Karlsruhe Smart Home – clevere Systeme helfen beim Sparen

Vor einigen Jahrzehnten dachte wohl kaum jemand daran, dass wir irgendwann per App Türen öffnen oder Heizungen aus kilometerweiter Entfernung steuern können. Mittlerweile ist das längst zum Alltag geworden und noch immer ist das Potenzial rund um das Smart Home enorm. Alles begann bereits 1939 in den USA, als „The electric home of the future” im “Popular Mechanics Magazine“ vorgestellt wurde. Damals waren die Sprechanlage und die individuelle Beleuchtung noch das Highlight, mit dem die Gäste begeistert werden konnten. Seither hat sich viel getan.

Aus den USA in die Welt – intelligentes Wohnen neu gedacht

Die USA sind ein Vorreiter, wenn es um smarte Wunschträume geht. Lange bevor Marty McFlys in der Trilogie "Zurück in die Zukunft“ einen Ausblick darauf gab, was in einigen Jahren keine Fiktion mehr sein wird, begann die filmische Karriere der Zukunftsvisionen schon viel früher.

1922 staunten Kinobesucher nicht schlecht, als sie "Electric House“ (Stummfilm) auf der Leinwand erlebten. Eine Treppe ließ sich wie von Geisterhand per Knopfdruck in eine Rolltreppe verwandeln; Stühle wurden ohne Zutun verschoben. Seit über 100 Jahren gibt es diese Visionen, welche mittlerweile mit Sprachsteuerungen wie Amazons Alexa oder anderen Features wahr geworden sind.

2015 als Meilenstein: Kommunikation neu gedacht

2015 wurde mit der Sprachsteuerung "Echo“ (später "Alexa“) eine völlig neue Ära bei Homeandsmart-Komponenten eingeläutet. Plötzlich war es möglich, sich mit einer elektronischen Stimme zu unterhalten und Anweisungen zu geben.

Der Lautsprecher konnte nicht nur Musik wiedergeben, sondern agierte eigenständig intelligent auf persönliche Ansprache und Fragen. Mit dem Internet verknüpft, war es plötzlich möglich, sich über das Wetter informieren zu lassen, Informationen zu neuesten Nachrichten zu erhalten oder Kochrezepte angesagt zu bekommen. Mittlerweile ist aus "Echo“ die Sprachsteuerung "Alexa“ geworden und Amazon der Vorreiter für smarte Kommunikation schlechthin. Auch andere Unternehmen haben längst diesen Trend erkannt und ähnliche Geräte auf den Markt gebracht.

Smart Home – endlich für jedermann erhältlich.
Smart Home – endlich für jedermann erhältlich. | Bild: pixabay.com @ Pixaline (CC0 Creative Commons)

Apple und Co. machen das Zuhause smarter

Der US-amerikanische Hard- und Softwareentwickler Apple hat das Potenzial der smarten Kommunikationswege ebenfalls erkannt. Neben der Spracherkennungssoftware Siri gibt es nun auch eine Apple HomeKit-Produktlinie, die unter anderem die HomePod beinhaltet. Dieser Lautsprecher kann nicht nur Musik abspielen, sondern eignet sich auch für die Steuerung intelligenter Lösungen für zu Hause. Sogar die Bestellung von Lebensmitteln aus dem Netz klappt dank Sprachsteuerung, beispielsweise passend zur Rezeptansage.

Das kann ein Smart Home – wie clevere Technik den Alltag erleichtert

Die Möglichkeiten mit dem smarten Zuhause sind fast unendlich. Es bietet nicht nur Komfort, sondern kann auch zur Energieersparnis und zur erhöhten Sicherheit beitragen. Außerdem hat es einen Nutzen für die Gesundheit, wenn beispielsweise automatische Staubsauger oder andere Geräte zur Erleichterung der Hausarbeit und zur Entlastung des Rückens eingesetzt werden.

Mit App-Steuerung den Komfort erhöhen und Zeit sparen

Apps und Smart Home erleichtern den Alltag in den heimischen vier Wänden. So lassen sich beispielsweise Rollläden bequem automatisch mit einem Knopfdruck öffnen und schließen oder die Heizung regulieren. Statt in ein kühles Zuhause kommen wir plötzlich von der Arbeit in eine kuschelige Atmosphäre, wo der frisch zubereitete Kaffee schon auf uns wartet. Die Steuerung der smarten Geräte im Haushalt kennt mittlerweile kaum Grenzen, denn auch Kaffeemaschine und Co. können intelligent verknüpft bequem von überall aus angesteuert werden.

