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Baden-Baden/Karlsruhe OB-Wahl in Baden-Baden: Margret Mergen will "kommen, um zu bleiben"

Margret Mergen, Erste Bürgermeisterin in Karlsruhe, will Oberbürgermeisterin in Baden-Baden werden. Die Wahl findet am Sonntag, 16. März, statt. Die 52-Jährige erklärt im ka-news-Interview, warum es im dritten Anlauf mit dem Oberbügermeisteramt klappen sollte und sie sogar eine zweite Amtsperiode in Betracht zieht.

Rastatt, Karlsruhe und jetzt Baden-Baden: In allen diesen Städten wollten oder wollen Sie Oberbürgermeisterin werden. Warum sollte es jetzt in Baden-Baden klappen?

Jeder, der sich schon einmal für irgendeine Stelle beworben hat, weiß, dass es nicht immer im ersten Anlauf klappen kann. Alle drei Städte haben ihren eigenen Reiz. Im Vergleich zu Rastatt habe ich zwischenzeitlich einige Erfahrung gesammelt, fachlich, aber auch in der Offenheit Menschen gegenüber. Ich bin für Baden-Baden sehr zuversichtlich!

Noch 2012 wollten Sie in Karlsruhe OB werden, "weil ich Karlsruhe liebe". Heute schwärmen Sie: "Oberbürgermeisterin in Baden-Baden zu werden, wäre ein Traum". Sind das echte Liebeserklärungen oder reine Wahlkampf-Floskeln?

Beide Aussagen stimmen. Das können wahrscheinlich auch alle nachvollziehen, die sich über eine gewisse Zeit mit beiden Städten befasst haben. Ich liebe Karlsruhe, weil mir die Stadt ans Herz gewachsen ist. Und in Baden-Baden jetzt Bürgermeisterin zu werden ist ein Traum. Es ist eine völlig andere Stadt als Karlsruhe: traditionsreich, mit Menschen, die mit Selbstbewusstsein und Stolz diese Geschichte fortführen und ihre Erwartungen an eine kompetente Stadtspitze richten. Ich würde mich aufrichtig freuen, OB in dieser Stadt zu werden  - ohne Karlsruhe deswegen weniger zu lieben.

Auf Ihrer Facebook-Seite ist fast nur noch von Baden-Baden die Rede. Aber Sie sind doch Erste Bürgermeister in Karlsruhe. Spielt Karlsruhe für Sie schon keine Rolle mehr?

Die Arbeit einer Bürgermeisterin bemisst sich ja zum Glück nicht an der Anzahl ihrer Facebook-Einträge. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein pflichtbewusster Mensch bin und mir meine Projekte in Karlsruhe sehr wichtig sind. In den letzten Wochen habe ich ein enormes Doppelprogramm bewältigt. Allerdings habe ich jetzt, für die heiße Phase des Wahlkampfes, einige Tage Urlaub genommen.

Mit dem Unternehmer Volker Pilz gibt es einen zweiten CDU-Kandidaten in Baden-Baden. 2012 haben Sie in einem internen Machtkampf gegen Ingo Wellenreuther (CDU) verloren. Er wurde OB-Kandidat für Karlsruhe und nicht Sie. Haben Sie ein Déjà-vu?

Überhaupt nicht! Die Karlsruher OB-Wahl ist Vergangenheit und abgehakt. In Baden-Baden kann ich den Bürgerinnen und Bürgern ein breiteres Wahlangebot machen, mit großem fachlichen Hintergrund und tiefen Kenntnissen in der Kommunalverwaltung.

In zwei Sätzen: Warum sind Sie die richtige Oberbürgermeisterin für Baden-Baden?

Weil ich viel Fachkompetenz, Erfahrung und gute Netzwerke mitbringe. Und weil immer mehr Menschen nach meiner Wahrnehmung spüren, dass ich menschlich gut zu dieser Stadt passe. Beides ist wichtig. Und wenn die Wählerinnen und Wähler es wollen, würde ich kommen, um zu bleiben - nämlich für eine zweite Amtsperiode!

Was machen Sie künftig, wenn es mit der OB-Wahl nicht klappen sollte?

Ich bin ein Mensch, der ins Gelingen verliebt ist und nicht ins Scheitern. Aber wenn Sie darauf bestehen: dann komme ich mit demselben Engagement, derselben Einsatzbereitschaft, und derselben Ungeduld (wie manche sagen) nach Karlsruhe zurück und nehme die Fäden meiner Arbeit mit Spaß wieder auf.

