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Baden-Baden Vermeintlicher Handwerker & Antiquitätenhändler in Baden-Baden

Weil sie einen Handwerker erwartete, öffnete eine Frau in Oos einem vermeintlichen Monteur die Tür - und wurde prompt dreist bestohlen. Denn der Mann war nur ein Ablenkungsmanöver für seine Komplizen.

Seit einigen Tagen wartete die Frau auf einen Handwerker, den sie bei ihrer Hausverwaltung bestellte. Am Dienstag kam dann gegen 13.30 Uhr die Ankündigung per Telefon und kurze Zeit später stand auch ein angeblicher Fachmann in der Bahnhofsstraße in Oos vor ihrer Tür. Das teilt die Polizei in einem Bericht an die Presse mit. 

Nachdem die Mieterin den Handwerker ins Bad führte und ihm den zu reparierenden Schaden zeigte, verschafften sich unbemerkt zwei weitere Personen Zutritt. Die beiden nutzten das Ablenkungsmanöver des vermeintlichen Monteurs im Bad und entwendeten aus dem Schlafzimmer der Frau Schmuck und Bargeld.

Als sie die ungebetenen Gäste bemerkte, waren diese gerade dabei aus der Wohnung ins Treppenhaus zu flüchten. Der Monteur präsentierte sich als angeblicher Helfer, folgte den beiden Dieben und verließ das Haus. Kurze Zeit später meldete er sich noch einmal telefonisch bei der Frau und teilte mit, die gestohlenen Sachen später zurückzubringen - was jedoch nicht passierte.

Die Rentnerin konnte den angeblichen Handwerker wie folgt beschreiben: Der etwa 30-Jährige war zirka 1,70 Meter groß und hatte volles, dunkles, kurzes Haar. Bekleidet war er mit einem hellen Hemd und einer dunklen Hose sowie einer Weste mit Taschen. Der Unbekannte hatte keinen Bart und keine Brille, er sprach gebrochen Deutsch. Bei den beiden unbekannten Dieben handelte es sich um einen Mann und eine junge Frau. Die Ermittler vom Polizeiposten in Oos suchen nun nach Zeugen. Wer weitere Angaben zu dem Diebestrio machen kann, wird gebeten sich unter der Nummer 07221/62505 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Betrügereien haben ganzjährig Konjunktur

Betrüger die sich als Handwerker, Verwandte oder auch Polizisten ausgeben gehören inzwischen zu den gängigern Maschen. Auch Betrügereien am Telefon sind zusehends bekannt, wodurch eine neue Methode seit Beginn der Woche bereits mehrfach zum Erfolg geführt.

Über die Werbebeilage einer Tageszeitung ist es einem mutmaßlich selbsternannten Antiquitätenhändler binnen weniger Tage gelungen, an die Wertsachen von mindestens drei Familien in Baden-Baden zu gelangen. Diese hatten den Werbedruck gesehen und anschließend per Telefon Kontakt zu dem noch Unbekannten aufgenommen.

Der falsche Kaufmann hatte vollmundig offeriert, alte Pelzprodukte, Schmuckstücke, Teppiche und Antiquitäten gegen Barzahlung bis zu 5.000 Euro umgehend abzuholen. Nach Anrufen seiner Opfer wurde der Mann, in Begleitung eines Komplizen, in Anwesen der Innenstadt, Geroldsau und Oberbeuern dann auch tatsächlich vorstellig. In den folgenden Gesprächen ließ sich das Duo trickreich den Schmuck im Haus zeigen und vereinbarte den Kauf einiger Objekte.

Nach Abschluss der Verhandlungen und Bezahlung der gewünschten Stücke verschwanden die beiden Männer. Erst danach bemerkten die Opfer, dass offensichtlich deutlich mehr Schmuckstücke als die tatsächlich weit unter Wert bezahlten verschwunden waren. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden, könnte aber mehrere Tausend Euro betragen. Die Beamten des Polizeireviers Baden-Baden haben die Ermittlungen aufgenommen.

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Kommentare (1)
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  •   andip
    (9225 Beiträge)

    08.03.2018 15:48 Uhr
    Seltsam
    Woher hatte der falsche Handwerker denn gewusst, das die Frau tatsächlich einen bestellt hat?
    Oder war der womöglich wirklich von der Hausverwaltung beauftragt worden und die ist an den Falschen geraten?
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