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Karlsruhe Urlaub mit dem Hund – was Sie bei der Planung beachten sollten

Die meisten Hundebesitzer können sich den Urlaub ohne das vierbeinige Familienmitglied nicht vorstellen. Damit die Ferien mit dem Hund wirklich gelingen, sollten Sie sich im Vorfeld bewusst machen, welche Besonderheiten bereits in der Planungsphase beachtet werden müssen.

Der „artgerechte“ Urlaubsort

Das beginnt schon mit der Wahl des Urlaubsortes. Hier gibt es einige wichtige Fragen, die Sie sich im Vorfeld stellen sollten. Zum Beispiel, ob die dort herrschenden Temperaturen eine artgerechte Umgebung für Ihren Vierbeiner darstellen. Das ist immer ein Stück weit von der Rasse abhängig: Hunde mit kurzem Fell fangen in kühleren Gefilden schneller an zu frieren, kommen dafür aber etwas besser mit wärmeren Temperaturen zurecht als ihre langhaarigen Artgenossen.

Aber selbst die geplanten Aktivitäten wollen mit den Gewohnheiten und Fähigkeiten des Haustieres abgestimmt sein. So ist ein Wanderurlaub mit dem Chihuahua oder ein Strandurlaub mit dem Husky nicht nur unpraktisch, sondern zudem nicht artgerecht. Denken Sie immer daran, dass der Urlaub für die gesamte Familie - auch die vierbeinigen Mitglieder – Erholung und Entspannung sein sollte.

Achten Sie deshalb unbedingt bei der Wahl der Unterkunft darauf, ob Ihr Hund hier ebenfalls willkommen ist. Sollte dies nicht in der Buchung vermerkt sein, lassen Sie sich die Erlaubnis lieber im Vorfeld schriftlich geben. So ersparen Sie sich unnötigen Ärger bereits beim Check-In.

Viele Hotels bieten mittlerweile Services wie Dogsitting und Gassigehen an. Es gibt sogar Hotels, die sich auf den Urlaub von Familien mit Hunden spezialisiert haben und Leistungen wie Trainingsaktivitäten bis hin zu Physiotherapie und Wellnessprogrammen für die Fellnasen anbieten. So können Alle den Urlaub von Anfang bis Ende genießen.

 Gesetzliche Voraussetzungen für das Verreisen innerhalb der EU

Selbst bei Einreise in ein Land innerhalb der EU müssen bestimmte Vorschriften beachtet und eingehalten werden:

  • Führen Sie unbedingt den EU-Heimtiernachweis mit.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund vollständig geimpft ist. Das ist im Impfpass dokumentiert, der ebenfalls nicht im Gepäck fehlen darf.
  • Ohne Chip ist überhaupt keine Einreise in ein EU-Land möglich. Das ist seit 2011 aber auch in Deutschland generell Pflicht. Wichtig: Die Tollwutimpfung darf nicht vor der Anbringung des Chips erfolgen.
  • Ihr Hund muss mindestens drei Monate alt sein, da Hunde erst ab dem dritten Lebensmonat gegen Tollwut geimpft werden können.
  • Beachten Sie in der Planungsphase die Besonderheiten bezüglich Leinen- und Maulkorbpflicht: In einigen Ländern wie zum Beispiel Portugal besteht zum Beispiel eine generelle Maulkorbpflicht, in Ländern wie Ungarn oder Slowenien muss der Maulkorb in öffentlichen Verkehrsmitteln angelegt werden.

Gesund und fit in den Urlaub

Vor dem Urlaub sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund fit genug für die Reise ist und Impfungen sowie Parasitenschutz auffrischen lassen. Neben Tollwut sollte er zusätzlich gegen häufig vorkommende Krankheiten wie Staupe, Zwingerhusten oder Parvovirose geimpft sein. In südlichen Reiseländern kommen Mittelmeerkrankheiten wie Babesiose oder Herz- und Hautwürmer als mögliche Risikofaktoren dazu.

Fällt die Wahl des Urlaubsziels auf eine Region am Meer, kommt Ihr Haustier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in Kontakt mit anderen Hunden, was ein erhöhtes Ansteckungsrisiko zur Folge hat.

Achten Sie besonders darauf, was Ihr Tier beschnuppert oder ins Maul nimmt. Auch hierzulande können beispielsweise Walnüsse eine Gesundheitsgefahr darstellen. Denken Sie daran, dass im Sand kleinere Fremdkörper wie Spielzeuge oder Verpackungsreste liegen können, an denen sich Ihr Hund verschlucken kann. Im schlimmsten Fall kann das eine Notoperation und damit das vorzeitige Ferien-Aus bedeuten.

Diese Operationen können sehr teuer werden und die Haushaltskasse schnell überstrapazieren, sollte man nicht auf die Vorteile einer Hundekrankenversicherung zurückgreifen können. Ein weiteres Plus: Gerad in einem Land, wo man die Sprache nicht oder nur teilweise versteht, kann es viel Sicherheit bringen, einen Tierarzt in Deutschland über Skype kontaktieren zu können. Der kann bei auftretenden Problemen sofort verständlich beraten und mögliche Risiken frühzeitig erkennen. So bekommt man schnell Gewissheit, ob ein Notfall vorliegt und die Reise abgebrochen werden muss oder man den Urlaub weiterhin entspannt genießen kann.

Tasche packen für die Fellnase

Viele Utensilien wie Futternapf oder Kotbeutel können selbstverständlich vor Ort gekauft werden. Denken Sie aber in jedem Fall daran, ausreichend Hundefutter und Leckerlis von zu Hause mitzunehmen, sollten diese am Urlaubsort nicht erhältlich sein. Der spontane Wechsel von Nahrungsmitteln kann den Magen Ihres Hundes überstrapazieren und zu Verdauungsproblemen führen.

Eine Leine mit Adressanhänger sowie - je nach Reiseziel – ein Maulkorb sollten im Koffer des Hundes ebenfalls nicht fehlen. Die eigene Hundedecke oder das Lieblingsspielzeug können darüber hinaus ein Stück Vertrautheit in der neuen und ungewohnten Umgebung bieten.

Packen Sie unbedingt die Reiseapotheke Ihres vierbeinigen Freundes ein, damit Sie in kleineren Notfällen direkte Abhilfe schaffen können: Pinzette, Verband, Zeckenzange, Augenspülung und Ohrreiniger können schnell Linderung bei akut auftretenden Problemen verschaffen. Denken Sie auch an ein Zecken halsband, dass Ihren Hund vor den kleinen Krankheitsüberträgern schützt.

Bild: © unsplash.com, Eric Ward

Bringen Sie Ihren Hund sicher zum Ziel

Sollten Sie sich für die Anreise im eigenen Auto entscheiden, ist der Transport Ihres Hundes in einer sogenannten Hundebox nicht nur sicher, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Gewöhnen Sie ihr Haustier unbedingt im Vorfeld durch kürzere Fahrten an die Box. So kann er sich an den etwas beengten Raum gewöhnen und sich auf die Reise vorbereiten.

Auf den kurzen Fahrten bemerken Sie eventuell, ob Ihr Hund anfällig für Reisekrankheiten ist. Sollte er Probleme mit dem Autofahren haben, kann der Tierarzt entsprechende Medikamente verschreiben, die dem entgegenwirken. Planen Sie unbedingt mehrere Pausen ein und achten Sie darauf, das Auto ausreichend zu klimatisieren.  Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausreichend mit Wasser versorgt ist. So wird die Reise für die gesamte Familie nicht nur sicher, sondern auch entspannt und angenehm. Der perfekte Start in Ihren Urlaub.

 

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