Fragen: Moritz Damm

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Margret Mergen will Oberbürgermeisterin in Baden-Baden werden

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  • unbekannt
    (156 Beiträge)

    23.02.2014 16:52 Uhr
    Peinlich wie Wulff
    ich hoffe, daß die Baden-Badener nicht so behämmert sind, der Sessel-unter-Druck-Setzerin eine dicke Zusatzpension zu verschaffen.
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  • unbekannt
    (266 Beiträge)

    23.02.2014 11:01 Uhr
    Dauerbewerber um OB-Pöstchen
    Welle und Mergen zwinkern
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  •   guglhupf
    (311 Beiträge)

    22.02.2014 22:19 Uhr
    Ich Ich Ich Ich Ich
    "Ich-kompetente Stadtspitze
    Ich-tiefe Kenntnisse in der Kommunalverwaltung
    Ich-ein pflichtbewusster Mensch bin
    Ich-mit großem fachlichen Hintergrund
    Ich-viel Fachkompetenz, Erfahrung und gute Netzwerke
    Ich bin ein Mensch, der ins Gelingen verliebt ist und nicht ins Scheitern."

    Hallo?

    Ich Ich Ich erinnere und wiederhole:
    Für die Vertuschung, bzw. Unterschlagung von eben mal 70 Millionen Euro, die in der Kostenrechnung für den Zugtunnel in der Kaiserstr. an Marketing, für Versicherungen und die Eigenleistungen der Städtischen Betriebe angefallen sind ist doch unsere Finanzbürgermeisterin zuständig. Ohne meisterlich zu sein.

    Entweder Frau Mergens Abteilung kann keine Buchführung oder es wurde bewusst vertuscht. Beides für einen OB Kandidaten nicht nur nicht tragbar sondern zumindest in letztem Fall betrügerisch.
    Diese Rechnung ist noch offen.
    Das sollten die Baden-Badener schon wissen. Die Karlsruhe aber auch!
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  •   kuba
    (1016 Beiträge)

    22.02.2014 12:52 Uhr
    Ich würde sie nicht wählen
    aber die Weisheiten die hier verzapft werden sind falsch. Natürlich hat sie Sachkompetnz, natürlich wäre sie eine guten Oberbürgermeisterin, sie ist zäh aber freundlich und was soll das? Wenn sich nicht gewählt würde (was in dem sehr konservativen Baden Baden unwahrscheinlich ist) hat sie sich eben beworben, bekommt den Job nicht und behält ihren alten. Was soll das Gemaule hier. Etwas mehr Sachkompetenz wäre halt schön.
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  •   Insider
    (746 Beiträge)

    22.02.2014 12:28 Uhr
    In KA nicht mehr tragbar!
    1. Es stört mich gewaltig, dass sie und die CDU so tut, als wäre klar, dass sie oder die CDU auf jeden Fall die Wahl gewinnen wird. Abwarten!
    2. Letztendlich ist sie nicht groß anders gestrickt als Wellenreuther. Politikkarreristin, die auf Teufel komm raus die Leiter noch höher steigen will. Alles legitim, aber nicht mehr zeitgemäß. Das Amt muss zum Menschen kommen und nicht der Mensch zum Amt!
    3. Es ist allgemein bekannt, dass Mergen politisch nicht mit Mentrup kann. Wenn sie die Wahl verliert, was ich ihr wünsche, ist sie in KA nicht mehr tragbar, weil sie eigentlich der Stadt den Rücken zukehren will! Aähnlich wie bei Casazza!
    4. Ich probiere es mal in BAD, wenn es nicht klaptt, komme ich halt zurück nach KA. Unmöglich so ein Verhalten.
    5. Und wie sie ins Gelingen verliebt ist, sieht man ja an den Wahlniederlagen und in ihrer Amtsausübung. Besonderes für Karlsruhe hat sie nicht geleistet!
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  •   karlsruher1955
    (1170 Beiträge)

    22.02.2014 14:13 Uhr
    In KA nicht mehr tragbar!
    Diesem Kommentar kann ich in allen Punkten nur voll und ganz zustimmen.
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  •   teflon
    (2674 Beiträge)

    23.02.2014 08:23 Uhr
    Da kann ich auch
    zu 100% zustimmen. Egal wie das Thema bei der OB-Wahl ausgeht, die MM muss weg. Die Frau ist 1:1 eine weibliche Welli-Kopie und keinen Deut besser - daher denke ich nicht, dass die Baden-Badener sich von dem Gesülze einlullen lassen und Madame "L`etat cést moi" wählen.
    Und FM ist hoffentlich clever genug, die Entsorgung von Madame Dyskalkulie genauso effektiv wie beim Dr WC zu gestalten
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  •   karlsruher1955
    (1170 Beiträge)

    22.02.2014 11:58 Uhr
    Weil ich viel Fachkompetenz, Erfahrung und gute Netzwerke mitbringe.
    würde dies stimmen und die Bürgerinnen und Bürger der gleichen Meinung sein, wäre sie schon längst Oberbürgermeisterin.
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  •   DerSpinner
    (1995 Beiträge)

    22.02.2014 13:11 Uhr
    Was meint die mit Netzwerken?
    Den Karlsruher Filz?
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  •   kommentar4711
    (2284 Beiträge)

    22.02.2014 09:57 Uhr
    Man weiß ja nicht...
    ... was man dazu denken soll. Einerseits: Hoffentlich klappt das in BAD, dann sind wir sie los. Andererseits: Die Armen Baden-Badener...
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