Was genau ist CBD?

Cannabis ist eine ausgesprochen vielseitigen Pflanze. Insgesamt befinden sich in ihr mehr als 400 Bestandteile, die ganz unterschiedliche Eigenschaften mitbringen. Entsprechen können sie für unterschiedliche Einsatzgebiete verwendet werden. Zwei der Komponenten von Cannabis sind CBD und THC. Diese sind besonders, da sie im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle spielen und bei vielfältigen Aufgaben Verwendung finden. Deswegen hat sich der Gesetzgeber dezidiert mit CBD und THC auseinandergesetzt und macht diverse rechtliche Vorgaben.

 Um CBD zu gewinnen, wird der Hanf der Marihuana-Pflanze benötigt. CBD unterscheidet sich hierbei deutlich von THC, da es keine psychoaktive Wirkung hat. Es führt somit zu keinen Rauschzuständen und mach die Nutzer nicht high. Für die Gewinnung wird in der Regel Industriehanf herangezogen. Das liegt daran, dass er andere Eigenschaften als klassisches Marihuana mitbringt und einen ausgesprochen niedrigen THC-Gehalt aufweist.

Was sagen das Betäubungsmittelgesetz und das Lebensmittelrecht?

Bei der Frage, ob CBD legal ist, spielen das Betäubungsmittelgesetz und das Lebensmittelrecht eine entscheidende Rolle. Das Betäubungsmittelgesetz sagt, dass CBD legal ist, da es keine berauschende Wirkung hat. Das gilt allerdings nur, solange die einzelnen Produkte einen bestimmten THC-Gehalt nicht überschreiten. Dieser liegt aktuell bei 0,2%. Gerade Waren aus anderen Ländern der EU haben häufig einen deutlich höheren THC-Gehalt, weswegen es bei solchen Artikeln zu Problemen in Deutschland kommen kann.

 In Deutschland kommt CBD vorrangig als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz. Deswegen spielt das Lebensmittelrecht eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang wird häufig die Novel-Food-Verordnung herangezogen. Diese stammt aus dem Jahr 1997 und besagt, dass Lebensmittel, die vor diesem Jahr nicht in großer Menge von Menschen als Lebensmittel konsumiert wurden, als "Novel food" (neuartige Lebensmittel) klassifiziert werden sollen. Entsprechend müssen solche Lebensmittel bestimmte Standards erfüllen und Zulassungen bekommen, bevor sie verkauft werden dürfen. Ob CBD zu den Novel foods gerechnet werden muss, ist noch nicht abschließend entschieden.

Der Anbau von Cannabis ist verboten

In Deutschland ist es streng untersagt, Cannabis zur Gewinnung von CBD anzubauen.
In Deutschland ist es streng untersagt, Cannabis zur Gewinnung von CBD anzubauen. | Bild: pixabay.de © Terre Di Cannabis CCO Public Domain

Der Anbau von Cannabis zur Gewinnung von THC ist in Deutschland verboten. In zahlreichen Fällen wurden Einzelpersonen und Unternehmen schuldig gesprochen, die gegen diese Regelung verstoßen haben. Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen von dieser Regel. Der Gesetzgeber möchte die Gewinnung und den Verkauf von CBD nicht grundsätzlich verbieten, da der Stoff keine berauschende Wirkung hat und ihm viele positive Wirkungen nachgesagt werden.

 Aus diesem Grund hat er eine Höchstgrenze festgesetzt, wie viel THC sich in bestimmten Produkten befinden darf. Somit ist es möglich, CBD zu gewinnen und zu verarbeiten, solange weniger als 0,2% THC darin enthalten sind. Viele vergleichen diese Regelung mit der für alkoholfreies Bier. Hierin darf ebenfalls eine geringe Menge an Alkohol enthalten sein, solange diese nicht zu einem Rausch führen kann.

CBD darf nur auf bestimmte Arten beworben werden

CBD kommt in Deutschland vorrangig als Nahrungsergänzungsmittel oder als Kosmetikprodukt zum Einsatz. So gibt es beispielsweise hochwertiges CBD Öl, das bei unterschiedlichen Beschwerden Verwendung findet. Unter anderem wird dem Stoff nachgesagt, dass er eine entzündungshemmende Wirkung hat und beispielsweise bei Verdauungsbeschwerden oder Hautreizungen eingesetzt werden kann. Auch als Badezusatz und in Make-ups kommt CBD zum Einsatz und soll den Nutzern viele Vorteile bringen.

 In Deutschland ist es jedoch verboten, CBD als Heil-oder Arzneimittel zu bewerben. Das liegt daran, dass die positiven und gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Stoffe noch nicht in unabhängigen Studien letztgültig nachgewiesen werden konnten. Somit dürfen Anbieter keinesfalls versprechen, dass ihre Produkte heilende Wirkung haben. Sie dürfen lediglich darauf verweisen, dass CBD bestimmte Eigenschaften nachgesagt werden und das bestimmte Anwender sagen, dass sie von den einzelnen Produkten profitiert hätten.

Der Verkauf an Minderjährige ist untersagt

 In Bezug auf CBD spielt der Jugendschutz eine wichtige Rolle. So soll unbedingt verhindert werden, dass Jugendliche an THC-haltige Produkte kommen, an denen sie sich eventuell berauschen könnten. Entsprechend ist es in Deutschland absolut untersagt, CBD Produkte an Menschen zu verkaufen, die jünger als 18 Jahre alt sind. Somit ist es ausschließlich Erwachsenen erlaubt, sich in einen seriösen Online-Shop oder zu einem anderen Anbieter zu begeben und dort CBD-Produkte zu erstehen.

Die Nachfrage nach CBD steigt kontinuierlich

Über den Umgang mit CBD wird seit vielen Jahren teils heftig diskutiert. Das hat dazu geführt, dass eine Grauzone in der Rechtslage entstanden ist. Es gibt einige CBD Produkte, die legal sind und verkauft werden können, andere sind in Deutschland hingegen illegal. Deswegen ist es für Käufer wichtig, dass sie sich ausschließlich an einen seriösen Anbieter wenden, der die rechtlichen Vorgaben und Regelungen konsequent einhält.

 Trotz dieser nicht ganz eindeutigen Rechtslage entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, CBD-Produkte zu erstehen. Viele geben an, dass sie von den Produkten diverse positive Wirkungen erfahren haben, eine beachtliche Zahl von Beschwerden losgeworden sind und ihre Lebensqualität gesteigert haben. Deswegen wenden sich immer mehr Menschen an seriöse Shops und erstehen dort CBD Produkte, die ihre Gesundheit fördern, ihren Ernährungsplan optimieren oder als Kosmetikprodukte gute Dienste leisten.