Elektronische Schlüssel sorgen für maximale Sicherheit

Das smarte Zuhause hat aber nicht nur Komfort-Vorteile, sondern bietet häufig auch deutlich mehr Sicherheit. So verfügen einige Haustüren bereits über einen Schlüssel der ganz neuen Generation: den persönlichen Fingerabdruck oder Iris-Scan der Besitzer. Das erschwert den Zugang für nicht berechtigte Personen deutlich. Auch das lästige Problem, den Schlüssel zu verlieren und schlimmstenfalls das gesamte Schließsystem austauschen zu müssen, wird dank der smarten Lösungen optimal gelöst.

Die cleveren Lösungen können aber noch viel mehr. Wer beispielsweise Rauchmelder oder Wasserbehälter mit dem System verknüpft hat, bekommt sofort eine Warnung auf das Telefon. Ist der Wasserschlauch geplatzt oder gibt es ein Rauchsignal in den vier Wänden, können die Besitzer sofort reagieren.

Effizienz und Komfort neu gedacht: Mit App-Steuerung alles im Griff.
Effizienz und Komfort neu gedacht: Mit App-Steuerung alles im Griff. | Bild: pixabay.com @ geralt (CC0 Creative Commons)

Energieeffizienz mit Smart Home verbessern

Anfänglich kosten die Smart Home-Lösungen vielleicht etwas mehr, wenn die einzelnen Komponenten angeschafft werden müssen. Sie können auf lange Sicht allerdings aber viel sparen, vor allem bei dem Energieverbrauch. Durch die smarte Regulierung der Heizung oder anderer Geräte im Haushalt ergeben sich beachtliche Einsparmöglichkeiten, nicht nur für große Haushalte.

Befinden sich die Bewohner beispielsweise im Urlaub, lassen sich spezielle Modi einstellen, um etwa die Wärmezufuhr zu reduzieren und die unnötigen Stromgeräte abzuschalten.

Smart Home, aber sicher bitte – Privatsphäre optimal schützen

Die Nachfrage nach Smart Home-Lösungen steigt rasant, denn wer möchte den modernen Komfort nicht nutzen? Allerdings sind nicht alle Systeme gleich gut, wenn es um die Wahrung der Privatsphäre geht. In Europa soll die EU-Datenschutz-Grundverordnung Klarheit beim Umgang mit personenbezogenen Daten bringen.

Diese Sicherheitsstandards sind wichtig, um die smarten Technologien nicht missbräuchlich anzuwenden. Jeder kann selbst dazu beitragen, dass die eigenen smarten Lösungen zu Hause möglichst sicher sind. Durch die Verschlüsselung des Internets mit einem individuellen Passwort beispielsweise kann der Zugriff auf das Netzwerk erschwert werden.

Pakete annehmen, ohne zu Hause sein zu müssen

Die Annahme von Paketen kann durch die smarten Lösungen ebenfalls viel unkomplizierter erfolgen. Statt lange auf die ersehnte Lieferung warten zu müssen, können User mithilfe einer cleveren Kamerainstallation vor der Haustür und mit einer Sprachsteuerung für die Ablage des Paketes sorgen.

Das kostet das smarte Zuhause

Wie hoch die Kosten für das Smart Home sind, hängt entscheidend von den einzelnen Komponenten sowie der Größe der vier Wände ab. Wer sein gesamtes Heim smart steuern möchte, braucht dafür beispielsweise Sensoren für Türen, Fenster oder das Heizungsthermostat. Gleiches gilt für die Lampen und technischen Geräte im Haushalt. Eine einmalige Anschaffung, die sich durch die Energieersparnis allerdings lohnen kann.

Neben der einmaligen Anschaffung der Hardware gibt es auch verschiedene Software-Lösungen, um alles mittels App aus einer Hand zu steuern. Hierfür werden monatlich (abhängig vom Anbieter) zusätzliche Kosten veranschlagt. Alles in allem sind Einsteiger für die Ausstattung mit günstigen Paketen mit ca. 200 € bis 300 € dabei.

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