
    (6581 Beiträge)

    18.03.2014 14:19 Uhr
    Ja und?
    stets bemüht, macht auch G'schäft. grinsen
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